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ZylinderkopfdichtungInhaltsverzeichnisDrei Worte

Die Blüte muß sterben, um Frucht zu werden

Essay zum Thema Verwandlung


von LotharAtzert

Das Leben ist etwas Sonderbares. Sobald er etwas beherrscht und das Beherrschte ihm Freude bereitet, auch Vorteile materieller, emotionaler, oder geistiger Art bringt, beginnt der Mensch im allgemeinen, sich dieser "Fähigkeit", sei's aus Kalkül, sei's träge Gewohnheit, einseitig zu bedienen. Was Vorteile bringt dünkt ihm bei vermehrtem Einsatz noch mehr Gewinn zu erwirtschaften.
Einseitigkeit aber führt geradewegs zur Krise.

Die Krise (Deutsch: Zuspitzung, Entscheidung, Wendepunkt) bringt notwendigerweise den im Alltag vergessenen Tod wieder ins Erinnern. Dh. man wird seiner Endlichkeit bewußt: Nichts im Leben verläuft geradlinig. Die Krise beinhaltet jedoch auch die Voraussetzung zur Bewältigung der Gefahr.

Verdrängt man sie, so verschärft sie sich weiter. Je nach Verdrängung, führt sie im zweiten Stadium zum plötzlichen Einbruch des scheinbar Unvorhersehbaren, um im dritten Stadium der Verweigerung irreparable, bleibende Schäden oder sogar den Tod zu bringen. Das ist im Prinzip so beschlossen.

Durch die herrschende Wissenschaft werden Krisen, die ihrer Natur nach Regularien des  jeweiligen Lebens sind, entmachtet, bzw. statt das durch die Krise  Herausgeforderte zuzulassen und zu leisten, wird es kollektiv geregelt - Krankenversicherung, Ärztekunst usw. Damit wird das Prinzip neutralisiert und statt daß einzelne Verdränger aus den Folgen ihrer Verdrängung lernen - Gefahr in Erfahrung zu verwandeln - muß nun die ganze moderne Gesellschaft, bestens geregelt und informiert, auf Individualität verzichten.

Es ist klar, daß diese Tatsache von den Wissenschaftsvertretern entweder ignoriert, oder verharmlost, oder wo Verharmlosung nicht mehr möglich ist, als "unwissenschaftlich" diffamiert und der allgemeinen Lächerlichkeit preisgegeben wird:
"Unwissenschaftlichkeit im Jahr 2015 ist ein Rückfall ins Mittelalter, oder noch davor".
- Das ist die moderne Hybris - jedes andere Wort wäre zu milde für die Haltung des selbstgefälligen Abwinkens, respektive des sich selbst über diese Ordnung stellen.
Die eigene Erkenntnis für wichtiger halten, als das wirkende Prinzip, ist  Hybris.

Doch zurück zum Ausgangspunkt. Wer die Lebenskrisen nicht zur Korrektur nutzt, ist für dieses Leben verloren. Er läßt sein Potential, seine tief vergrabene individuelle Anlage, seinen Acker quasi brach liegen. Sein "An-Liegen" wird nicht ins Leben integriert, wird es nicht durch gefügte Gestalten bereichern, bleibt somit amorpher Plasmahaufen und wird als solcher von den Kollektiven verbraucht.
Jedes Kollektiv ist gezwungen, seine Originale zu verbrauchen.

Es ergeben sich drei in ihrer Schwere zunehmende Stadien bei Nichtannahme von Krise:
1. Leichte Irritation. 2. Unfall bzw. schicksalhafte Einbrüche. 3. Bleibende, irreparable, dh."chronische" Schäden oder Tod.

Wodurch werden Krisen bewirkt?
Der Jahreskreis erfährt jährlich vier davon: Jeweils zu Beginn und Ende einer Jahreszeit, also bei 0° Widder, Waage, Steinbock und Krebs - Entsprechendes geschieht im Leben während der Geburt, in der Pubertät,  beim Erwachsensein und im Alter.

Im Alter hat das Loslassen der Anhaftung an äußerer Welt zu wachsen, da der Tod uns von dieser abschneiden wird.
Je weniger festgehalten wird, umso einfacher der Übergang.

Jeder Wendepunkt ruft indessen sein Folgestadium als Keim hervor. Wie auch bei den wechselnden Jahreszeiten, ist die Krise während jedes Vorgangs naturgemäß eine entsprechend andere.
Für alle Krisen gilt aber eines gemeinsam:
Die Blüte muß sterben, um Frucht zu werden.

(C) Lothar Atzert


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von BabetteDalüge (67) (20.08.2015)
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LotharAtzert meinte dazu am 20.08.2015:
Es gibt doch für alles eine Statistik. Ich habe gerade gehört, in welchem Land die meisten pharmazeutischen Produkte - also Tabletten - eingenommen werden.
Es ist der amerikanische Staat Kentucky. Natürlich fiel mir sofort "Kentucky schreit fHier stand ein unkultivierter Ausdruck!" dazu ein. ...
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Kommentar von Gringo (60) (20.08.2015)
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LotharAtzert antwortete darauf am 20.08.2015:
"Es gibt schlichtweg keine "Blüte" mehr wo Frucht ist.
"

Klaro - der Zustand der Frucht beinhaltet natürlich seinerseits wieder eine von mir "Blüte" genanntes Stadium, will heißen "alles wandelt sich seiner Ordnung gemäß in das Folgestadium, entsprechend Blüte, Frucht, Samen und ???

Die drei Fragezeichen - das Ganze wieder von vorne?
- Nein, sondern mit der Erfahrung des schon Durchlebten.
Das Wichtigste ist dabei aber eine offenere, vertrauensvollere Haltung zum Tod, der nur Übergang und nicht Ende ist - so lehrt es mich die Betrachtung.

Kriselnden Dank retour
Lothar
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Kommentar von JamesBlond (63) (20.08.2015)
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Sätzer schrieb daraufhin am 20.08.2015:
.... oder die an der Macht bleiben wollen, wobei jedes Mittel recht ist. Siehe jetzt Erdogan und viele andere.
LG Uwe
(Antwort korrigiert am 20.08.2015)
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LotharAtzert äußerte darauf am 20.08.2015:
Zunächst danke für's Auseinandersetzen mit dem Text.
Jetzt aber: ... daß Unwissenschaftlichkeit ein Garant für was auch immer sei, wurde nirgends gesagt. Mir geht die überdimensionale Vergöttlichung der Wissenschaft nur tagtäglich mehr auf den Senkel. Man muß sich rechtfertigen, sobald man sie außer 8 läßt - ohne mich! Die Wissenschaft erforscht nur Teilchen und Teile. Das heißt in meiner Terminologie, sie erforscht die Erscheinung, nicht aber das, was nicht erscheint, aber Grundlage für jeden Schein ist.
Daß der Versicherungsvertreter kein Wissenschaftler ist - Du machst Witze, was? - er ist aber die Folge der sich mehrenden Verunsicherung: je weniger Sicherheit es gibt, umso mehr schlägt die Stunde, nicht der Esoteriker, sondern der Versicherer. Was wird denn versichert?

Auch scheinen wir unter Krisen nicht dasselbe zu verstehen: Du eher die menschgemachten und ich die durchs Prinzip vorgegebenen natürlichen. Deshalb auch der Vergleich mit den Jahreszeiten, welche einen geschlossenen Kreis darstellen. Alles, wovon ich spreche, hat zu tun mit dem geschlossenen Kreis, dem Ring, der Kugel, der Bezogenheit ihrer Quadrate, Oppositionen, Trigone etc etc. innerhalb derer man wächst und stirbt und vielleicht spirituell erwacht.
Daß gleich wieder das Totschlagwort "Esoterik" ins Spiel gebracht wird, ist nichts neues. Ich darf Dich demzufolge jetzt als Exoteriker bezeichnen. Selbstverständlich nehme ich Exoteriker so ernst, wie diese die Esoteriker. Ein Exoteriker schaut in die äußere Welt, vermisst, kategorisiert usw. usw. - ist mir zu langweilig.
Das Kollektiv ist vom Wesen her exoterisch, das Original ist ursprünglich. Ur-Sprung - das Zerreißen des Einen in Zwei, wobei Eins nicht erscheint und das Zweite sterblich ist, um am Ende wieder Eins zu sein. Wenn wir von Originalen reden, reden wir also niemals von Zusammenkünften. Da Du ja ein Kenner der Mythen bist (bist ja überhaupt ein Kenner;) sollte der Hinweis auf Uranos genügen. Die Kollektivierung hat mit dem, dem sie den Dödel abgeschnitten haben, nix zu tun, außer daß sie dieser Zerstückelung ihr Leben verdankt.

Mich mit Nazitum in Verbindung zu bringen zeigt doch trotz des Unsinnigen auch, daß von meinen Gedanken offensichtlich eine Gefahr ausgeht. Ich fühle mich geehrt und bedanke mich recht herzlich.

Heil Kräuter
(Antwort korrigiert am 20.08.2015)
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Manjushris Schwert - Vom unzweideutigen Artikulieren.
Veröffentlicht am 20.08.2015, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.08.2015). Textlänge: 490 Wörter; dieser Text wurde bereits 691 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.12.2019.
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