Besuch vorm Fenster

Gedankengedicht zum Thema Nacht

von  Martina

Die Nacht schaut hinauf
und kriecht durch mein Fenster
Hab schon gewartet
seit Stunden auf sie
Lag auf meinem Bett
und hatte meinen Blick
unter die weißgestrichene Decke geheftet
Starr und steril
waren beide dort lange vereint
Nun wurden sie getrennt
denn die Dunkelheit
durchschnitt dieses Band
Mein Blick streift nun
unkoordiniert durchs Zimmer
nirgends ein Punkt
an dem er sich hängen könnte
Nur das Dunkel
legt ihm seinen Mantel
der Stille um
Will nach innen blicken
in der Hoffnung
so etwas Halt zu finden
doch auch dort
ist nichts
als gähnende Leere
Erst wenn die Nacht wieder
aus meinem Fenster kriecht
wird mein Blick wieder einen
festen Platz finden
Zumindest ER


M.Brandt

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Kommentare zu diesem Text


 AZU20 (13.03.08)
Ein bisschen unheimlich. Die Nacht ist aber doch zum Schlafen da. Gut geschrieben. LG

 Martina meinte dazu am 13.03.08:
Grins...für mich ja auch :0) Danke dir...fürs Gefallen...Lg Tina mit Tee in der Hand
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