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Schubert

Kurzprosa


von Oreste

Jeden Morgen nach dem Aufstehen zählt Schubert die verbliebenen dreiundzwanzigtausendeinundvierzig Haare auf seinem Haupt. Nach dem letzten Haar – es ist dann spät am Abend – dokumentiert Schubert das Ergebnis in seiner eigens zu diesem Zweck angelegten Tabelle. Als nächsten Tagesordnungspunkt absolviert Schubert sein halbstündiges Programm zur Entspannung der Gesichtsmuskulatur. Schließlich legt sich Schubert ins Bett, schläft ein und träumt.

In seinem Traum erscheint ihm sein alter Herr – ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier aus Greven –, dessen Kopf so rot ist wie die untergehende Sonne von Gran Rosario. Der Monarch mit dem Roth-Händle-Atem und dem beängstigend markanten Kinn. Der General, der – Schubert erinnert sich – mit kahlem Haupt und steifem Blick seinem eigenen Penis in erigiertem Zustand glich.

Anmerkung von Oreste:

2017


 
 

Kommentare zu diesem Text


Stimulus
Kommentar von Stimulus (11.01.2019)
Ohne dass es mich aus den Socken haut, genügt das auf jeden Fall von der Idee her meinem Qualitätsanspruch und nähme ich es in meine persönliche kV-Anthologie auf, auch wenn mich der dreifache "Alte Herr", zumal in seiner doppelt groß geschriebenen Variante, irritiert. Selbstverständlich ist klar, warum das so geschrieben steht, aber ich werde als Leser ungern mit der Nase darauf gestoßen.

Und ich blieb im Konjunktiv, denn natürlich habe ich Haarspalter auch noch etwas zu bekritteln: Diese 98.000 Haare stießen mir sofort auf, als a) zu "runde" und b) viel zu hohe Zahl. Hier hätte ich, auch und gerade um das penible Notieren zu unterstreichen, nicht nur eine exakte, sondern auch plausible Zahl genommen. Selbst bei zügiger Zählweise benötigte dieser Schubert mindestens vier Tage für ein solches Projekt.

Aber es wird deutlich, wie sehr Schubert mit seiner durchaus ansehnlichen Haarpracht wenigstens in dieser Kategorie seinen Vater übertreffen kann; ein Gedanke, der ihm bei der Aufrichtung seiner kümmerlichen Männlichkeit sicher hilfreich ist. Und dann hat er nicht nur Macht über den Vater, er kann ihn auch wieder klein kriegen. Gleichzeitig großartiges und entsetzliches Kopfkino. Das ist und das bleibt eine wirklich gute Idee.

Kommentar geändert am 11.01.2019 um 05:53 Uhr
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Oreste meinte dazu am 11.01.2019:
Kurz: Die Anzahl der Herren bleibt, die Alten sind geschrumpft, die Anzahl der Haare wurde reduziert und konkretisiert.

Ich kann mich nur immer wieder bei dir bedanken, dafür, dass du meine Texte ohne Not besser machst.

Gruß
O.
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toltec-head antwortete darauf am 11.01.2019:
Blöde Kulturschwuppe. Stimulus - wer soll das eigentlich sein?
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Stimulus schrieb daraufhin am 11.01.2019:
ohne Not

Folgt man anderen, habe ich es sehr nötig.
Stimulus - wer soll das eigentlich sein?

Ein ganz reizender Reaktionsauslöser. Oder eben Kulturschwuppe.
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Oreste äußerte darauf am 11.01.2019:
Und? Hast du's nötig?
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Stimulus ergänzte dazu am 11.01.2019:
Eigentlich plante ich mit neuem Auftreten einen Strategiewechsel: Ich wollte einfach alles nett begrüßen und dann auf meine unreifen Ergüsse ausgereifte ebensolche erhalten. Leider wurde ich sofort dekuvriert, da war das auch wieder Essig. Und dabei hätte ich es so etwas von nötig. Interessiert dich das wirklich?
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Oreste meinte dazu am 11.01.2019:
Klar, warum nicht? Nur warum sich selbst etwas beweisen, wofür der Beweis doch andernorts bereits dutzendfach erbracht wurde?
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toltec-head
Kommentar von toltec-head (11.01.2019)
Reif für die Psychoanalyse tät ich sagen
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Oreste meinte dazu am 11.01.2019:
Hat bei dir doch auch nichts gebracht.
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toltec-head meinte dazu am 11.01.2019:
Doch klar, Drive überlass ich seitdem Strümpfen und Krawatten.
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Oreste meinte dazu am 11.01.2019:
*seufz
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Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (11.01.2019)
[In seinem Traum erscheint ihm sein alter Herr – ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier aus Greven –, dessen Kopf so rot ist wie die untergehende Sonne von Gran Rosario, der Monarch – der mit dem Roth-Händle-Atem – dessen Kinn beängstigend markant ist, der General, der – Schubert erinnert sich – mit kahlem Haupt und steifem Blick seinem eigenen Penis in erigiertem Zustand glich.]

Was meinst Du, Oreste? :-D
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Oreste meinte dazu am 11.01.2019:
Das ist nicht schlecht, liebe Llu - ich überlege noch, ob es mir besser gefällt als meine drei alten Herren. Gib mir noch etwas Zeit. (;
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Lluviagata meinte dazu am 11.01.2019:
Drei solche alte Herren, och, das wäre mir persönlich zu stinkig. Der General hingegen, der steht aufrecht, immer bereit zum Gefecht. :-P
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Oreste meinte dazu am 12.01.2019:
So. Zu Ende überlegt und größtenteils übernommen.

Danke, Llu!
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Oreste
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Veröffentlicht am 11.01.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 12.01.2019). Dieser Text wurde bereits 146 mal aufgerufen; der letzte Besucher war Marjanna am 22.01.2019.
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