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InhaltsverzeichnisTodkäppchen, der böse Rolf und die noch bösere Großmutter

The life and lies of Schrumpelstilzchen oder "Das ist der Wahrheit, Baby, und nichts als der Wahrheit!"

Geschichte zum Thema Wahrheit


von Skala

Dramatis personae

Schrumpelstilzchen, -is, (n.)
Der gestiefelte Pater, -is, (m.)
Bruce, -ūs (m. oder f.)
Frau Postbote, -ae (f.)
König Stefan I, -i (m.)
Diverse nicht Erwähnenswerte



Vor nicht allzu langer Zeit lebte in einem fremden Land (das so ungefähr zwischen Feuerland und Sibirien liegen musste, was aber natürlich niemand so genau sagen konnte, da das Land schließlich ein fremdes war) ein kleines Wesen namens Schrumpelstilzchen. Es wohnte in einer kleinen Kate in einem Steinbruch, wo es für den habgierigen König Stefan I aus dem Geschlecht der Effenberger, den man auch aufgrund seiner unmöglichen Lache, seiner mickrigen Statur und mehr oder minder vorhandener Intelligenz „Hyäne“ nannte, tagein, tagaus Steine in Gold verwandeln musste. Dafür hatte Schrumpelstilzchen nämlich ein bemerkenswertes Talent, und es sicherte ihm sein Überleben.
Eines Tages allerdings, als Schrumpelstilzchen wieder einmal mit ein paar simplen, grauen Gesteinsbrocken in seiner Hütte saß, sie sich Stück für Stück in den Mund schob und die magische Formel („Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Golddukaten scheiß’!“) murmelte, klopfte es an der Tür.
„Die Post ist da! Einen ganzen Korb voll…“
„Einen Moment!“, rief Schrumpelstilzchen, stand trotz heftig rumorenden Magens auf und öffnete. Vor ihm stand eine blonde Frau im Dirndl, einen Weidenkorb in der Hand und ein strahlendes Lächeln im Gesicht.
Schrumpelstilzchen zog erstaunt die Augenbrauen hoch.
„Was’n das jetzt? Hat die Post ’ne neue Uniform?“
„Nein, nein!“, strahlte die Blondine Schrumpelstilzchen an. „Scherzkeks Schrumpelstilzchen scherzt genauso schamlos wie Schweinebauer Schorsch in der letzten Staffel von…“
Schrumpelstilzchen ging ein Licht auf. „Ach so“, sagte es, „du bist die Neue. Ja, von dir hat man mir schon erzählt. Bist bei irgendeinem Privatsender gefeuert worden, weil die siebenhundertundzweiunddreißigste Staffel von diesem seltsamen Landwirtherzblatt nur noch vier Millionen Zuschauer pro Folge verzeichnen konnte. Habe ich in der BILD gelesen. Und weil du’s einmal so schön drauf hast, biste dann ausgewandert und hast hier bei der Post angefangen… ja ja, was es nicht alles gibt…“
„Auch Scherzkeks Schrumpelstilzchen haben wieder viele Frauen geschrieben…“ (Grunzen von Seiten Schrumpelstilzchens) „…drei Briefe hat er bekommen, das sind immerhin so viele, wie der singende Schäfer Heinrich damals vor siebenhundertundneunundzwanzig Staffeln, der einfach ins Sauerland gesteckt worden war… und aus diesen dreien kann sich Schrumpelstilzchen jetzt zweie auswählen, deren Verfasser er dann zum großen Scheunenball einladen darf.“
Schrumpelstilzchen knurrte. „Ne ne, Schnecke, is’ nix. Erst mal gibt’s hier im Land keinen Scheunenball sondern nur Fußball, zweitens habe ich nicht mal ein Geschlecht, und für Neutra gibt es bei euren bescheuerten Kommerzvereinen noch kein Format und drittens werde ich nicht zwei auswählen sondern sofort zwei in die Tonne befördern. Sind nämlich keine Liebesbriefe sondern Rechnungen. Siehste, hier! Und jetzt sie zu, dass du deine Briefe hier an den Mann kriegst, der Böse Rolf und Zornröschen warten schon, und die solltest du bei Gott nicht zu lange warten lassen, wenn du an deinen perfekt geformten Waden und deinem wunderschönen Gesichtchen hängst.“ Mit diesen Worten knallte Schrumpelstilzchen der verdutzten Briefträgerin die Tür vor der Nase zu, beförderte die zwei Rechnungen geradewegs ins Kaminfeuer und wandte sich neugierig dem dritten Brief zu.
„Endlich mal was Neues“, murmelte es zu sich selbst. „Greg hat wieder lange auf sich warten lassen.
Mit seinen langen Fingernägeln riss es den Brief seines amerikanischen Brieffreundes, den es im Internet in einem Forum namens SchweinVerschlag (dessen genauere Bedeutung hier jetzt aus Jugendschutzgründen nicht aufgeführt werden darf) kennen gelernt hatte, und an den es mit einer dringenden Frage geschrieben hatte, auf.

Liebes Schrumpelstilzchen,
schrieb Greg,
Weil ich dich nicht verunsichern will, sage ich dir sofort, dass die von dir beschriebenen Symptome nicht die Vorboten einer unheilbaren Krankheit sind (und ich hoffe, dass die blonde Sekretärin, der ich das, was ich dir gerade schreibe zum Übersetzen geben werde, fähig genug ist, dir alles, was ich dir sagen will, schonend beizubringen). Gut, wo war ich? Ach ja, Vorboten. (Entschuldige bitte, wenn ich ein bisschen wirr schreibe, aber gerade habe ich (Multitasker, der ich bin) einen Chat am Laufen (auf SchweinVerschlag), mit einer Lady, von der ich noch nie etwas gehört habe, und hinter deren Namen ich meine alte Kollegin Cameron vermute, was mich tierisch anmacht!). Vorboten. Ja. Es ist keine Krankheit, an der du leidest, folglich sind dein beständiger Haarausfall, die – wie du so lyrisch schreibst – welkende Haut und das Knacken in den Gelenken keine Symptome, sondern schlicht und ergreifend normal, denn das, woran du leidest, heißt einfach ‚Alterungsprozess’. Kurz und gut: In ein Paar Jährchen mehr oder weniger wirst du sterben (habe bei deiner Spezies nicht so die Erfahrungen, und da du es ja ablehnst, mich in Amerika zu besuchen und dich zum Zwecke einer allgemeinen Studie zur Verfügung zu stellen, kann ich auch nicht sagen, wie lange du noch hast).
Ich empfehle dir keine Medikamente, weil es da keine gibt (Außer vielleicht einem, das man ‚Botox’ nennt, hast du wahrscheinlich noch nie von gehört –

Empört schüttelte Schrumpelstilzchen den Kopf.
- und nur die äußeren Erscheinungen mildert. Würde ich an deiner Stelle aber nicht in Erwägung ziehen, wenn du nicht aussehen willst, wie ein graues Monchichi.). Das Einzige, was ich dir sagen kann, ist, dich schleunigst um einen Platz in einem Altenheim zu bemühen.
In der Hoffnung, dich irgendwann einmal lebend kennen lernen zu können.
Dein treuer Freund  Greg H.
PS: Dein neues Fotoalbum, Herzchen, einfach nur ….


„So ein Mist“, fluchte Schrumpelstilzchen und faltete den Brief zusammen. „Alterungsprozess… was soll denn das heißen? Und wieso glaubt Greg, ich wüsste nicht, was Botox ist? War doch letztens noch bei Chiara eingeladen… Ja?“
Wieder hatte es an der Tür geklopft. „Ist offen!“ Schrumpelstilzchen schaute, wer eintrat.
„Oh, hey“, sagte es, als sein Freund der Gestiefelte Pater eintrat. „Gelobt sei Jesus Christus“, bekam es zur Antwort.
„Schon klar.“ Schrumpelstilzchen rollte die Augen. „Bitte halt mir jetzt keine Predigten, mein Freund, lies dir nur durch, was mein… ähm, Brieffreund Greg geschrieben hat – und bitte frag nicht, wenn du was nicht verstehst… und… ja, sag einfach, was du davon hältst.“
Interessiert las sich der Gestiefelte Pater den Brief durch, nickte dann wissend mit dem Kopf.
„Ah ja, ich habe geahnt, dass es soweit kommen würde.“
„Wie weit?“, fragte Schrumpelstilzchen panisch.
„Dass du dich in zwielichtigen Internetforen herumtreibst, mein Lieber.“ Der Gestiefelte Pater blickte Schrumpelstilzchen tief in die Augen. „SchweinVerschlag, also, ich bitte dich, da gibt es wirklich niveauvollere.“
„Äh… und dass ich sterbe macht gar nichts?“
„Mein Lieber… ich habe es immer versäumt, dich zum christlichen Glauben zu bekehren, aber glaube mir, auch die Heiden kommen ins Paradies, der Tod ist Teil des Lebens und…“
„Sag mal“, sagte Schrumpelstilzchen und schnüffelte angewidert. „Hast du gekifft?“
„Nur ein bisschen… aber… sag mal, weißt du überhaupt, was es mit dem Altern auf sich hat?“
„Ne!“, rief Schrumpelstilzchen, „darauf wollte ich ja hinaus. Ich habe doch noch nie jemanden - wie du das nennst – altern gesehen. Was passiert denn da?“
„Oh, mein Lieber“, der Gestiefelte Pater fuchtelte mit den Händen in der Luft herum. „Da muss ich aber weit ausholen… jetzt ist es wohl an der Zeit…“ Er seufzte herzzerreißend.
„Ist schon in Ordnung“, wandte Schrumpelstilzchen ein, „musst du mir ja nicht erklären.“
„Nein… nein, mein Sohn, jetzt ist es wirklich an der Zeit, dir die Wahrheit zu erzählen, aber dafür brauche ich… BRUCE!“
Mit einem ohrenbetäubenden Krachen barst die Tür und ein hünenhafter Schwarzer trat in den Raum. Seine schwarze Novizenkutte schlotterte ihm um den Körper, hörte jedoch kurz über den Waden auf.
„S-TOPP!“, brüllte er. „Du broochst aainen Wächselkoors!“
„Halt halt halt halt halt“, fiel ihm der Gestiefelte Pater ins Wort. „Bruce, ein für allemal: Du bist nicht mehr beim Fernsehen. Du bist hier, um ein Leben in Enthaltsamkeit, Frömmigkeit und Gottesfurcht zu lernen, und noch zu du-weißt-schon-was, was ich jetzt nicht genauer erläutern möchte, und ich will, dass du mir jetzt hilfst, unserem Freund Schrumpelstilzchen reinen Wein einzuschenken.“
Verdutzt starrte Bruce den Gestiefelten Pater an. „Woas soll ik tun?“, doch der Pater hatte sich schon wieder Schrumpelstilzchen zugewandt.

„Vor langer, langer Zeit – ich weiß schon gar nicht mehr, wann, Bruce war gerade neu zu uns in den Orden eingetreten, zusammen mit dem Tom Cruise, klopfte es an unsere Pforte und Bruce öffnete, stimmt’s oder hab’ ich Recht? Bruce?“
Bruce schreckte auf. „Oh, yes“, antwortete er. „Das ist der Wahrheit!“
„Also, Bruce öffnete also das Tor, und herein kam ein kleines Wesen, speziesmäßig nicht einzuordnen, aber ohne Zweifel in… ähem… anderen Umständen. Also, wir nahmen sie bei uns auf – nein, bitte keine Fragen stellen, mein liebes Schrumpelstilzchen, ich beantworte hinterher gerne deine Fragen, aber nicht während des Vortrags – und am zweiten Tag gebar es – scheußliches Wetter in der Nacht – ein kleines…. Es. Das warst du, mein liebes Schrumpelstilzchen.“
Der Gestiefelte Pater machte eine lange Kunstpause, bevor er vorfuhr: „Deine Mutter, Schrumpelstilzchen, hatte sich uns als Kumpelstilzchen vorgestellt, das war als Bruce sie in die Kapelle geleitet hatte, die wir schleunigst in einen Kreißsaal verwandelten. Leider verstarb sie direkt nach deiner Geburt, konnte uns nur noch deinen Namen nennen. Aber vorher hat sie Bruce noch ihre Geschichte – und somit auch die deine – erzählt… stimmt’s, oder hab ich Recht, Bruce?“
Als Schrumpelstilzchen zu Bruce blickte, sah es, dass in seinen Augen Tränen schwammen. „Oh yes“, schluchzte Bruce, „das ist der troorige Wahrheit!“
„Und zwar“, der Gestiefelte Pater kratzte sich an der Nase, „war das so: Kumpelstilzchen – deine Mutter, hatte deinen Vater – Rumpelstilzchen – auf einer Party kennen gelernt. Das war eine von diesen sogenannten… nein, ich kann das Wort nicht in den Mund nehmen!“
„Flatrate-Party?“, half Schrumpelstilzchen dem Pater auf die Sprünge, doch der winkte ab. „Schlimmer, mein Sohn, schlimmer!“
„Org…“
„Nein! Nimm dieses… Wort nicht in den Mund, bitte!“ Fahrig wischte sich der Pater mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn, während Bruce leise in ein tischtuchgroßes Taschentuch schluchzte.
„Also – also gut… es… kam wie es kommen musste, deine Mutter wurde… mit dir schwanger und… ja, die beiden – Rumpelstilzchen und Kumpelstilzchen mussten heiraten. Was sie damals jedoch nicht wusste war, dass dein Vater ein juristisches Verfahren am Hals hatte, wegen versuchter Entführung eines Königskindes. Na ja, Prinzen, besser gesagt. Jetzt Herzog. Also, sagen wir mal so… in unseren Archiven habe ich gewisse Informationen gefunden. Wohl hat Rumpelstilzchen Herzogin Ortrud zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg angedroht, ihren Sohn Ernst August Albert Paul Otto Rupprecht Oskar Berthold Friedrich-Ferdinand Christian-Ludwig zu entführen, wenn sie ihm nicht fünfzig Prozent der von ihm in Gold verwandelten Steine zugesteht – von deinem Vater hast du übrigens diese Gabe.  Hast dich nie gefragt, woher du das alles weißt, nicht? Nun gut, allerdings konnte der kleine Ernst August die… Schandtat noch vereiteln, indem er Rumpelstilzchen mit einem Regenschirm auf den Kopf schlug. Dein Vater wurde festgenommen und ins Verließ geworfen. Später dann wurde ihm der Prozess gemacht. Dein Vater hielt dem ganzen Druck jedoch nicht Stand und… hat sich umgebracht.“
„Moment mal“, brüllte Schrumpelstilzchen, „was soll das heißen: ‚umgebracht’? Ihr habt mir erzählt, dass er bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist!“
„Outoonfall?“, rief Bruce schockiert. „Host du wörklik gegloubt, dass daine Eltern sind gestooben bai aine Outoonfall?“ Erschrocken über seinen eigenen Gefühlsausbruch schaute er zum Gestiefelten Pater und setzte sich wieder hin.
„Ja“, sagte Schrumpelstilzchen bockig, „habe ich natürlich geglaubt.“
„Na ja“, erklärte der Pater zerknirscht, „wir wollten dir die harte Wahrheit ersparen. Aber jetzt, da der Alterungsprozess bei dir einsetzt und du bald stirbst, hast du das Recht auf die Wahrheit. Also… wo war ich? Ach so, deine Mutter war nun also verwitwet, und du… ähm… pränatale Halbwaise sage ich mal. Deine Mutter konnte den Verlust deines Vaters nie richtig verkraften, sie war mit dabei als Rumpelstilzchen in aller Öffentlichkeit sein linkes Bein packte, wie am Spieß schrie und sich selbst entzweiriss. Also irrte sie durch die Gegend und kam schlussendlich bei uns an. Und dann“, geräuschvoll zog der Pater die Nase hoch, „dann ist sie von uns gegangen.“
„Ja und dann?“, fragte Schrumpelstilzchen.
„Dann… dann hat Bruce folgendes gesagt:… Bruce, was hast du noch gesagt?“
„Ik hoabe gesoogt: Das S-tilzkin muss lebäändik soin“, schniefte Bruce.
„Richtig“, fuhr der Pater fort, „das hat er gesagt, und darum haben wir dich auch bei uns aufgenommen. Da wussten wir ja noch nicht, dass du… nun ja, dass du keinerlei geschlechtliche… ach, Herr, verzeih, dass du ein Neutrum bist, kein Geschlecht hast, verdammt! Und in unserem Orden können eben nur männliche Wesen aufgenommen werden, das war schon immer so und wird auch immer so sein. Darum mussten wir dich in die Obhut von König Stefan – das war, als seine Frau noch Tina hieß – geben, weil wir dich nicht bei uns behalten konnten. Ja. Und so war das“, schloss er seine Rede. „Und weil deine Eltern beide eines nichtnatürlichen Todes gestorben sind, haben wir keinerlei Anzeichen, wie alt Stilzchens eigentlich werden können.“
„Also ist das ganz normal, dass ich faltig werde und grau?“, fragte Schrumpelstilzchen zweifelnd. „Und dass ich bald sterben werde?“
„Woorum?“, kam es leise von Bruce. „Woorum?“
Eine zeitlang sagte niemand ein Wort. Dann sah der Pater auf seine Armbanduhr. „Tja, Zeit zu gehen jetzt. Muss noch ein paar Leuten die letzte Ölung… verabreichen. Also, Schrumpelstilzchen, tschüsselchen und noch viel Erfolg auf deinem weiteren… Lebensweg.“ Mit diesen Worten verließ er das Haus. Bruce zuckte bedauernd die Schultern und folgte dem Gestiefelten Pater dann.
„Idioten“, knurrte Schrumpelstilzchen. Sein Blick fiel auf den Haufen Steine, die er noch in Gold verwandeln musste. Er griff nach einem Häufchen und schob es sich zwischen die Zähne.
Knack.
„Autsch!“, jaulte Schrumpelstilzchen, fasste sich an die Wange und spuckte die Steine wieder auf den Boden. Den Zahn, der das Knacken verursacht hatte, direkt hinterher.
„Scheiße!“, fluchte Schrumpelstilzchen und wackelte probehalber an seinen anderen Zähnen. Fühlten sich nicht richtig fest an.
Es seufzte, wusste es doch, was jetzt zu tun war.

„Was soll das heißen, kannst nicht mehr arbeiten?“ König Stefans Stimme überschlug sich und seine Augen waren vor Panik geweitet. „Ist dir eigentlich klar, wie sehr ich… das Reich auf dein Geld angewiesen ist?“
„Aber wenn es doch nicht mehr geht!“, verteidigte sich Schrumpelstilzchen. „Ich meine, wenn ich Stroh oder irgendwas in der Art verwandeln könnte… Aber dann hätte euer Gold vermutlich eine etwas… hm, andere Konsistenz. Weiß nicht, hab ich noch nicht auspro…“
„Ist mir egal, ob du’s ausprobiert hast, oder nicht!“, brüllte der König ihn an, während die blonde Königin neben ihm so tat, als hätte sie nichts gehört und an einem ihrer künstlichen, aufgeklebten Fingernägel herumknibbelte. „Entweder ich kriege richtiges Gold von dir, oder du kriegst die rote Karte!“ Mit der Hand machte er eine rüde Geste in Richtung Schrumpelstilzchen, das resignierte.
„Mit Rente oder Sozialhilfe is’ nix, oder?“, fragte es noch vorsichtig.
„Hilfe vom Staat?“, rief der König und stemmte die Hände in die Seiten. „Kannst du mir mal verraten, wovon ich das finanzieren soll? Das ganze Geld, dass ich von dir bekomme und den armen Bürger aus der Tasche ziehe, geht doch schon für unseren ausschweifenden Lebensstil und unsere Anwälte drauf. Ich meine, wie sollen wir noch Champagnerbäder genießen, jeden Tag neue Kleider anziehen und ein zu uns passendes Leben führen, wenn wir auch noch Geld an unsere Bürger zahlen müssen?“
„Tja“, murmelte Schrumpelstilzchen, als es das Schloss Effenberg verließ, „dann muss ich mir wohl einen neuen Job suchen.“

Was gar nicht so leicht war, wie es ein paar Wochen später erkennen musste. Zumindest hatte es auf unzählige Anzeigen in den verschiedensten Zeitungen geantwortet, doch spätestens wenn Schrumpelstilzchen seinen raschen Alterungsprozess erwähnte war dies das Ende eines jeden Bewerbungsgesprächs – wenn es denn soweit kam. Einzig ein Firmenchef, mit dem Schrumpelstilzchen sich anonym in einer Bar traf und der während des ganzen Gesprächs nervös zur Tür schaute und an seinen blonden, gegelten Locken herumzupfte, war bereit, Schrumpelstilzchen eine Chance zu geben.
„Wissen Sie“, erklärte der Mann, „ich habe vor, eine neue Firma zu gründen, Elektronikbranche, und ich suche dringend neue, zuverlässige Mitarbeiter. Das Ganze soll nur ein bisschen… hm, ich sage mal, unauffällig vonstatten gehen.“
„Wie sind Sie auf mich gekommen?“, fragte Schrumpelstilzchen und sah sich interessiert in der Bar um. „Ich habe auf einmal Ihren Brief bekommen…“
„Na ja…“ Der Mann beschäftigte sich jetzt eingehend mit einer dunkelroten Papierserviette die vor ihm auf dem Tresen lag. „Ich habe… hm… na ja, von Ihrem… Talent gelesen… in der Bildzeitung… nach einem Interview mit König Stefan I und so weiter und so fort… und… nun ja, der hat in den höchsten Tönen über Ihr ‚verkümmertes Talent’, so hat er es genannt, abgelästert aber… also, mir macht es nichts, welche Konsistenz das Gold hat. Und meine neue Firma Schrecksfield kann Gold mehr als gut gebrauchen. Also, wenn Sie interessiert sind…“ Er schob Schrumpelstilzchen einen Papierstapel zu.
„Schrecksfield…“, murmelte Schrumpelstilzchen. „Kommt mir irgendwie seltsam bekannt vor.“
Gerade als es den Papierstapel zu sich herüberziehen wollte ging die Tür der Bar auf. Der Wirt hinter dem Tresen hörte auf, die Gläser sauber zu wischen, die Köpfe aller männlichen Gäste wandten sich zum Eingangsbereich und Schrumpelstilzchens Gesprächspartner wurde immer kleiner auf seinem Stuhl. Schrumpelstilzchen bemerkte die Veränderung erst, als eine hohe Frauenstimme durch den Raum peitschte.
„Juuhuuuh, Franjoooooo!“ Eine schlanke, dunkelhaarige Frau hastete zu Schrumpelstilzchens Gegenüber, schlang ihre Arme um ihn, drückte ihm einen Kuss auf jede Wange und redete dann mit einem ohrenbetäubenden Sopran auf ihn ein.
„Schatziherzimausi, ich habe der Nanny gesagt, sie soll San Diego, San Francisco, San Juan und San Marino ins Bett stecken und aufpassen, dass sie ja nicht aufstehen und auf jeden Fall vorher noch ihren Lebertran nehmen und ihren Spinat mit dem Blubb aufessen und sich die Zähne putzen und das Gutenachtgebet nicht vergessen und sie hat gesagt, dass die das alles macht und dass ich ruhig ausgehen kann und dann hat aber der Dieter noch angerufen und gefragt, ob ich mal wieder vorbeikomme, aber ich habe natürlich nein gesagt und jetzt bin ich da und wir haben einen Abend nur für mich und dihiiiich!“
Als sie ihren Redefluss beendet hatte, war für eine Weile Stille in der Kneipe. Dann bedachte die Frau Schrumpelstilzchen mit einem langen, abwertenden Blick. „Wer ist denn das, Franjo?“
„Ich bin niemand“, beeilte sich Schrumpelstilzchen richtig zu stellen und rutschte von seinem Stuhl. „Und ich bin auch schon weg.“
Damit hatte sich der Job dann auch erledigt.

Schrumpelstilzchen schwor sich, nicht zu verzweifeln und schrieb fleißig weiter Bewerbungen. Es veränderte sich jedoch nichts. Ein paar mal schaute noch der Gestiefelte Pater bei ihm herein, blieb jedoch nie länger als für ein paar Minuten und verabschiedete sich dann hastig.
Eines Tages aber stand plötzlich der lange Bruce in der Tür. Wortlos überreichte er Schrumpelstilzchen einen Papierfetzen und verschwand dann wieder.
Verdutzt blickte Schrumpelstilzchen ihm nach und dann auf den Zettel. Es war eine Zeitungsannonce.
Doppelgänger gesucht, m., 80-110 J.
Mehr stand dort nicht, außer einer Chiffrenummer. Schrumpelstilzchen warf einen prüfenden Blick in den Spiegel. Für einen 80 bis 110jährigen Menschen ging es gut und gerne durch, fand es und beschloss, sich auf die Annonce zu melden.

Die Frau trug ein grünes Kopftuch, eindeutig zu viel Lippenstift und sah genauso gehetzt aus, wie der Unternehmer aus der Bar.
„Also?“, fragte Schrumpelstilzchen nachdem sie sich begrüßt hatten. „Worum geht es bei Ihrem Job und vor allem – würde ich infrage kommen?“
Die Frau schaute scheu über ihre Schulter, wandte sich dann Schrumpelstilzchen zu.
„Folgendes“, begann sie und kaute auf ihrer knallrot geschminkten Unterlippe herum. „Ich suche einen Doppelgänger für meinen Mann. Der ist vor zwei Jahren gestorben, aber weil er ein berühmter Entertainer ist, habe ich ihn präparieren und mit einer Software versehen lassen, sodass ich ihn über eine Fernbedienung steuern kann. Nun ist es aber so, dass die Software einen nicht zu behebenden Fehler hat, wenn er in letzter Zeit auf der Bühne steht, bleibt bei den Lieddarbietungen immer wieder das Band stehen… und keiner der wenigen Eingeweihten weiß, wie der Fehler zu beheben ist. Nun habe ich – auch auf Rat einiger guter Freunde – beschlossen, das Präparat durch ein authentisches Double zu ersetzen. Und Sie, Herr Schrumpelstilzchen –“
„Oh, ich bin kein Herr“, verbesserte Schrumpelstilzchen. „Auch keine Dame. Einfach nur ein Stilzchen.“
„Ja gut… Schrumpelstilzchen. Also, selbst wenn Sie nur annähernd… hm, menschliche Züge aufweisen finde ich, dass Sie ausgezeichnet für den Job geeignet wären. Darf ich fragen, wie alt Sie sind?“
„Keine Ahnung“, antwortete Schrumpelstilzchen. „Kann Ihnen nur sagen, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich wie hundertzehn aussehe. Was muss ich eigentlich bei diesem Job tun?“
„Oh, nur keine Panik“, lächelte die Dame gekünstelt. „Sie müssen sich nur in einem Rollstuhl von mir durch die Gegend fahren lassen, darauf bestehen, auf Bühnen zu stehen, fürchterliche Lieder singen, ab und zu in Serien mit mieser Einschaltquote im Vorabendprogramm auftreten, von Zeit zu Zeit politisch verwerfliche Äußerungen von Ihnen geben und Kontakt zu so schillernden Persönlichkeiten wie Florian Silbereisen und Marianne und Michael pflegen. Aber keine Angst – für das Geschäftliche haben Sie ja mich!“
„Und dafür habe ich dann freie Kost und Logis, mein Leben lang?“
„Ihr Leben lang“, grinste die Frau und streckte dann die Hand aus. „Ich bin übrigens Simone und eigentlich ab demnächst Ihre Lebenspartnerin.“
„Wie?“ Schrumpelstilzchen schreckte zurück. „So… so ganz?“
„Nein, nicht doch“, lachte Simone. „Für das… hm… Intime habe ich andere Alternativen. Das Einzige, was Sie ertragen müssen, ist, sich ab und an von mir auf die Wange küssen zu lassen.“
„Das ist in Ordnung.“ Schrumpelstilzchen entspannte sich. „Und… wie werde ich dann heißen?“
„Johannes. Aber jeder kennt Sie dann unter Jopie.“
Schrumpelstilzchens Augen hatten zu leuchten begonnen. „Wo ist der Vertrag?“, fragte es. „Ich bin dabei.“

Ja, und so wurde das arme Schrumpelstilzchen nach einem harten Leben als Vollwaise, von einem hartherzigen Herrscher ausgebeutet doch noch berühmt. Ein paar Tage nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrages auf Lebenszeit nahm es seinen neuen Arbeitsplatz ein und fungiert seit dem als das, was die einfältige Menschheit als „Jopie“ kennt – „Und das ist der reine Wahrheit, Baby, und nichts als der Wahrheit!“ Aber nicht verraten, okay? Das ist nämlich eigentlich ein Geheimnis…

Anmerkung von Skala:

Das ist der Wahrheit... und nichts als der Wahrheit...^^



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Kommentare zu diesem Text


Sternenpferd
Kommentar von Sternenpferd (18.01.2010)
Lach* das ist sowas von klasse geschrieben, ich hab muskelkater vor lachen :D

schrumpelstilzchen....hehe so eins kenn ich auch ;)
stalkinggrandma *g*

war etwas mühsam den text aufgrund der länge zu lesen aber es lohnte sich allemal
blubbergruß
m.
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Sternenpferd meinte dazu am 18.01.2010:
ich muss nochmal lesen :D
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Skala antwortete darauf am 18.01.2010:
*smile* Ja, hab mir überlegt, an der Länge was zu machen - will heißen, in einen Mehrteiler packen -, bin mir nur noch nicht so schlüssig, wo ich den Cut reinsetzen sollte...
Gruß, Ranky.
PS: Schrumpelstilzchens gibt es mehr als man denkt (nur aufpassen, dass es keine Humpelstilzchens sind, mit denen sollte man sich nicht anlegen...)!
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Sternenpferd schrieb daraufhin am 18.01.2010:
ps: yes, i know :))
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Skala äußerte darauf am 19.01.2010:
Ich weiß... am nettesten sind übrigens die Karsumpelstilzchen^^
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Sternenpferd ergänzte dazu am 19.01.2010:
hm ich weiss garnicht ob so eines in meinem bekanntenkreis ist ;)
flüstermalzu wie man die erkennt^^
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Skala meinte dazu am 19.01.2010:
Auszug aus "Rankypedia - der unfreien Enzyklopädie für Schwachmathiker und intellektuell Andersorientierte":

Das Karsumpelstilzchen (vgl. Rumpelstilzchen, Kumpelstilzchen, Humpelstilzchen etc.) zeichnet sich aus durch seine enorme Vorliebe für alles Unnütze, Überflüssige und Belanglose. Es gibt mit Vorliebe dummes Zeug (vgl. plattdeutsch dumm tüch) von sich und scheut nicht davor zurück, seiner Umwelt durch Überstrapazion mit ebensolchem bisweilen den letzten Nerv zu rauben.

Karsumpelstilzchen tummeln sich zuhauf in niveaubedingt unterirdischen Internetplattformen, auf privaten Musiksendern und in öffentlichen Einrichtungen (vgl. Beamte, Lehrer).

Über das Äußere des Karsumpelstilzchens ist weiter noch nichts bekannt, die Forschung arbeitet noch daran, steckt jedoch zurzeit in einer äußerst kniffligen Forschungsreihe über die Originalhaarfarbe von Iris Berben fest.

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Mit anderen Worten: guck dich mal bei kV um, vielleicht wirst du da fündig^^
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Sternenpferd meinte dazu am 19.01.2010:
*kreisch* stümmt

äusserst interessant jaja ^^

ha !

besorg mir mal diese glänzopädie

*brummigegrüße*
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Skala meinte dazu am 19.01.2010:
*g* Rankypedia funktioniert nur bei Bedarf und auf Anfrage... ist noch überarbeitungsbedürftig^^
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Kommentar von BBA (45) (27.03.2011)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Skala meinte dazu am 27.03.2011:
*mitmitleidigerMieneKlopapierundAufnehmerreich*
Nur für den Fall...
*zwinker*
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BBA (45) meinte dazu am 28.03.2011:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Kommentar von Scrag (24) (22.12.2012)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Skala meinte dazu am 22.12.2012:
Hui, danke. Ich merke, ich sollte mal wieder ein Sherry-Tale verfassen. Vielleicht im Zusammenhang mir der nächsten Grenzgängerschreibaufgabe. :)
Ich danke dir für deinen Kommentar und freue mich, dass Schrumpelstilzchen dir gefallen hat. :)
LG, Alina.
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Scrag (24) meinte dazu am 22.12.2012:
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InhaltsverzeichnisTodkäppchen, der böse Rolf und die noch bösere Großmutter
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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Sherry Tales.
Veröffentlicht am 14.12.2008, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 15.09.2010). Dieser Text wurde bereits 2.736 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 10.12.2018.
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