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Vor die Hunde

Prosagedicht zum Thema Zerrissenheit


von RainerMScholz

Es glänzt schwarz
unter dem Neon
wie Onyx so tief und leer.
Es träumt einen nihilesken Traum.
Morbides flüssiges Pech.
Und Asche.
Pochend klopfen die Adern an das Außen.
Es erinnert sich.
Es füllte ehedem ein Loch.
Wenn ich es berühre,
zuckt es zusammen.
Innerlich weint es.
Es vergießt so viele Tränen, dass es auszutrocknen beginnt.
So schwarz.
Glänzend.
Vor mir auf dem Tisch liegt mein Herz.
Ich nehme es wieder an mich,
stopfe mein Herz in meine Brust.
Und lebe noch ein Weilchen weiter.

Das Blau des elastischen Gewebes
herausgerissen wie einen Wurm aus der Erde.
Ich binde es mir um den Schädel,
als platze er sonst in die Welt.
Es riecht, es schmeckt
nach Ozon,
nach Blei
und Schmauchspuren an Hirtenhandschuhen.
Gezerrt aus Waden und Schenkeln
und Unterarmen.
Blau wie die Tiefsee bei Mitternacht.
Ich quetsche sie wieder zurück in den Leib.

Gelb.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Ich fress´ deine Euter.
So gelb.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Gelb wie Eiter.
Und gelb wie die Milch,
die kannst du jetzt trinken,
so sei denn gesalbt.

Das Rot hinter meinen Augen.
Hellrosafickmichtotblut.
Da spritzt es herausgerissen
und fließt mein Gesicht hinab.
Ich lecke es auf und dann schreie ich und das Blut sprudelt erneut aus den Kapillaren in meinen Augen, hinter dem Hirn, jenseits der Welt, ich lecke es auf, schlucke hinunter und so steigt es mir in die Augen und ich schreie, vor Schmerz und aus Lust, und ich schreie, dass es aus den Augenhöhlen schießt, und ich lecke und schlürfe und trinke und schlucke den Roten Saft der Rose aus Dornen, die hinter meinen Augen wächst und blüht und die Welt zerfetzt, bis es mir in die Augen steigt und sich dort hinaus in das Außen ergießt, so ich es abermals und abermals und abermals saufen kann und saufen bis zum Erbrechen, bis die Adern platzen und das Blut – es schießt aus meinen Augen! In Existenz!

Schwarzblaugelbrote Bastardhunde meines Lebens in dieser Welt.



© Rainer M. Scholz


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RainerMScholz
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Veröffentlicht am 23.05.2013. Textlänge: 354 Wörter; dieser Text wurde bereits 495 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 28.12.2019.
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