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Die drei Basisgesetze der Natur und die Einzigartigkeit der Erde

Aufruf zum Thema Umwelt/Ökologie


von Nachtpoet

In der Lehre der Ökologie gibt es drei Basisgesetze: 

1. Das Gesetz der Artenvielfalt: Die Stärke eines Ökosystems hängt von der Vielfalt der darin lebenden Arten ab.

2. Das Gesetz gegenseitiger Abhängigkeit: Alle Arten stehen miteinander in einer Wechselbeziehung.

3. Das Gesetz begrenzter Ressourcen: Dem Wachstum und der Tragfähigkeit sind Grenzen gesetzt. 

Gigantische Flächen sind nötig, um überhaupt das Futter für so viele Nutztiere anzubauen, die wir heute weltweit schlachten. Flächen, die man besser für Kartoffeln und Gemüse nutzen könnte. Flächen, denen oft Regenwälder mit einer über Jahrmillionen gewachsenen , einzigartigen Artenvielfalt weichen müssen! Man muss nicht gleich gänzlich auf Fleisch verzichten, aber die Tötung von 65 Milliarden Nutztieren pro Jahr weltweit verursacht mehr Treibhausgase als die gesamte Transportindustrie zusammen! Wenn für die Herstellung von 1 kg Fleisch bis zu 15.000 Liter Wasser verbraucht werden, kann man sich ausrechnen, welch eine Menge an wertvollem Trinkwasser uns schlichtweg verloren geht! Wasser, das woanders fehlt! Als Grundwasser, als Regenmenge, als Feuchtbiotop, als gebietstechnische Kühlfunktion, als Lebensraum für Wassertiere u.v.m. Das übrige Wasser wird dann - durch das mit der Massentierhaltung verbundene Gülleaufkommen - stark belastet und empfindliche Lebewesen wie Köcherfliegen, Frösche oder Molche sterben weg, was das Sterben derer Arten nach sich zieht, die von diesen Tieren leben! Da alle Arten miteinander in einer Wechselbeziehung stehen, sterben auch Tiere aus, die überhaupt erst den Erhalt unserer Nahrungsmittel bis hin zum Fleisch sichern, wie z.B: Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Spinnen, Regenwürmer, Bänderschnecken, Mäuse, Nachtfalter u.v.m. 

Bienen und Hummeln bestäuben zwei drittel der Feldfrüchte, die wir anpflanzen! 

Spinnen fressen tonnenweise Insekten, die sonst jedes Jahr die Ernten kahl fressen würden!   

Regenwürmer spielen bei der Durchmischung und Lockerung des Bodens eine entscheidende Rolle. Ohne sie würden Pflanzen viel schlechter Nährstoffe und Wasser aufnehmen und eingehen. 

Schnecken fressen totes Pflanzenmaterial und verwandeln es zu Humus. Ohne diese Funktion würden sich viel mehr Fäulnis-Pilze bilden, die die Ernten angreifen.

Mäuse und Maulwürfe sorgen für die Durchlüftung des Bodens und der Wasseraufnahme bei einem Regenguss. Außerdem bieten sie Hummeln ein zu Hause, weil sie sich nicht selbst Gänge graben können. Nur Hummeln können aber z.B. Tomaten bestäuben! Funktioniert dieses ganze System nicht mehr, geht es der Ernte schlecht! 

Nachtfalter übernehmen teils bis zu einem Drittel der Blütenbestäubung. Da sie das eben nur nachts tun, ist diese wichtige Erkenntnis erst spät in die Wissenschaft mit aufgenommen worden. 

Ackergifte und das große Gülleaufkommen sorgen hauptsächlich für den Rückgang der eben genannten Arten. Eine Hummel kann man getrost als Außenorgan des Menschen betrachten, ohne das er nicht leben kann. Er braucht die Hummel, wie er sein Herz braucht, seine Lunge, sein Leber. Man kann mit nur einer Niere weiterleben. Man kann aber nicht ganz ohne Nieren weiter leben! So ist es auch in der Natur. Man kann vielleicht ohne Hummeln leben aber man kann nicht gänzlich auf bestäubende Insekten verzichten! Und ist einer Art erst mal ausgerottet (nachdem sie Millionen Jahre auf der Erde gelebt hat), kann man sie nie wieder zurückholen! Mooshummel und Deichhummel sind jetzt schon gleichermaßen vom Aussterben bedroht! Machen wir so weiter, werden ihnen weitere Arten folgen. 

Das andere Problem ist der Klimawandel, der nicht nur weit weg in der Antarktis und auf den Philippinen seine verheerende Wirkung zeigt, sondern hier buchstäblich vor der Haustür jetzt schon Bäume tötet! Eichen, Kastanien, Ahorne, Buchen, Linden, Eschen, Fichten, Kiefern und viele andere Baumarten bekommen aufgrund der jahreszeitlich-ungewöhnlich hohen Temperaturen  und der geringen Niederschlagsmengen Risse in der Rinde, die begünstigen, dass sich Pilze in den Bäumen einnisten und sie von innen zerstören. Andere Bäume werden von Insekten wie Borkenkäfer oder der Kastanienminiermotte befallen, die die Bäume so weit schwächen, dass giftige Pilze und Starkstürme ihnen den Rest geben! Auch der stärkere Insektenbefall ist klimabedingt! Die Massentierhaltung ist einer der großen Klimawandel-Faktoren auf diesem Planeten! Zumal Methan die 25-fache Schadwirkung auf die Atmosphäre hat wie CO2!   

Folgendes ist auch die Realität: Mit dem Bevölkerungswachstum wächst der Verbrauch von Ressourcen. Aber da Ressourcen endlich sind und der Anteil an erneuerbaren Rohstoffen geringer ist als die Nachfrage, kann das nur eines zur Folge haben: Das Ende der Rohstoffverfügbarkeit.  Da wir wortwörtlich Rohstoffe von anderen Arten stehlen, wird das zum Rückgang von Arten und Lebensräumen führen, was wiederum noch stärkeren Rückgang von Ressourcen nach sich zieht. Wir existieren aufgrund der geotechnischen Leistung von Millionen verschiedener Arten, die unser Lebenserhaltungssystem am Laufen halten. Von Bakterien zu Walen, von den Mikroorganismen in den Gewässern bis zu den Bäumen. Wenn wir die Grundpfeiler des planetarischen Lebenserhaltungssystems untergraben, wird alles, das wir je erschaffen haben, untergehen und wir werden zu Grunde gehen.
Wir haben den Fehler begangen, der Natur den Krieg zu erklären. Wegen unserer technologischen Errungenschaften sieht es so aus, als würden wir diesen Krieg gewinnen. Aber da wir Teil der Natur sind, werden wir uns selbst in diesem Prozess zerstören. Wir sind unser eigener Feind und werden uns langsam dieser unbestreitbaren Tatsache bewusst. Wir zerstören uns selbst bei den ergebnislosen Bemühungen, ein Bild von uns bewahren zu wollen, was wir zu sein glauben.  In diesem Krieg töten wir durch direkte oder indirekte Ausbeutung Millionen von Arten und reduzieren deren Anzahl auf gefährlich niedrige Bestandsgrößen. Gleichzeitig steigt die menschliche Bevölkerung auf ein gefährlich hohes Niveau. 

Über die letzten beiden Jahrhunderte hinterließen wir eine Spur von hunderten Milliarden von Leichen. Wir haben so viele Leben gequält, abgeschlachtet, missbraucht und verschwendet und ganze Arten ausgelöscht. Durch die Verschmutzung der Meere, der Luft und der Erde mit Chemikalien, Schwermetallen, Plastik, Radioaktivität und Gülle aus der Agrarindustrie haben wir vielfältige Ökosysteme in lebloses Ödland verwandelt. Und für was das Ganze? Für Geld! Für eine völlig abstrakte Sache, die in der Natur gar nicht vorkommt. Für diese abstrakte Sache töten wir alle realen Lebensräume der Natur! Und Schließlich wird es sich in einem globalen Selbstmord zuspitzen, auf dessen Grabstein stehen wird: "Das war einmal die Menschheit und die Tiere und Pflanzen in der Natur. Wir mussten alles töten, denn wir mussten Arbeitsplätze schaffen."   

Nehmen wir endlich Vernunft an und erkennen, dass wir nur ein Teil der Natur sind, jener Teil, der genauso wie andere Arten voneinander abhängig ist. Dieser Planet ist etwas ganz besonderes im Universum! Kaum jemandem ist bewusst, dass die Tatsache, dass wir überhaupt existieren, mehr Zufällen zu verdanken ist, als der unwahrscheinlichste Lottogewinn, den man sich vorstellen kann! Wir sind nur hier, weil der Mond entstanden ist, weil wir aus noch ungeklärten Umständen ungewöhnlich große Wassermengen haben, weil wir Jupiter in der Nähe haben, weil die Sonne kein Mehrfach-Sternsystem ist wie die meisten anderen, weil die Sonne genau die passende Größe hat, weil die Sonne genau den passenden Abstand hat, weil die Erde genau die passende Größe hat, weil die Erde sich genauso schnell dreht, wie sie sich dreht, weil wir uns außen und nicht innen in der Galaxis bewegen ... Nimmt man nur ein einziges Kriterium weg, wären wir niemals entstanden! Die Summe dieser ganzen Zufälle verdanken wir unser kostbares Leben! Setzen wir es nicht leichtfertig auf' s Spiel. 

Wir sind quasi nur Passagiere auf dem Weltraumschiff Erde. Die Besatzung, das sind die Würmer, die Bienen, die Hasen, die Singvögel, die Bäume, die Mikroorganismen, die Schweine, die Kühe, die Fische, die Blumen und Pflanzen. Und wir? Wir haben eine Menge Spaß und Unterhaltung, dezimieren nach und nach die Besatzung und glauben allen Ernstes, dass wir überleben!   

Werden wir endlich erwachsen! Leben wir mit einer realen Sicht auf Nachhaltigkeit. Mit weitsichtigen Entscheidungen, die weit über Parteigeplänkel und kurzlebige Profitmaximierung hinausgeht! Wir haben Kinder! Es wäre ein Verbrechen, ihnen eine verjauchte, verbrauchte und verwüstete Welt zurückzulassen! Sicher ist ein globales Umdenken nicht leicht. Aber welches europäische Land hätte mehr Mittel und Wege als dieses?! Seien wir Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, seien wir die Veränderung selbst, die wir brauchen, um die Welt zu erhalten! Dafür muss nicht jeder ein Veganer werden. Es reicht schon, wenn wir Maß halten, so wie es unsere Eltern und Großeltern in den 50ern taten und dabei auch nicht unglücklich waren.   

Forscher haben ausgerechnet, dass uns noch ca. 10 Jahre bleiben, um durch unser Handeln den globalen Klimatod aller Menschen und der allermeisten Tiere und Pflanzen so gerade noch abzuwenden. Erfolgt in diesem Zeitraum keine signifikante Reduzierung der Treibhausgase, stellt sich eine Automatisierung der Erwärmung ein, die irreversibel sein wird! Nutzen wir dieses winzige, aber wichtigste Zeitfenster in der 4-milliarden-jährigen Geschichte des Lebens auf diesem Planeten!

 
 

Kommentare zu diesem Text


LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (03.09.2017)
Respekt, Respekt. Auch wenn sich über den Punkt, ob es Zufall gibt, streiten lässt, hast Du das ganze Dilemma hervorragend (drastisch) geschildert. Und ja - die Katastrophe kommt mit Riesenschritten näher. Die Frage ist, ob der Untergang noch aufzuhalten ist, denn wo soll ein plötzliches Bewußtsein herkommen, welches einen Umschwung noch ermöglichte?
Auch ist es so, daß jene, die sich für "vernünftig" halten, größtenteils mitmachen und sich keiner Schuld bewußt sind. Gerade die (Pseudo-)Vernünftigen - also unsere Intellektuellen.

Dennoch wäre Panik falsch. Als religiöser Mensch (-im Sinne der Rückbindung an den Ursprung) mache ich einfach das weiter, was ich auch auf einer gesunden Erde genau so tun würde, nämlich mitfühlend sein mit allem Leben, Verzicht auf Überflüssiges üben, meditieren, reflektieren und andere dazu anregen, das Angesprochene umzusetzen. Und last but not least: die eigene Trägheit überwinden.
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 03.09.2017:
Ich möchte mal anregen, ob das mögliche Verschwinden/Aussterben der Menschheit wirklich sooooooo eine schlechte Nachricht ist. Die Natur wird sich von dann von uns erholen, da bin ich mir sicher. Mit vielen neuen Arten. Es ist halt ein Kommen und Gehen, mit oder ohne Menschen.
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LotharAtzert antwortete darauf am 03.09.2017:
Dieter, ich will's mal romantisch sagen, nachdem du mir schon am Freitag eine Antwort im Epigarten verweigertest: Solange der eigene Tod noch nicht unmittelbar anklopft, sind laute Töne der Jugend Begleiter.
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Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 03.09.2017:
Ja, das ist mit auch schon aufgefallen, dass die Jugend mitunter eine sehr verklärt-naiv-romantische Weltsicht hat, doch Verfasser Nachtpoet ist 46 Jahre alt!!!
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LotharAtzert äußerte darauf am 03.09.2017:
Das nenn' ich mal eine kunstvoll ins Gegenteil verdrehte Aussage,
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Dieter_Rotmund ergänzte dazu am 03.09.2017:
Dann habe ich Deine Aussage komplett missverstanden.
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