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Eingesperrt in einen Raum voller fabulierenden pimmligen, älteren Literaturfräuleins

Erzählung zum Thema Eifersucht


von toltec-head

Ich möchte ab sofort für meine Verdienste als Litforen-Autor den Büchner-Preis und mir davon eine Hütte in den Schweizer Alpen kaufen, wo ich alleine mit dem blauen Himmel über mir einen 800 Seiten langen Roman schreibe, der nach meinem Tod in ganz vielen Regalen von Leuten stehen soll, die Tag für Tag nach anthroposophischen Grundsätzen angeordnete Regale bei DM mit Lebensmitteln, Gleitgel und Kondomen einräumen müssen. Es gibt nur zweit Tätigkeiten in der Welt: Regale einräumen und Romane schreiben. Ich habe die erste Tätigkeit jetzt lange genug ausgeführt und da jetzt keinen Bock mehr drauf.  Stattdessen einen langen, ganz langen, toll ausfabulierten Roman 3.5000 Meter über dem Meeresboden schreiben. Nein, das möchte ich nicht. 

Fuck! Ich krieg nicht einmal ein richtiges Tagebuch hin. Zwischen mir und der Realität immer die Kuh Kult-Uhr.  Ich zitiere nicht, weil ich zitieren so toll finde, sondern weil es das einzige ist, was flutscht. Copy&Paste-Zitate erscheinen mir wie eine Gonorrhöe realer als mein Penis selbst. Natürlich wäre mir aber die Realität meines Penis viel lieber. Ich hab heut dies und das gemacht - was ein Krampf! Selbst das Putzen meiner Zähne erscheint mir im Vergleich zum Posten eines Textes auf einem LitForum rein fiktiv. Bio-Bloggen kann niemals einfach nur mein Leben sein, weil mein Leben genauso Scheiße ist wie ein Roman, genauso scheiße einfach nur so daher fabuliert.

Ich bin in Wirklichkeit gar nicht toltec. Ich bin eine im Jahre 1960 in Hameln geborene deutsche Schriftstellerin. Ich glaub, ich bin nicht einmal lesbisch. Aber in meinem 800seitigen Roman, der heute erscheint, wird von dieser Gewissheit nichts, gar nichts übrig bleiben.

In Wahrheit nämlich bin ich aufgewachsen im kanadischen Brantford, als Tochter einer katholischen Klavierlehrerin aus Breslau und eines Vaters, der aber vielleicht nur mein Entführer ist. Dank meiner Mutter spreche ich zwar fließend Polnisch, und auch andere Sprachen erwerbe ich spielerisch leicht, doch mein von meinem vermeintlichen Vater erlerntes Deutsch ähnelt  eher einer Phantasiesprache. Fehlerfrei Deutsch zu schreiben, habe ich nie gelernt, aber gerade meiner sprachlichen Unbeholfenheit wird der Charme meiner Prosa entspringen, weswegen ich auch den Büchner-Preis bekomme. Ich glaube, ich lache mich gleich tot. Schon die kleine tolteca ist frühreif und hochbegabt. Noch vor dem ersten Buchstaben erlernt sie die Notenschrift, weiter  hier, in dem Artikel, welchen die FAZ mal über mich geschrieben hat mit dem Titel, tolteca, eine Litforenautorin, die, wenn sie schreibt, immer gleich eine ganze Horde von Stieren bei den Hörnern packt und noch viel männlicher aussieht und noch viel, viel männlicher schreibt als Hemingway himself.

Schon als Kind verfasst Josefine Tolteca eigenwillige Erzählungen und Verse, darunter Gedichte wie Der Zauberberg und, ein einleuchtendes Sujet, Satan in der Hölle. Wirklich sensationell aber ist ihre Karriere als Eishockeyspielerin, als Musikerin und als Erfinderin, der wir den Leuchtpuck ebenso verdanken wie den leuchtenden Dirigierstab.

(...)

Hameln? Ja, Hameln.  Ein ganzer Toltecakosmos. Eine literarische Wahn- und Wunderwelt, die sie mit der ihr eigenen Energie der Realität aufzwingt.


Der Journalist Elmar Krekeler, lese ich bei Wikipedia gestern, bezeichnete Josefine Tolteca im März 2012 als „Deutschlands fantastischste Fabuliererin“. 

Ich dachte immer, der Titel Naked Lunch hätte was mit Heroin zu tun. Hat er aber nicht. "The title means exactly what the words say: naked lunch, a frozen moment when everyone sees what is on the end of every fork". Muss man aber wahrscheinlich sehr viel Heroin genommen habe, um das zu sehen.

Hütte in den Alpen wär schon cool. Könnt ich endlich mal nicht nur immer nur auf YouTube die Milchstraße sehen. Garantiert dann nach 2 Tagen auch schon wieder langweilig, der Rotz!

Anmerkung von toltec-head:

 Ein Filmteam hat mich an meinem Rückzugsort besucht...

Zitate alle aus: Heinrich Detering, Felicitas Hoppe: Eine ganze Horde von Stieren bei den Hörnern gepackt, FAZ vom 02.03.2012, Link zum Anklicken im Text.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Isensee
Kommentar von Isensee (02.08.2017)
Warum zur Hölle sind die Menschen so daran interessiert ihr Leid zu teilen.
Dieser beschissene Link versaut mir den ganzen Tag.
Der Bedrohung bei Klarluft mit Klimperei begegnen.
Und eine Georg fHier stand ein unkultivierter Ausdruck! dich Preisträgerin saugt bedächtig Staub.
Dann bekommt man von Gundula Gause noch vollends ins freigelegte Hirn gelesen und findet das alles nicht mehr so Kacke.
Verdammt sich die Kulturpest noch dazu, like irgendwer sucht einen Superstar irgendwo mit Jury, nen Hässling auf das Sofa zu setzen, der irgendwas ganz toll macht, damit das vom Aas kultivierte Publikum was zum heulen hat.
Und dann der politisch unkorrekte Film, der irgendwas anprangert, was man in dem ein oder anderen Tatort schon gesehen hat.
Hier schön zusammengepauscht in einem Film, da sagt man dann auch mal fHier stand ein unkultivierter Ausdruck!.
Fuck, ich hoffe ein paar IS-Sympas kommen auf die Idee mal ein paar Leute abzuknallen, die solche Sachen bepreisen.
Dann machen wir aus der Berghütte in der Schweiz ein Trainingslager und zerkloppen aus Spaß Bratschen.
Ich möchte nicht, dass überhaupt jemand auf die Idee kommt Bratsche in einem Obdachlosenheim zu spielen.
Wie behindert muss man als Zuschauer sein, um das als tollen Beitrag zu sehen.
Da sollte man doch massenweise Leserbriefe im Styl von Eva Herman an die Redaktion senden.
Wie oft muss man denn noch hören, dass irgendein Arschloch fragt: Wie schaffen sie es ihr Publikum abzuholen?
Und dabei einen äußerst interessanten Blick aufsetzt.
"Ich schaffe das so, ich setze sie in einen Bus, den ich in Dresden aufrecht auf den Marktplatz stelle.
Und während sie aus den Fenstern klettern, spiele ich "es zittern die morschen Knochen"auf meiner Bratsche, die von hoffnungsvollem licht bestrahlt wird. Dazu läuft der Livestream einer Berghütte in 1400 Metern Höhe.
Der bei klarluft unter schönsten Himmel ein paar Nafris zeigt, wie sie mit gefalteten Händen dem beschaulichen Treiben einer pimmligen alten Dame nachschauen.
Zum Schluss tritt Tom Schilling ins Bild, der besoffen wie ein Altnatzi aus seinen Antinatzifilmen Georg Büchner zitiert, auf den Woyzeck pisst und unter Tränen danach fleht, bitte damit aufzuhören, Kunst kariativ zu verwenden oder davon auszugehen, dass es eine Grundvoraussetzung wäre, gegen den Kapitalismus zu sein.
Pures Aids dieser Scheiß.
Leider stirbt keiner mehr daran.
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toltec-head meinte dazu am 02.08.2017:
Ich glaube, ich würde lieber ein Kind von Frauke Petry bekommen.
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Isensee antwortete darauf am 02.08.2017:
Petry ist ja so der Lümmeltyp, bei der Geburt ihrer tausend Kinder, hat sie sicher keine Miene verzogen.
Die wurden einfach so in die Wiege gepresst.
Wie man das als Stammweib eben so macht.
Ganz klar Hausgeburt, würde ich jetzt danach googeln, dann findet sich bestimmt ein Artikel, in dem Petry positive Gedanken zur Hausgeburt äußert.
Zwei Stunden später musste man sie sicher bremsen, ja sie ist eine die man bremsen muss.
Gibt es in der SPD Frauen?
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toltec-head schrieb daraufhin am 03.08.2017:
Ich meinte, von mir als Frau.
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (02.08.2017)
"Ich bin in Wirklichkeit gar nicht toltec." Das ist ok. Prosaische Ichs werden überbewertet.
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Sind LitForen so etwas wie die AfD der Literatur?InhaltsverzeichnisIch, ich, ich - Artern
toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Foren-Träumereien eines einsamen Literatur-Touristen.
Veröffentlicht am 02.08.2017, 21 mal überarbeitet (letzte Änderung am 04.08.2017). Textlänge: 593 Wörter; dieser Text wurde bereits 408 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.11.2019.
Lieblingstext von:
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