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Aphorismus zum Thema Sinn/ Sinnlosigkeit


von kaltric

Warum sucht ihr immer nach dem Grund?
Würde es irgendwas an der vorhanden Tatsache ändern, wenn ihr den Grund wüsstet?
Ob es nun daran liegt, dass ihr etwas von Natur aus nicht mögt oder daran, dass ihr euch an etwas anderes gewöhnt habt und dieses nun nur höher schätzt - wo ist der Unterschied? Die Tatsache bleibt doch dieselbe.
Ist die Tatsache änderbar, doch bringt die Kenntnis der Ursache nicht die Möglichkeit, diese Tatsache zu ändern, so ist die Suche nach der Ursache überflüssig.
Ist die Tatsache nicht mehr änderbar, und bringt die Kenntnis der Ursache nicht die Möglichkeit, ähnlichen Tatsachen vorzubeugen,so ist die Suche nach der Ursache überflüssig.
Demnach gibt es sehr wohl Möglichkeiten, zu denen die Kenntnis der Ursache erstrebenswert ist, z.B. weil man dann weiß, was man machen muss, damit dieses Brot aufgeht und nicht zusammenfällt. Natürlich auch in Bereichen wie Medizin, Physik, Chemie. Doch ebenso gibt es viele überflüssige Möglichkeiten. Auch wenn diese, so hoffe ich doch stark, in der Minderheit sind. Denn wäre sonst nicht alles überflüssig?
Also warum mit überflüssigen Tätigkeiten aufhalten? Wenn es soviel anderes, soviel wichtigeres zu tun gibt? Manche Menschen scheinen sich mehr Ärger schaffen zu wollen, als bereits vorhanden ist.


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Kommentare zu diesem Text


Momo
Kommentar von Momo (11.09.2008)
Die Suche nach der Ursache bzw. dem Sinn (was nicht immer gleichgesetzt werden kann) ist niemals überflüssig, fördert sie doch das Verständnis einer, wenn auch manchmal nicht änderbaren, Tatsache. Und aus einem größeren Verständnis ergibt sich eben ein empathischeres, sinnvolleres Lebensgefühl, was allein schon ein Grund ist, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Also, allein das Wirkprinzip Ursache als Instrument zu sehen, die Dinge nach eigenem Ermessen verändern bzw. manipulieren zu können, halte ich ein bisschen für sehr kurz gedacht.

L.G.
Momo
(Kommentar korrigiert am 11.09.2008)
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kaltric
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Dies ist ein Paragraph des mehrteiligen Textes Gesammelte Aphorismen.
Veröffentlicht am 11.09.2008, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.07.2009). Textlänge: 200 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.330 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 17.09.2019.
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