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Tiere possierlich

Fakten und Schönes rund um Tiere (auch nicht Haustiere)


Eine Kolumne von Nimbus



Mi., 15. Mai
Bisher 201x aufgerufen


Mitten in der Pampa - oder die, die mit den Wölfen heult


Ich war noch keine 25 Jahre alt. Mein Leben war nie besonders konventionell. Die Umstände warum ich dann irgendwo, quasi im Nichts, mit einem Beutel voll Nichts, humpelnd durch irgendeinen Wald lief, waren durchaus skurril. Da verbergen sich eine Menge Geschichten hinter, doch ich erzähle eine, die außergewöhnlichste Begegnung, die mir bislang in freier Natur passiert ist. Ich schrieb eine Art Tagebuch, sehr kryptisch, ich wollte nichts vergessen, aber weder hatte ich enorm viel Papier, noch besonders viel Zeit. Die Tage waren noch kurz, es war im Februar. Des Weiteren musste ich schauen, wo ich etwas zu essen und zu trinken her bekam. Diese "Trampaktion", die zu diesem Zeitpunkt in Portugal jedoch eher einer Wanderung glich, bezeichnete ich auch mal als Diät-Idee. Man trampe ins "Blaue" und hat nichts dabei, kein Geld, kein Personalausweis, keine Klamotten. Umso stolzer war ich über die kleinen "Besitztümer" die ich mir bis dahin zusammen gesammelt hatte. Am ersten Abend war ich bereits stolzer Besitzer einer neuen Zahnbürste als auch Zahnpasta. Ich verließ mich ausschließlich auf meine Instinkte und meine Menschenkenntnis. Sie ließen nur folgenden Schluss zu, ich wurde gesucht. Zuweilen dachte ich tatsächlich unter Paranoia zu leiden. Doch Wochen später erfuhr ich, ich wurde tatsächlich gesucht. Zu einem gab es eine nette Episode in Aktenzeichen XY ungelöst, zum anderen suchte mich tatsächlich Interpol. Sollte mal jemand auf die Idee kommen, mir nacheifern zu wollen, so sollte man sich zumindest verabschieden, sonst wird man auf einmal gesucht.
Diese Gefühl trat bei mir auf, weil ich Menschen, mit denen ich zu tun hatte, beobachtete. Ich spreche kein Spanisch und auch kein Französisch. Vieles konnte ich nur erahnen. Doch als ein LKW-Fahrer panisch vor der Polizeikontrolle floh, und eine Abfahrt wählte, mir mitteilte, er könnte mich nicht mehr mitnehmen, mich aber noch zum Essen einlud und mir immerhin zehn Euro in die Hand drückte, beschlich mich dieser Verdacht, dass ich gesucht würde. So gab es auch noch ein paar andere Beispiele und so kam es, dass ich mich mitten in der "Prärie" befand. Meine Bereitschaft gefunden werden zu wollen, war gleich Null. Ich war noch nicht da, wo ich hin wollte, und ich wusste nur, der Weg führt mich zu mir selbst. Geht es ums reine, nackte Überleben, kommt man dann auch zu dem Schluss:" Liebe ist Luxus, wenn man Hunger hat."
Irgendwo schlief ich, ich trank das Wasser aus Bächen, hatte eine Flasche dabei, die ich regelmäßig auffüllte. Essen war Glückssache. In Portugal sind die Wälder witzig. Man läuft einen Weg entlang, und auf einmal ist der zu Ende. Zu diesem Zeitpunkt bin ich über Dörfer gekommen, da sah ich die Frauen noch am Brunnen mit Waschbrett waschen, während jedes kleine Haus von einer Satellitenschüssel geziert wurde. Ich wanderte einfach in den Tag hinein. So lange mich meine Beine trugen. Einmal stand ich auf einer Eukalyptusplantage und konnte es kaum glauben, die hatte ich immer nur auf dem Kontinent der Koalas vermutet. Für diese Bildungslücke schämte ich mich regelrecht. Ich nahm sogar extra noch eine Frucht mit, um mir das bestätigen zu lassen.
Einmal im Wald wäre ich fast in eine tiefe Schlucht gefallen. Da wuchsen Bäume heraus, und ich hätte es fast nicht gesehen. Auch gibt es da Berge, die sehen aus, als wäre es eine Aneinanderreihung von Hinkelsteinen. Eine fast unwirkliche Landschaft. Doch ich musste grinsen, dachte als an Asterix und Obelix, und dachte, Obelix hat sich hier bestimmt mal ausgetobt und Hinkelsteinweitwurf ausprobiert. Es gab da auch einen ziemlich großen See. Allem Anschein nach ein Touristengebiet. Ich weiß bis heute nicht, wo ich da war. Es wäre von Vorteil gewesen akribischer Namen von Dörfern zu notieren.
Interessant waren auch die unterschiedlichen Gräber, die ich zu Gesicht bekam. Man konnte quasi erkennen, wer arm war, und wer reich war, zumindest im Leben. Auch Pfahlbauten bekam ich zu sehen. Meistens ging ich die Straßen entlang, kleine Straßen, irgendwo im Nichts. Das war auch die einzige Möglichkeiten mal einen Happen zu Essen zu erhaschen. Doch am wohlsten fühlte ich mich im Wald. Das ist bis heute geblieben. Wie viel Kilometer ich am Tag gelaufen bin, kann ich nicht einmal schätzen. Doch acht Stunden am Tag lief ich meistens. Ich bekam Probleme mit meinen Knien. Berg auf steigen ging noch, Berg ab jedoch war eine Katastrophe. Irgendwann begann ich zu humpeln. Meine Hüfte schmerzte. Das wunderte mich nicht wirklich. Eine solche Belastung, Tage-, Wochenlang, musste der Körper erst einmal kompensieren. Ein gewisser Nährstoffmangel war nicht auszuschließen.

Genau so und ziemlich abgemagert "erklomm" ich gerade einen "Berg", hielt inne und fing an nach meiner Flasche Wasser in meinem Beutel zu suchen. Ich weiß beim besten Willen keine genaue Entfernung mehr. Es waren bestimmt zehn Meter die wir voneinander Distanz hatten, weit genug weg, um mir nicht direkt in die Hose zu machen, aber nahe genug, um einen paar Augen unmittelbar zu begegnen. Ich wagte mich nicht zu atmen. Bewegungslos stand ich da, ohne diesen Blicken auszuweichen. Er war nicht alleine. Würde ich behaupten, ich hätte Angst gehabt, so wäre das gelogen. Dieser Moment hatte etwas magisches, und irgendwie fühlte ich mich diesem Tier, diesem Wolf verbunden. Ein seltsamer gegenseitiger Respekt war spürbar. Der Wolf schaute kurz weg, und dann noch mal zu mir hin, als würde er sich verabschieden. Bevor er im Wald hinter einen Hügel mit seinem Rudel verschwand. Erst im Nachgang machte ich mir Gedanken, wie wehrlos ich gewesen wäre, hätte sich das Rudel entschieden mich zum Mittagessen verspeisen zu wollen. Also suchte ich mir erst mal einen Stock, den ich auch als Spazierstock nutzte. Doch mir war klar, dass hätte mir auch nicht wirklich etwas genutzt.
Angst aber hatte ich immer noch keine. Angst hatte ich eher vor diesen komischen zweibeinigen Wesen, die sich Homo Sapiens nennen, und eigentlich ziemlich hässlich durch ihre Nacktheit sind. Im "Tagebuch" war lediglich der Vermerk:" Wölfen begegnet, Stock gesucht - trotzdem genialer Augenblick."

Im Nachgang erklärte man mich für bescheuert. "In Portugal gibt es keine Wölfe." "Du hast sie bestimmt mit wildernden Hunden verwechselt." (Ich glaube bei wilden Hunden hätte ich nicht soviel Glück gehabt.) Ich zweifelte jedoch nie daran, was ich gesehen hatte, und ich werde auch nie diesen Blick vergessen, von diesem stolzen Wolf, der starr auf einer kleinen Anhöhe stand, und mich direkt anblickte. Ich erfuhr später, dass es tatsächlich Wölfe in Portugal gibt. Sehr sehr scheue Wölfe, die den Menschen meiden. Es war regelrecht ein hohes Maß an Glück, ihnen begegnet zu sein.
Vielleicht, möglicherweise war das der Grund, warum ich gegenseitigen Respekt fühlte, wir beide fühlten uns nicht sicher beim Menschen. -


 
 

Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (15.05.2019)
Immer wieder in Deinen Texten, ein mysteriöser möglicher Weise. Wer ist dieser Mann? Was macht ihn (vielleicht) so klug?

Kommentar geändert am 15.05.2019 um 09:18 Uhr
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Nimbus meinte dazu am 15.05.2019:
Geändert. Dieser Fehler passiert mir bestimmt nicht nochmal.
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Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (15.05.2019)
Viel Lärm um nichts.

Das Kolumnenthema heißt "Tiere possierlich". Lesen kann ich eine wortreiche Schilderung über eine "Wanderung/Trampaktion" inklusive einer fast geisterhaften Begegnung mit einem Wolf, den es erst nicht gibt in Portugal und dann doch wieder.

Ich sehe die Mühe der Autorin, dem Leser den Wolf als respektables Tier an sich "schmackhaft" zu machen, ein Loblied, das meines Erachtens jedoch gründlich misslingt, einfach, weil die widersprüchliche Romantik, in die sich die Autorin verstrickt, zu dick aufgetragen wirkt. Warum die Protagonistin in dem Zusammenhang plötzlich Angst vor dem hässlichen nackten Menschen bekommen will, erschließt sich mir erst recht nicht, war sie doch auf eigenen Wunsch wochenlang auf sich alleine gestellt. Ich empfehle der Autorin, untenstehende Seite zu inspizieren oder nur mal 1 Buch von Jack London zu lesen. Ich lese dann lieber die eine oder andere Kätzchenschnurre, weil ich weiß, das kann sie, die Kolumnenautorin.

 wolfcenter.eu

Angenehm auffallend ist die fast korrekte Rechtschreibung.

Kommentar geändert am 15.05.2019 um 22:38 Uhr
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Nimbus antwortete darauf am 15.05.2019:
Für jemand der erwartet das man seine Lyrk interpretiert, stelle ich fest, wie unaufmerksam Du die Kolumne gelesen hast.

Hinweise, dass die Protagonistin auf dem Weg zu sich selber findet und nicht gefunden werden will, lässt die Assoziation zu, dass sie vor Menschen flieht. Warum war sie so lange auf sich selbst gestellt? Hattest Du selber noch heraus geschrieben. Damit an für sich die Frage beantwortet, ohne es zu realisieren.

Des Weiteren haben andere Personen (daher die Anführungszeichen) behauptet es gäbe keine Wölfe in Portugal, nicht die Protagonistin.

Da diese Geschichte eins zu eins passiert ist, mir, werde ich mich hier wohl nicht als ahnungslos hinstellen lassen. Von mir aus die Protagonistin.

Tiere possierlich, nun ja, nicht jedes Tier ist possierlich und es ist eine Tierkolumne die ich großzügig auslege.

Viel Lärm um Nichts? Die Begegnung mit den Wölfen war kein Nichts!

Danke fürs vorbei schauen.

Permanent die Rechtschreibung zum Thema zu machen ist genau wie der Kommentar.-
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Lluviagata schrieb daraufhin am 15.05.2019:
Schade, dass die Autorin verschnupft ist. Der Autor überlegt, was er schreibt und der Leser überlegt, was er liest. Und das sei jedem unbenommen. Für seinen Kommentar, in den der Leser Zeit und Mühe gesteckt hat, in der Luft zerrissen zu werden, ist unschön.
Und schade auch, dass die Rechtschreibung zum Thema überhaupt erst gemacht werden muss, wenn sich jemand mit Eifer anbietet, Kolumnen zu verfassen.
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Nimbus äußerte darauf am 15.05.2019:
Ist klar, die Autorin hat sich keine Mühe mit dem Gegenkommentar gemacht. Nein. Überhaupt nicht!
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Dieter_Rotmund ergänzte dazu am 17.05.2019:
Nun, "..weil die widersprüchliche Romantik, in die sich die Autorin verstrickt, zu dick aufgetragen wirkt", das trifft zwar zu und ist treffend formuliert. aber deswegen ist der Kolumnentext nicht gescheitert. Größtes Manko ist, dass einfach Kommas an wichtigen Stellen fehlen, so musste ich z.B. " Es wäre von Vorteil gewesen akribischer Namen von Dörfern zu notieren" mehrmals lesen, um zu ahnen, dass da ein Komma hineinmuss, und dann wo, und dann ergab es einen Sinn. Ob es der von der Autorin gewünschte Sinn ist, dass weiss ich nicht, aber so geht es mir mit vielen von Nimbus' Texten.
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