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Ein heilloses Lied (ein Versuch)

Kirchenlied zum Thema Mensch und Natur


von tulpenrot

Da haben die Rosen Dornen getragen,
kyrie eleison
als wir in den Hecken nach Früchten suchten,
haben wir uns an ihnen verletzt.
Herr, erbarm dich über uns.

Da haben die Rosen Herbstschnee getragen,
kyrie eleison
als wir ihre Schönheit bewundern wollten,
waren ihre Blüten faulig nass.
Herr, erbarm dich über uns.

Da haben die Rosen Rosenrost getragen
kyrie eleison
als der Wind und der Regen die Blätter nahmen,
blieben kahl und glatt nur die Ranken zurück.
Herr, erbarm dich über uns.

Da haben die Rosen kaum sich selbst getragen,
kyrie eleison
als die Berge tauten, ins Meer versanken,
da hörten wir das Seufzen aller Kreatur.
Herr, erbarm dich über uns.

Anmerkung von tulpenrot:

Eine Umdichtung des Liedes "Maria durch ein'n Dornwald ging"


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (30.11.2017)
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idioma meinte dazu am 01.12.2017:
Biologieunterricht ist hier wirklich nicht von Bedeutung :
Das hier variierte Lied heißt :
"Maria durch ein' Dornwald ging "
Ein Wald von genau solch dornigem Gestrüpp, wo sich ca 30 Jahre später die damaligen Spötter das Material für eine Krone besorgten........
Nur als die schwangere Maria durch diesen Wald ging
" da haben die Dornen Rosen getragen........ " sagt das Lied,
was tulpenrot vielsagend umkehrt.
idi
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tulpenrot antwortete darauf am 01.12.2017:
@ Graeculus, nein, es ist nicht von Bedeutung. Wenn ich "Stacheln" geschrieben hätte, hätte ich eine banale Binsenweisheit zum Besten gegeben.
@ Danke, idi, so begann die Sache, eine Umdeutung des Liedverses. "Ein Versuch" bedeutet übrigens, dass der Text noch in mir arbeitet ...

Antwort geändert am 01.12.2017 um 09:30 Uhr
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Jorge
Kommentar von Jorge (11.05.2018)
Dornwald oder Stachelwald ist mir Schnuppe.
Der Text ist ein schöner Versuch, sich dem religiösen Liedgut mit eigenen Gedanken zu nähern.
LG
Jorge
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tulpenrot schrieb daraufhin am 11.05.2018:
Danke, Jorge, für deinen Kommentar und das Sternchen. Ich glaube auch, dass die Aussage des Textes unter den Dornen nicht leidet.
LG
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