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KierkegaardInhaltsverzeichnisLa danseuse n´est pas une femme qui danse

Kafka sprengt die Buddha-Statuen von Bahmiyan und begibt sich in die Pariser U-Bahn

Erzählung zum Thema Mystik


von toltec-head

Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, zum Beispiel die der Wiedertäufer in Münster oder die islamische Revolution des 20. Jahrhunderts, im Recht, denn es ist noch nichts geschehen.

Das klingt sehr professionell, doch das für ihn zuständige Finanzamt fällte das Urteil: Liebhaberei. Die Teilwertabschreibung auf seine PC-Kosten konnte er also vergessen.

Tatsächlich klingen manche seiner Aphos ja doch auch sehr AfD-like, zum Beispiel dieser am Gutmenschentum zweifelnde:

Wer innerhalb der Welt seinen Nächsten liebt, tut nicht mehr und nicht weniger Unrecht, als wer innerhalb der Welt sich selbst liebt. Es bliebe nur die Frage, ob das erstere möglich ist.

Er hatte den Eindruck, dass je mehr Aphorismen er auf Literaturforen postete, es desto rascher ging - nicht mit dem sich Einschreiben in die Literatur, dem Eingehen ins Archiv, was für einen Liebhaber unmöglich ist, sondern dem Zerreissen des Bandes, das ihn als bloßen Liebhaber an die Literatur gebunden hatte und damit der leeren fröhlichen Fahrt.

Du bist die Aufgabe. Kein Schüler weit und breit.

Irritierend allerdings, dass die Idioten, die heute ihre Texte über und unter meinem posten, wahrscheinlich genauso empfinden.

Verkehr mit den Menschen führt zur Selbsterkenntnis. 

Wie sollte man sich denn da nicht des anderen Tags als Selbstmordattentäter mit Sprenggürtel in die Pariser U-Bahn begeben?

Das Negative zu tun ist uns noch auferlegt, das Positive ist uns schon gegeben. Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht; sie lassen ihn auf ein Kreuz erhöhen. Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unmöglich, ein anderes unerreichbar.

Die Geschichte mit den 72 Jungfrauen lässt ihn aber dann doch vorm Äußersten zurückschrecken. Aus lauter Angst vor sich verdoppelnden Verlobten, bringt er es buddhalicher als der Buddha schließlich dahin, nicht einmal mehr sterben zu wollen. Er bittet lediglich noch untertänigst aus der alten Zelle, die er hasst, in eine eine neue gebracht zu werden, die er dann erst noch hassen lernen wird. Er kapituliert im Vorhinein vor einer Aufforderung zum Kampf, der wie ein Kampf mit Frauen ist, der statt in der Selbstzerstörung dann doch wieder nur im Bett endet.

Hat er seinen morgendlichen Apho fertig getippt, geht er so bis ca. 5 seiner Angestelltenexistenz nach.

Sein Ermatten ist dem des Gladiators nach dem Kampf gleich, seine Arbeit war das Weißtünchen eines Winkels in einer Beamtenstube.

Es ist nicht notwendig, dass du aus dem Haus gehst, bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzückt wird sie sich vor dir winden.

Zur Arbeit gehen wirst du dann aber doch. Immer rufen die Akten.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von heilerfeld (33) (24.10.2016)
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Kommentar von Festil (59) (26.10.2016)
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KierkegaardInhaltsverzeichnisLa danseuse n´est pas une femme qui danse
toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Foren-Träumereien eines einsamen Literatur-Touristen.
Veröffentlicht am 24.10.2016, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.10.2016). Textlänge: 448 Wörter; dieser Text wurde bereits 501 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 01.06.2020.
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