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Die Kommuniontorte

Tagebuch zum Thema Humor


von tastifix

Für das hohe Fest buk ich -zig Kuchen, felsenfest davon überzeugt, sämtliche Gäste würden bei ihrer Ankunft knapp vor dem Hungertode stehen. Diesmal feierte Nicoletta, Tochter Nummer Zwei, ihren Ehrentag. 
Die letzten Tage vor dem großen Ereignis verbrachte ich fast ausschließlich in der Küche. Geradezu rührend hilfsbereit wich mir mein vierbeiniges Kleeblatt währenddessen nicht eine Sekunde von der Seite und widmete sich mit wahrer Begeisterung der ausgesprochen verantwortungsvollen Aufgabe, die herab fallenden Teigkrümel aufzuschlecken und ununterbrochen den Küchenboden zu reinigen.

Am Vortage der Feierlichkeiten fabrizierte ich eine komplizierte Torte. Die sollte als Krönung die Tafel zieren. Ich mischte, rührte und buk den halben Nachmittag, bis ich das Kunstwerk am frühen Abend stolz zur Bewunderung freigab. Auch meine Vierbeiner starrten es voller Bewunderung an:
„Wuhuuh, Frauchen, wie die duftet, Wahnsinn!“
Ihre Verehrung für die Torte kannte keine Grenzen und machte ihnen dann sichtlich zu schaffen. Sie verspürten offensichtlich Gelüste, die gut erzogene Hunde sofort verdrängten. Gut verzogene wie meine dagegen rissen sich nur noch gerade so lange am Riemen, wie ich, ihr menschliches Leittier, in der Nähe war. Verschwand ich überraschend aus dann bestimmt unumgänglichen Gründen, hatten die Schlingel ja genügend Zeit, den Grad ihrer eigenen Standhaftigkeit zu überprüfen.

Manchmal winkte auch Hunden das Glück. Es klingelte nämlich Sturm und zwar so dreist, dass ich die Torte auf dem Tisch Torte sein ließ und verärgert zum Eingang hechtete. Solche Störungen konnte ich da wahrhaftig nicht gebrauchen, denn es galt noch irre viel vorzubereiten.
„Eine Unverschämtheit, dermaßen impertinent zu schellen!! - Die Kinder hätten ja auch mal öffnen können!“
Aber - weshalb sollten sie eigentlich? Schließlich hielt ich mich praktischerweise im Erdgeschoss auf. Reichlich gestresst geigte ich meinem Gegenüber nachdrücklich die Meinung. Da wollte mir jemand tatsächlich am Samstagabend irgendeinen Mist andrehen. Wütend knallte ich die Tür zu. Peng!!

Fix spurtete ich zurück in die Küche, um mich nochmals am Anblick der Torte zu erfreuen. Doch dafür bot sich keine Gelegenheit. Ich sah nämlich keine mehr!
„Was ist denn hier ... !?“
Fassungslos stierte ich auf die leere Arbeitsplatte.
„Hoffentlich ist das bloß ein böser Traum!“
Ich war dermaßen geschockt, dass ich beinahe noch unter den Tisch gekrabbelt wäre, um dort nach dem Kuchen zu suchen. Gerade noch rechtzeitig fiel bei mir der Groschen:
„Mato, Quinny und Fee! Die waren ja allein hier drin. - Sch ... !!“
Noch besser hätte ich mir in dem Moment wirklich nicht Luft machen können.

„Garantiert hat Fee, dieser verrückte Fressack, die Beiden dazu an gestiftet!“
Es glaubte nämlich alles dran, was nicht niet- und nagelfest war. Und nach solchen Futterorgien wurde es der nicht einmal schlecht!
Zurück zur Rekonstruktion des Verbrechens: Mato hatte wahrscheinlich aus Solidarität zu mir zunächst gezögert, sich an der diesem unverschämten Streich zu beteiligen. Allein der Reiz der vor seiner Nase köstlich duftenden Versuchung war denn doch überwältigend gewesen. So erklommen alle Drei wie auf Kommando die so praktisch bereit stehenden Stühle. Wie ich es von Mato schon mehrmals beobachtet hatte, setzten sich Fee und Quinny ebenfalls mit tadellosen Manieren zu Tisch, um dann schnellstens zur Vollendung ihrer Gräueltat zu schreiten. Wenn die Zeit drängt, klappt dies zu dritt selbstverständlich dreimal so fix. Weil Mato aber stets großen Wert auf Sauberkeit legte, putzten sie hinterher den Tisch blitzblank, so dass wirklich kein einziger Pfotenabdruck zurück blieb. Vielleicht hatte er seine Kumpanen sogar ermahnt, ja nichts zu verschmutzen:
´Passt bloß auf das Tischtuch auf. Vielleicht hat Frauchen kein zweites!`

Wäre es nicht gerade um diese Kommuniontorte gegangen, hätte ich den sauberen Tisch vielleicht sogar noch bewundert. Stattdessen brodelte es in mir, was mir wahrscheinlich deutlich anzusehen war. Denn nach einem scheuen Blick auf mich raste Quinny sicherheitshalber an mir vorbei durch die Diele, die Treppe herauf in die oberen Gefilde und hinein in mein Zimmer, in dem er schleunigst weit unter das Bett robbte.
„Klar, dem Kerlchen schwant etwas!“
Jetzt zu den anderen beiden Sündern. Mato brachte sich schnellstens unter der Kücheneckbank in Sicherheit, wo er bestimmt den restlichen Abend zu verweilen gedachte. Nur Fee fand nicht mehr rechtzeitig ein für ihre Größe geeignetes Versteck. In geduckter Haltung hoffte sie mit Ohrenanlegen, geknicktem Blick sowie heftigem Schwanzwedeln das zu erwartende Donnerwetter abwenden zu können.

„Ihr verdammten Hundeviecher!”, begann ich meine ausgesprochen lieblose Ansprache. „Euch hat doch der Hafer gestochen. Seid ihr denn völlig durchgeknallt?”
Fast bedauerte ich es, feste Prinzipien zu haben; auch, was die Strafen für meine Tiere betraf. So durften die da ´extrem geliebten` Viecher davon ausgehen, dass ihnen abgesehen von einem festen Klaps mit dem Reklameblatt auf den Po nicht allzu viel passieren würde. Jedoch schienen diese vornehmen Tiere sogar dies als schreckliche Beleidigung zu empfinden.
„Frauchens Benehmen ist ungeheuerlich. Die nimmt doch anstatt der klugen Tageszeitungen dafür tatsächlich ein Blatt jenes allerorts überaus bekannten, niveaulosen Massenraschelzeugs. Winsel!!“
Es machte ´klatsch!` und stellvertretend für die anderen Beiden mit erntete Fee die Dresche hoch Drei. Anschließend lotste ich Mato unterm Tisch hervor und verfrachtete ihn wie auch Fee zu Quinny in mein Zimmer, in dem sie sich den Rest des Abends allein vertreiben  mussten.

Frustriert, da es sich bei dem Opfer des hündischen Verbrechens ausgerechnet um meine Prestige-Torte gehandelt hatte, begab ich mich in die Küche. Zufällig waren noch sämtlich nötigen Zutaten vorrätig. Und womit verbrachte ich dann die nächsten zwei Stunden? Brav buk ich dieselbe Torte ein zweites Mal, wobei ich diesmal lieber auf die Hilfe bestimmter, nun auch Ihnen bestens bekannter Lebewesen verzichtete. Weshalb wohl ... !??

tastifix
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Veröffentlicht am 16.01.2010. Textlänge: 891 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.135 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 06.04.2021.
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