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Widerspruchsbescheid beim WDR-Intendanten anfordernInhaltsverzeichnis

Antwort vom WDR

Text zum Thema Zwang


von Rudolf

Sonntag, 19.01.14


Nun ist es ja so, dass ich nicht wirklich eine Antwort von Herrn Buhrow erwarte. Ich bin ja nicht blöd. Herr Buhrow ist wichtig. Er ist Intendant des WDR, eines öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders, der im Jahr 2012 für 1.300.000.000 Euro Staatsräson verbreitete. Ich bin unwichtig. Ich bin Wutbürger und ich darf mich zwangsweise mit 200 Euro pro Jahr an dem Budget des WDR beteiligen, obwohl ich weder Radio noch Fernseher besitze.

Heute kam dann das ersehnte Schreiben, damit ich endlich Klage gegen den Rundfunkbeitrag einreichen kann. Genau genommen kam es halb; es ist die Ankündigung, dass mir in den nächsten Tagen der benötigte Widerspruchsbescheid zugeht.

Aber gut, Herr Buhrow lässt ausrichten, dass er sich für mein Schreiben bedankt. Dann geht es über zwei DIN-A4-Seiten weiter, wie toll alles mit Gesetzen und Staatsverträgen zwischen 16 Ländern geregelt ist. Schmunzeln muss ich an der Stelle, als die Umstellung des Rundfunkbeitrags in 2013 mit dem technischen Fortschritt begründet wird. Seither hängt die Zahlungspflicht nicht mehr davon ab, ob man ein Empfangsgerät besitzt, sondern ob man einen Wohnsitz hat. Wenn der Fortschritt beim WDR angekommen wäre, wüssten sie, dass es technisch kein Problem ist, das gesamte Programm in Bezahlfernsehen umzuwandeln und zwar so, dass die, die es nutzen, von denen, die es nicht nutzen, leicht getrennt werden können.

Na gut, wenigsten wurde mein Schreiben bearbeitet. Als unwichtiger Wutbürger erfreue ich mich an den kleinen Dingen im Leben. Dann werde ich also weiter auf meinen Widerspruchsbescheid vom mächtigen WDR warten.


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Kommentare zu diesem Text


Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (30.08.2015)
Kommt mir bekannt vor. Danke, dass du es sorgfältig protokolliertest.
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