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Erwachen

Sonett zum Thema Aufwachen


von Ralf_Renkking

In Träumen, die Alltäglichkeit geschickt verscheuchten,
verliefen wir uns bis zum ersten Morgengrau,
der Schlaf des Wassers roch nach Butt und Kabeljau,
die in der Frühe Sumpf das Wolkenmeer entseuchten.

Wir waren uns gewiss, dass wir nur Willen bräuchten,
der Fuchs stank zwar nach Schweiß aus  dem Kaninchenbau,
doch aus den Bernsteinnischen tropfte Sonnentau,
dem Schleiertanz zum Trotz, die Augen zu befeuchten.

Die Erdung kam zu rasch, auch alte Wunden keuchten,
wir trieben mit Gewalt durch Holz,- und Drahtverhau,
doch störte uns das kaum im Antrieb und wir deuchten,

dass sich der Damm nun bricht, die Fluten plärrten rau,
schon spürten wir der Zeit verklärtes Wetterleuchten,
und als vertagter Witz schien uns der Supergau.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Artname (25.07.2019)
Dein Sonett spricht mich an. Es enthält überraschende Bilder und behauptete Zusammenhänge. Warum nicht, besser als die bloße Erwähnung von Schlaf- und Wachträumen. Selbst einige altertümliche Verben verderben mir nicht die Lesefreude.
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Ralf_Renkking meinte dazu am 26.07.2019:
Hi Artname,

danke für Deine Kritik. Die Verben sind größtenteils natürlich dem Reim geschuldet, und die andere Ausrede lautet, dass ich mindestens genauso alt bin, sie also quasi erfunden habe.

Ciao, Ralf
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Kommentar von Agneta (26.07.2019)
Gut angedacht, starke Bilder in den ersten 3 Zeilen, Ralf und am Schluss. Das Scheitern einer Rosarotbeziehung, so würde ich es lesen.
Ich würde im Bild des Meeres bleiben, und weniger ist mehr. Butt und Kabeljau, die eine Sumpf entseuchen, Wunden, die keuchen,
nein. Nicht nach dem Motto: je kryptischer, desto besser muss es sein.
Bernsteinzimmer/ Ostsee passt wieder.
So viel ich weiß, heißt es: uns deuchte... nicht wir deuchten.
LG von Agneta
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Ralf_Renkking antwortete darauf am 26.07.2019:
Hi Agneta,

danke für Deine Rezension, vom Prinzip her nicht schlecht, aber Du magst Dir wahrscheinlich nicht vorstellen wollen, was ich, und meine beiden anderen Ich, das Es und das ÜberIch, beim Aufwachen schon für Filme geschoben haben, manchmal war das schon kein Durcheinander mehr, sondern krass orientierungsbedürftig, obwohl , vallah, ich nur von körpereigenen Stoffen profitiere, sch'wöre, und wenn Du mir das nicht glaubst, berufe ich mich einfach auf die dichterische Freiheit, denn auch da hast Du recht, aber ich will, will, will, dass es sich reimt, und voila, passte das plötzlich, den Film "Was nicht passt, wird passend gemacht" kennst Du doch bestimmt auch.
Aber mal Spaß beiseite, außer 'deuchte' hatte ich kein Reimwort mehr, das musste ich mir einfach gefügig machen.
Im Endeffekt schwebte mir auch nicht das Scheitern einer Rosarotbeziehung vor, sondern der Start in den ganz normalen Wahnsinn des Tages, der unter diesen Umständen doch eigentlich recht gut begonnen hat, zumindest schien es uns so.

Ciao, Ralf

P.S.: Für mich ist Dichtung wie eine lebendige Wundertüte, alles ist möglich, und schon Bollebrand Meistersiegel bemerkte völlig treffend: "Regeln, die Du nicht brechen kannst, musst Du stauchen."
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Artname schrieb daraufhin am 26.07.2019:
aber Du magst Dir wahrscheinlich nicht vorstellen wollen, was ich, und meine beiden anderen Ich, das Es und das ÜberIch, beim Aufwachen schon für Filme geschoben haben, manchmal war das schon kein Durcheinander mehr, sondern krass orientierungsbedürftig,
O Brother, I know it...

Aber mal Spaß beiseite, außer 'deuchte' hatte ich kein Reimwort mehr, das musste ich mir einfach gefügig machen.


ich empfehle "echtreim" , da geht wesentlich mehr!
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Ralf_Renkking äußerte darauf am 27.07.2019:
Hi Artname,

ich gehe einfach mal davon aus, dass Du mit "Echtreim" die Gebilde jenseits der Haufenreimungen meinst, denn genau da liegt das Problem. weil ich ein Projekt der Haufen,- bzw. grammatikalischen Reimung am Laufen habe, das die "Kunterbuntreimung" im Rahmen der mit dem Genre "Sonett" ausgewiesenen Gedichte ausschließt.
Da kenne ich dann aber auch keine Schmerzgrenze, schon gar nicht beim Aufwachen!!!

Ciao, Ralf
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Artname ergänzte dazu am 28.07.2019:
Haufenreime der Art aaaa, bbbb, liegen hier ja ja gar nicht vor. Zu dem: Ein Sonett nur mit reinen Reimen bilden zu wollen, erscheint mir in Krisenzeiten wie heute, sorry, so nützlich wie eine Verteidigungskonzept mit dem Florett. - Gut, leben und leben lassen.
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Ralf_Renkking meinte dazu am 28.07.2019:
Nun, es ist mehr oder weniger ein Wechsel grammatikalischer, bzw. pseudogrammatikalischer Haufenreime, denn selbstverständlich ist die reine Haufenreimung ziemlich langweilig, und strapaziert selbst schon ein Halbsonett, und überhaupt, wer spricht denn hier von Verteidigung? :lach.
Das Konzept ist als Hommage an Ernst Schwabe von der Heyde, Johannes Plavius und Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau gedacht. Die Geschichte mit dem 'Leben lassen' hat sich also erst einmal erledigt, aber ich melde mich umgehend, sobald es mir gelungen ist, diese Barocker wieder zu beleben.
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Veröffentlicht am 25.07.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 25.07.2019). Textlänge: 112 Wörter; dieser Text wurde bereits 57 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.01.2020.
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