Die Stadt der verlorenen Seelen

Gedicht zum Thema Tod

von  Fuchsiberlin

In der Stadt des leichenblassen Mondes
begann der rote Strom wieder zu fliessen.

Die Strasse der Einkehr zur Ewigkeit wurde wieder einmal
vom Regen der roten Sternenwelt überflutet.

Eine gestorbene Seele kam wieder an.
Schemenhaft erkennbar:
Der Ausdruck der letzten großen Verzweifelung.

Doch für eine Rückkehr war es nun zu spät.
Einbahnstraße - Umkehr unmöglich.

Angekommen in der Welt der verlorenen Seelen.
Frei und doch unfrei für die Ewigkeit.

Und die roten Sterne verblassten langsam wieder.
Die Lavaglut des letzten Himmelvulkans endete in dieser Stadt.

Langsam begann der rote Strom
im aufgeweichten Sand der vielen unendlichen Tränen
zu versiegen.
Mit ihm versank ein trauriger "Willkommensgruss".

Und die Stadt tauchte wieder
in das Nichts der Dunkelheit ein.
Das schwarze Gewand des Todes tanzte.

Doch die Rufe der verlorenen und verstorbenen Seelen,
diese waren unüberhörbar.
Sie heulten wie der peitschende Wind,
welcher durch die vielen Strassenschluchten
in der Stadt der verlorenen Seelen fegte.

Schreie der verlorenen Seelen,
welche nun im Irgendwo verhallten.
Töne die an Mauern zerbrachen.

Ein Ort am Rand des Lebens,
der letzte Platz,
und für viele die letzte Zuflucht.

Es war der falsche Weg dieser Seelen,
die falsche Stadt.

Im Leben ein falscher Schritt,
und schon begrüßte dieser Ort
einen neuen Gast der Ewigkeit.

Eine Stadt, in der nur der Tod lächelte.

Jörg S.


Anmerkung von Fuchsiberlin:

Ein Text zum Thema "Suizid".

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Kommentare zu diesem Text

seelenliebe (52)
(22.10.09)
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 Fuchsiberlin meinte dazu am 22.10.09:
Liebe Anne,

ich verstehe, was Du meinst.

Ja, in dieser Stadt der verlorenen Seelen sind die Verzweiflung und der Schmerz ein Bewohner.

Ich danke Dir sehr.

Ich schicke Dich einen Stern der für Dich lächelt.

Ganz liebe Grüsse
Jörg
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