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Tagebuch zum Thema Angst


von Xenia

Mein Magen knurrt.

Ich suche alles zusammen, was ich noch in meiner Küche finden kann. Die Auslöse ist erbärmlich: Eine halbe Packung Toast, eine trockene, angekaute Scheibe Gouda, ein Rest Tomatenmark. Das Hundefutter ist auch fast leer. Mein Hund sieht mich wehleidig an und wedelt halbherzig mit dem Schwanz. In den letzten Tagen waren wir immer erst nach 23 Uhr draußen und dann auch nur kurz.

Ich seufze. "Sieht so aus, als müssten wir einkaufen gehen, Digga. Kommst du mit?" Mein Hund schaut mich doof von unten an, was ich als Zustimmung werte, also suche ich mir irgendwas zum Anziehen, das nicht allzu sehr stinkt, zünde mir eine Kippe an, packe ein bisschen Geld, meine restlichen Zigaretten, und den Haustürschlüssel ein. Dann gehen wir raus. Der Hund scheint sich zu freuen. Mir ist das alles zu laut und grell hier.

Die Sonne brennt.

Es sind circa 800 m bis zum Supermarkt, doch ich laufe eine gefühlte Ewigkeit und komme einfach nicht an. Es ist nachmittags gegen 15 Uhr. Für meinen Geschmack sind hier deutlich zu viele Menschen. Sie beobachten mich, teilt mir die Stimme in meinem Kopf mit. Ich versuche, sie zu ignorieren, doch mir bricht der Schweiß aus. "Digga, komm mal bei Fuß." Er tollt vor mir her, doch mir ist das alles zu viel. Ich bin grandios überfordert.

Zum Glück hört der Köter so gut. Ich liebe ihn abgöttisch. Er trottet an und es wird ein bisschen ruhiger in mir, als ich über sein kurzes, stumpfes Fell streichle. Jemand wie ich sollte eigentlich kein Haustier halten, aber ich weiß nicht, was ich ohne ihn machen würde- Noch mehr durchdrehen wahrscheinlich.

Wir sind da.

Ich binde meinen Hund vor dem Supermarkt an und geh rein. Hastig krame ich zusammen, was ich zum Leben brauche. Es ist so zum Kotzen, seit ich das letzte Mal hier war, haben sie dort wohl schon wieder umgestellt. "Tschuldigung ", spreche ich eine Angestellte von hinten an, die sich daraufhin schlagartig umdreht und mich derart anstarrt, dass ich einen Anflug von Panik meinen Hals hoch kriechen spüre.." Wo ist denn das Hundefutter?" "Dritter Gang ganz rechts unten ", brabbelt sie kaum verständlich und ich begebe mich auf meine weitere Suche.  Wer von uns beiden erleichterter ist, als ich weiter gehe, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich kann meinen Angstschweiß riechen und verfluche meinen spontanen Einfall, in diesen Vorhof der Hölle zu gehen. Freiwillig.


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Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (17.01.2020)
Hallo Xenia,
die Angst vor dem Einkaufen kann ich gut nachvollziehen, denn sie wird von dir gut beschrieben. Falls der Text autobiographisch sein sollte, empfehle ich Aldi Süd: Die stellen nur in Ausnahmefällen um, und du kannst dir deinen Einkaufszettel nach Lage der Regale erstellen. In 10 Minuten biste wieder draußen.
Der "Vorhof der Hölle" entpuppt sich hier als Furcht vor Nähe. In deinem "Tagebuch" konzentriert sich der Wunsch danach allein auf ein sog. unvernünftiges Tier, das aber besser Bescheid weiß als die Protagonistin selbst.

Liebe Grüße
der8.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (17.01.2020)
Bin zwar kein Hundefreund, dennoch gerne gelesen.
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Xenia meinte dazu am 17.01.2020:
Wofür genau ist es für den Text wichtig, ob du Hunde magst?
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Dieter_Rotmund antwortete darauf am 18.01.2020:
Ist unwichtig, ich habe mir nur eine kleine private Anmerkung erlaubt.
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