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Blatt 1-3InhaltsverzeichnisBlatt 7-9

Blatt 4-6

Sonett


von LottaManguetti

4. Herbstblatt

Die letzte Sonnenblume, trunken, nickt.
Sie findet dort am Feldrain dürftig Halt.
Noch schützt vor Wind das Blattwerk aus dem Wald.
Ein Fink hockt obenauf und pickt und pickt.

Ganz plötzlich ist sie einfach umgeknickt,
hat sich zum braunen Laub gesellt. Schon bald
streift Frost die letzten Reste, lautlos, kalt,
beißt in die Wangen uns und kneift und zwickt.

Der Überfluss bewirtet Mensch  und Tier,
ist Sättigung, Essenz und  Elixier,
ist aller Arbeit Lohn, der uns erquickt.

Nun ist es Zeit, den Zwiebelzopf zu flechten,
ist Zeit für Kerzenlicht und -schein in Nächten,
ist Zeit zu gehen. Sommer wirkt entrückt.

5. Herbstblatt

Ist Zeit zu gehen. Sommer wirkt entrückt,
von Norden naht das Jahresend mit Macht.
Wir zählen bis dahin sechs – sieben - acht –
zehn Wochen noch. Es scheint verhext, verrückt:

Kaum kam er an, hat er sich gleich verdrückt.
Neun Monde Winter, heißt es, tiefe Nacht,
dazu drei Monde ohne Sonnenpracht,
das sei, was unsre deutsche Heimat schmückt.*

Das mag so sein und dennoch schrieben
die Deutschen stets, dass sie ihr Deutschland lieben,
durchlitten tapfer mit ihm alle Krisen.

Wenn wir den Querschnitt durch die Jahre machen,
ists hier wie dort: Wir leben, lieben, lachen,
wie auch die Regenwolken uns verdrießen.

6. Herbstblatt

Wie auch die Regenwolken uns verdrießen -
ich spüre keine Trübsal, fühle Dank
beim  Äpfelschälen auf der Ofenbank;
ein Kätzchen schnurrt, es ruht zu meinen Füßen.

Die Tropfen trommeln munter auf Markisen
und jeder hat so seinen eignen Klang.
Ein Amselmännchen übt den Herbstgesang,
lässt, so wie ich, den Tag sich nicht vermiesen.

Als aus dem Dorf die Abendglocken tönen,
bin ich mit Nachbars Edelgard am Klönen
Sie meint: Die Apfelernte sei gepriesen.

Da reiche ich ihr noch ein paar Renetten,
um sie vorm ersten Winterfrost zu retten.
Zum Trotz versucht ein Löwenzahn zu sprießen

Anmerkung von LottaManguetti:

* "Neun Monate Winter und drei Monate kein Sommer. Und das nennen die Burschen Vaterland!"(Napoleon Bonaparte über Deutschland)


 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (21.10.2019)
Liebe Lotta,
sagte ich schon, dass ich hingerissen bin. Ich wage das zu wiederholen, ohne dich zu kränken. ;)
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LottaManguetti meinte dazu am 21.10.2019:
Tausend Dank, Ekki.
So leicht kränkt man mich nicht, erst recht nicht mit Begeisterung!
Lieben Gruß
Lotta
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (22.10.2019)
Lebendig geschildert, Lotta. Nur, was das Sternchen bedeutet, wird nicht aufgelöst. Vielleicht werden die Monde ohne Sonnenpracht mittlerweile mehr? Möglicherweise hat Nachbars Edelgard eine Vorahnung...
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LottaManguetti antwortete darauf am 22.10.2019:
Das Sternchen findet nun seine Erklärung in der Anm.



Lieben Gruß und tausend Dank
Lotta
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (26.10.2019)
Lottchen,
der zweite Blättersegen kommt daher mit praller bunter Pracht.
Du machst den Herbst zum Farb-Erlebnis!
Liebe Grüße
TT
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LottaManguetti schrieb daraufhin am 27.10.2019:
Heute erst hats geblättert wie verrückt! Gerade waren die Wege gefegt, ...
Lach.
Da hab ich aufgegeben und meine Häkelgardine um ein paar Reihen ergänzt.

Lieben Gruß aus (jetzt) der Stadtwohnung
Lotta
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Blatt 1-3InhaltsverzeichnisBlatt 7-9
LottaManguetti
Zur Autorenseite
Dies ist ein Blatt des mehrteiligen Textes Herbstkranz, geflochten.
Veröffentlicht am 21.10.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 22.10.2019). Textlänge: 276 Wörter; dieser Text wurde bereits 64 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 07.12.2019.
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