Winter

Gedicht zum Thema Winter

von  Galapapa

Ein weißer Frieden liegt im Wald.
Der Wind spielt mit den kahlen Zweigen,
verweht das kalte Schlummerschweigen.
Er trägt ein hoffnungsvolles „Bald“

in tiefen Knospenschlaf hinein,
wenn gleißend helle Glitzerdecken
das Leben vor dem Frost verstecken
in eisigem Begrabensein.

Doch an des Wiesenbaches Rand
erwachen schon die ersten Weiden,
und sie beginnen, sich zu kleiden
mit ihrem zarten Fellgewand.

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Kommentare zu diesem Text


 princess (06.01.15)
Hallo Charly,

ein Gedicht, in dem du den Winter zeichnet und den Frühling ahnen lässt. Fast so, als hättest du Worte für das gefunden, was ich heute beim Stapfen durch unsere sonnige Schneelandschaft fühlte. Sehr schön, sehr stimmungsvoll.

Liebe Grüße
Ira

 Galapapa meinte dazu am 06.01.15:
Liebe Irma,
da ich den Winter so wenig liebe, gelingt mir auch kein Text ohne Frühlingsandeutungen.
Danke für Dein Lob und die Empfehlung!
Liebe Grüße!
Charly
(Antwort korrigiert am 06.01.2015)
Graeculus (69)
(06.01.15)
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 Galapapa antwortete darauf am 06.01.15:
Hallo Graeculus,
danke für Deinen Kommentar!
Ob Pflanzen eine Unruhe spüren können, weiß ich auch nicht, aber ich bin sicher, dass sie "Antennen" haben für Dinge, von denen wir nichts wissen. Ich habe eine besondere Beziehung zu Pflanzen und traue ihnen noch viel mehr zu.
Da sich die Weiden von der Temperatur offensichtlich wenig beeindrucken lassen, wird es wohl die Tageslänge sein, die ihnen das Startsignal gibt.
Herzliche Grüße!
Charly
janna (66)
(06.01.15)
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 Galapapa schrieb daraufhin am 06.01.15:
Liebe janna,
herzlichen Dank für Dein Lob und die Empfehlung!
Für mich steckt die Poesie in der Natur und ich könnte ein Gedicht zu diesem Thema niemals in einer sachlich nüchternen Sprache schreiben.
Liebe Grüße!
Charly
holzköpfchen (31)
(06.01.15)
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 Galapapa äußerte darauf am 06.01.15:
Liebe holzköpfchen,
danke für Deine Lob und die Empfehlung!
Ich mag solche Wortverbindungen, weil man mit ihnen in einem Wort ein Bild oder eine Stimmung vermitteln.
Interessant finde ich auch völlige Neuschöfpungen, wenn sie denn gelungen sind und einen beispielsweise ein Geräusch hören lassen
(das Knarpen im Schnee).
Das Enjambemant habe ich gesetzt, um das Wort "Bald" als Substantiv besser herauszuheben. Beim Schreiben war zunächst der Satz nach "Bald" am Strophenschluss beendet.
Liebe Grüße!
Charly
Scrag (28)
(06.01.15)
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 Galapapa ergänzte dazu am 06.01.15:
Hallo Markus,
herzlichen Dank für Deinen lobenden Kommentar und die Empfehlung!
So wie der Text auf Dich gewirkt hat, so ist er auch entstanden. Ich kann zur Zeit leider keine Spaziergänge mehr machen, also mache ich sie im Geiste. Ich schließe die Augen und bin wo ich will...
Du scheinst Profi-Gärtner zu sein. Ich bin seit meiner Kindheit passionierter Hobby-Gärtner und kenne natürlich auch die Schutzwirkung des Schnees und die Gefahr der Kahlfröste. Trotzdem bin ich jedes Jahr wieder froh, wenn uns die "weiße Pracht" über die Flüsse verlassen hat und im Gewächshaus die Tomatenbabys wachsen.
Liebe Grüße!
Charly
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