Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Dagmar (19.02.), europa (14.02.), Manni (11.02.), minze (04.02.), nici (03.02.), PilgerPedro (03.02.), Bleha (28.01.), Largo (24.01.), arrien (23.01.), Wanderbursche (23.01.), Dorfpastor (21.01.), Plapperlapapp (21.01.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 632 Autoren* und 80 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 14.943 Mitglieder und 433.148 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 22.02.2020:
Drama
Dramen sind dafür geschrieben, im Theater aufgeführt zu werden, sie wenden sich mit genauen Szenenanweisung den Schauspielern... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Sätze mit... Lebensgefährlichem von Didi.Costaire (12.02.20)
Recht lang:  Gäste aus dem All (8-12) Die Chance für einen Neuanfang von solxxx (5625 Worte)
Wenig kommentiert:  4. The Visit von Mutter (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Gäste aus dem All (7) Die Chance für einen Neuanfang von solxxx (nur 12 Aufrufe)
alle Dramen
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

An Tagen wie diesen
von sandfarben
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich nicht danach frage, ob ich es bin." (Manitas)

Schwedische Gardinenpredigt

Gedicht zum Thema Nachdenkliches


von Oggy

Im weltoffenen Schweden
gäbe es abseits des Blechnapfs
ein exklusives Lokal,
wo man sich das kreative Gefängnismenü
eines prominenten amerikanischen Untersuchungshäftlings
auf dem fürstlich geschmückten Restaurant-Tisch
kredenzen lassen könnte.

Angesichts
solch seltsamer skandinavischer Sitte
frage ich mich prompt:
Wenn ich je
einmal das Vergnügen hätte,
diesseits oder jenseits
der berühmten schwedischen Gardinen
ein allerletztes Mal zu speisen, [1]
welche Mahlzeit
würde ich mir wählen?

Würde ich mich einfach
mit profanem Cheeseburger zufriedengeben,
wie die meisten? [2]

Würde ich stattdessen
entrecôte [3] à la bordelaise [4], pommes caramélisées à la crème acidulée,
asperges vertes, svensk smörgås, soupe à l'oignon en soupière tête de lion,
glace à la fraise, pâte de pistache, lait bourru et une bouteille de cidre [5]
bevorzugen?

Würde ich mich vielmehr
- wie im Wilden Westen üblich -
mit einer einfachen Schüssel
zu undefinierbarem Brei zerkochten Bohnen
und unterm Pferdesattel
auf zahlreichen Ausflügen
weich gerittenem Schweinespeck
begnügen?

Würde ich doch lieber
- mit Rücksicht auf die Henkersknechte
und zu Phythagoras' Ehren - [6]
auf Blähendes völlig verzichten?

Würde ich für mich in bescheidener Weise
nur zwei winzig kleine, klebrige Nußecken reklamieren,
um die eine unmittelbar zu verputzen
und die andere erwartungsvoll für "hinterher"
zurückzulegen? [7]

Oder würde ich mir
einen üppigen Teller
fette,
schön knusprig gebratene,
goldbraune Ratten bestellen,
wie seit Jahrhunderten
die Patrioten dieser Welt
in ihren gottverlassenen Schützengräben?


___________
Anmerkungen

[1] In Schweden selbst gibt es keine Todesstrafe. Im Übrigen scheint mir ein Gangsta-Rapper, der noch nie mit schwedischen Gardinen näher Bekanntschaft gemacht hat, als Gangsta-Rapper nicht wirklich überzeugend; nicht mal, wenn Donald Trump persönlich für ihn Partei ergreift.

[2] "Das am meisten [bei Hinrichtungen] gewünschte Essen ist Cheeseburger." (Wikipedia)

[3] Engl. "Ribeye-Steak", nicht zu verwechseln mit Ribéry-Steak.

[4] Nein, nur mit einem "l"!

[5] Frei nach einem Fall am 19.10.2016 in Georgia.

[6] "Berühmt war in der Antike ein strenges Tabu der Pythagoreer gegen den Verzehr von Bohnen. Die Forschung nimmt einhellig an, dass das Bohnenverbot auf Pythagoras selbst zurückzuführen ist." (Wikipedia)

[7] So geschehen in einem Fall am 24.1.1992 in Arkansas.

Allgemein:
Vgl. zum Thema auch mein Gedicht  Neulich in Texas.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von harzgebirgler (17.08.2019)
ißt wohl noch wer unverzagt
wenn der henker "mahlzeit!" sagt?

lg
harzgebirgler
diesen Kommentar melden
Oggy meinte dazu am 18.08.2019:
Zum Glück ist meistens nicht der Dichter
dem Speisenden der letzte Richter.
Wie sehr solch Mahl entzücken kann,
kommt doch aufs Ambiente an!

LG und danke für die Empfehlung,
Oggy
diese Antwort melden

© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de