halsstarrig

Gedicht

von  Erebus

.

Mauersegler tauchen tiefer,
tiefer dringt ihr schriller Schrei,
bricht den Schall am schwarzen Schiefer
meiner Sehnsucht Schweigsamkeit.

Grünend wölbe ich die Lehnen,
wurzellos und weit verzweigt,
wenn ich stürze und mein Sehnen
lautlos in den Himmel schreib.

Wenn ich mich dann zu dir neige,
nackenstarr und gar nicht leicht
ist mein Sinn, denn ich verschweige
mich und bleibe unbefreit.

Mauersegler tauchen tiefer,
tiefer aber schweigt ein Schrei,
schichtet mich zu mattem Schiefer
meiner Wünsche Wüstenei.

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Kommentare zu diesem Text


 souldeep (09.05.08)
die stille ungefreite sehnsucht
schmerzt darin sogar beim lesen,
lieber Uli.
das hast du sehr gekonnt verdichtet
und ich staune einmal mehr darüber...

es geht so weit, so weit, das leben
wollen und lässt sich käumlich in
stein bannen. und doch erstarrt man,
wenn das grünen sich im himmelweit
ungehört verliert...


du hast einige bilder, bewegte bilder
gezaubert, die mich hier mitnahmen...

herzliche grüsse
Kirsten

 Erebus meinte dazu am 12.05.08:
Liebe Kirsten,

wenn ich mir so viel Zeit für eine Antwort liess darfst du das nicht missverstehen.
Ich habe mich sehr über deinen Kommentar und dein Verstehen gefreut.
Ganz herzlich danke ich dir für deine anerkennenden Worte und dein Lob.
Derzeit schreien die Mauersegler und stürzen in den Himmel, immer tiefer und weiter, dass man fast an ein grenzenloses Sein glauben möchte.

Ganz herzliche Grüße zu Pfingsten - dem Fest der Entsendung des heiligen Geistes

Uli
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