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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Samstag, 23. Februar 2013, 16:33


Wer mag, darf auch mal wieder weiße Kaninchen bemühen

von m.o.bryé


Studieren ist schön oder spannend oder positiv, aber es ist anstrengend, sich die Sprüche über das süße Studentenleben wieder und wieder anzuhören, obwohl man doch auch Mensch ist wie jeder. Das heißt, immer gibt es Dinge, die man erreichen oder erleben möchte, lernen, genießen und erledigen. Dass Prioritäten zu setzen sind, ist keine Frage, aber auch dieses Ordnen verlangt schließlich Zeit, die es nicht gibt. Und so kommt es, dass man hört: „Die paar Minuten hat man immer“ und nichts erwidern kann manchmal. Nur ein paar Minuten für diese oder jene Übung, sei es nun Sport oder Gedächtnistraining. Ein paar Seiten lesen kann man gut vor dem Einschlafen im Bett, Blogs und Nachrichten beim Abendessen verfolgen. Das soziale Gewissen lässt sich schon beim bewussten Einkauf beruhigen, oder mit ein paar donatierenden Klicks, die dauern: ein paar Minuten.

Aber die paar Minuten sind Blödsinn; ich weiß auch gar nicht, warum sich das hält – jeder weiß doch, dass diese Minuten sich zu mehr als 24 Stunden aufaddieren, Schlaf oder Arbeit noch gar nicht mitgerechnet. Man kann sein tägliches Etwas vergessen, wenn die Liste so lang ist wie eine Rolle Klopapier. Es ist zu putzen, zu lernen für a, b, c und x, zu arbeiten/zur Schule/zur Uni zu gehen, Essen zu machen, einzukaufen, das Weltgeschehen zu verfolgen, es sind Emails zu schreiben und zu lesen, Projekte voranzutreiben und zu koordinieren, der Tag wäre schon so gut wie vorbei. Es fehlen die spezifischen Dinge, die kurzfristig akut und akuter sind, etwa die Vorbereitung einer Klausur, eines Urlaubs, das Schreiben einer Hausarbeit oder mehrerer, die Ausarbeitung eines Arbeitsplanes, Bewerbungen, Feiertage oder solches Zeug. Und es fehlen all die Vorsätze. Ich will fotografieren lernen, wieder zeichnen, mehr programmieren, fitter werden in Geschichte, Chemie und Mathe, neue Musik aufspüren, laufen, klettern, Gymnastik für meinen blöden Rücken machen, nach anderthalb Jahren doch mal noch Begrüßungsgeld beantragen, R.s Texte illustrieren, A.s Geburtstagsgeschenk beenden, das Prospekt für O. fertigstellen, mehr Kafka lesen, T-Shirts drucken und Sprachen flüssig machen.

Als wäre ich allein damit. Aber während jeder sagt: „Es ist so viel zu tun“, denkt man dann doch: „Ich habe viel zu tun“, und man denkt sich: „Morgen, morgen“, obwohl man weiß. Und wer hat schon Zeit.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


BLACKHEART
Kommentar von BLACKHEART (24.02.2013)
Lena, tröste dich. Später im Arbeitsleben wird es auch nicht viel anders sein. So hast du wenigstens etwas, worauf dich das Studentenleben vorbereitet.
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MelodieDesWindes
Kommentar von MelodieDesWindes (24.02.2013)
Timemanagement, wie es so schön anglizistisch tönt, ist beinah eine Wissenschaft für sich. Es gibt da ja so tolle Prioritätenkoordinatensysteme, die da helfen, mit den Dimensionen von Dringlichkeit und Wichtigkeit. Haben mir zeitweise gut geholfen - aber am besten ist es sowieso, sich auf etwas zu konzentrieren. Man kann schlicht nicht alles, was man will, auch machen. Das hat mir ein Uniprof mit auf den Weg gegeben, und Recht hatte er! Das Problem ist nämlich, dass man zu gar nichts kommt, wenn sich die Aufgaben häufen. Ist genau dasselbe, als wenn man in der Bib sich vier Bücher ausleiht - und schließlich gar keines gelesen hat. Besser: EIn Buch, und das dann auch wirklich lesen. Meine meinung. VG MDW
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m.o.bryé
Kommentar von m.o.bryé (24.02.2013)
Danke für eure Kommentare, ihr beiden.

Blacky: Im Arbeitsleben gibt es den bedeutenden Unterschied, dass man eben nicht ständig unterstellt bekommt, man hätte ja nichts zu tun. Oder, wie du es ja auch implizierst, dass das Studium letztlich ja eh mehr eine Spielerei oder halt ein überflüssiger Luxus sei. Vor allem aber gibt es in den allermeisten Positionen einen mehr oder minder klar definierten Feierabend, und selbst, wenn man Überstunden schiebt, gibt es einen Punkt, an dem man zuhause ist und dann eben für diesen Tag fertig mit dieser Aufgabe. Im Studium muss man diesen Feierabend und die Obergrenze der eigenen Anstrengungen selbst setzen, das ist psychisch schon etwas ganz anderes.

MelodieDesWindes: Grundsätzlich hast du recht, aber das ist es unter anderem, was ich meine: Dieses Zeitmanagement auf die Reihe zu bekommen, erfordert auch wieder Zeit und Konzentration; und es funktioniert nicht immer, weil es häufig ja leider nicht oder nur begrenzt darum geht, was man wirklich will (das ist dann nur das Luxusproblem, das noch obenauf kommt), sondern sich teilweise verschiedene Dinge überlappen, die man so nicht beeinflussen oder vorhersehen kann. Z.B., wenn man krank wird und sowohl Weihnachten wie auch zwei Deadlines vor der Tür stehen oder so.
Außerdem erfordern solche Prioritätenlisten einen ziemlichen Egoismus in manchen Situationen. Das hat auf Dauer dann auch wieder Konsequenzen, die man mit berücksichtigen muss.
Wäre das ein Problem, dass ich nur von einzelnen kenne, wäre es ohnehin noch mal eine andere Geschichte. Aber es ist vielmehr ein Massenphänomen. Das finde ich irgendwie bedenklich.
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