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Kurzgeschichte zum Thema Untergang


von kaltric

Dies war nicht sein Tag.
„Verschwinde hier!“ schrie sie.
Er konnte gerade noch ausweichen, da krachte bereits ein tönerner Teller mit lautem Zerplatzen neben ihm gegen die Wand.
Er sagte lieber nichts mehr. Schnell verschwand er aus der Tür in den Hof.
„Und komme ja nicht wieder!“ rief sie ihm wütend hinterher.
Er ging langsam und bedacht den Hof entlang zu dessen Ausgang Richtung Straße. So langsam war er es eigentlich gewöhnt. Diese Streitereien zwischen ihnen beiden fanden mittlerweile fast wöchentlich statt. Sie würde sich beruhigen, er dann zurück kommen, sich entschuldigen und alles wäre wieder gut. Bis zum nächsten Streit.
Zahlreiche Menschen stoben draußen auf der Straße an ihm vorbei.
„Was ist hier los?“ fragte er einem vorbei eilenden Mann.
Dieser blickte ihn verwundert an und deutete dann aufgeregt gen Himmel.
„Sieh dir das an!“ rief er.
Und er sah zum Himmel. Ein gewaltiger Lichtschein wie von einer Feuerkugel war neben dem größeren Licht der Sonne aufgetaucht. Noch während er sie beobachtete, wurde sie langsam größer.
„Was ist das?“ fragte er nur erstaunt.
„Komm mit zum Hafen, dort sammeln sich alle“, sprach der Mann noch, bevor er davon eilte.
Er eilte sich, ihm zu folgen, zum Hafen, wo Menschen allen Schlages standen: Händler, Kaufmänner, Fuhrmänner, Kutscher, Gepäckträger, Pförtner, Schiffsbauer, Führer, Attentäter, Diebe, Kopfgeldjäger, Arbeiter, Tagelöhner, Fackelträger, Minnesänger, Unterhalter, Sänger, Musiker, Narren, Spaßmacher, Gaukler, Künstler, Seefahrer, Lotsen, Dockarbeiter, Totengräber, Angerwächter, Priester, Schriftgelehrte, Schreiber, Angestellte, Beamte, Genies, Verrückte, Wahnsinnige, Bettler, Wachmänn, Landwächter, Torwachen, Stadtwachen, Büttel, der Schulz, der Vogt und Leibwächter.
Sie alle standen da und starrten in den Himmel, sahen das Feuer weit im Süden am Horizont verschwinden. Es dauerte nicht lange, da schrien die ersten auf, denn das Wasser des Meeres stieg langsam an. Sie eilten sich, aus der Stadt zu kommen, höher gelegenes Land zu erreichen, doch es nützt nichts. Vom einem Hügel aus beobachteten sie, wie ein Gebäude nach dem anderen in den Fluten versank.
Hafen, Werft, Trockendock, Taverne, Schenke, Armenhaus, Kneipe, Metzger, Teehaus, Bäcker, Bierbrauer, Bar, Weinhändler, Krämer, Gasthaus, Marktplatz, Markthalle, Tortenmacher, Nahrungsmittelladen, Schmied, Schuster, Fassbinder, Fleischer, Käsemacher, Obsthändler, Gemüsehändler, Ledermacher, Maurer, Baumeister, Müller, Töpfer, Gerber, Weber, Holzarbeiter, Werkzeugmacher, Tischler, Alchimist, Rüstungsschmied, Waffenschmied, Goldschmied, Fachschmied, Juwelier, Buchbinder, Bogner, Pfeilmacher, Kerzenmacher, Färber, Tuchhändler, Buchhändler, Kürschner, Pelzhändler, Glasbläser, Fenstermacher, Kräuterhändler, Gewürzhändler, Schlosser, Schneider, Ziegler, Spielzeugmacher, Steinmetz, Küfer, Altershaus, Siechenhaus, Wachhaus, Gefängnis, Palast, Sattler, Sterndeuter, Wahrsager, Traumdeuter, Barbier, Rechtsanwalt, Richter, Übersetzer, Heiler, Arzt, Feldscher, Ratshalle und die Herberge.
Und auch hinter ihnen und rund um ihnen herum versank das Land im Meer, bis es schließlich auch die Spitze des Hügels erreichte.
Dies war wahrhaftig nicht sein Tag, dachte er noch, als ihn zwei Stunden später im Meer treibend die Kräfte verließen und er langsam versank.


Kommentar:
Eine sonderbare Geschichte aus der Zeit des zweiten Feuers, wie sie in mancher Küstengegend als Schrecken für die Kinder noch erzählt wird.

Solero y Cyprilla, Toljidarin                                       
Karison, Ojútolnán, 11.6.3994


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Kommentar von Graeculus (69) (28.03.2017)
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