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LSD

Bericht zum Thema Bewusstsein


von LotharAtzert

"Vollreligiöse werden immer gleich piefig". - Diese tiefe Weisheit verdanke ich niemand - ich meine natürlich Irene, nicht garniemand. Denn garniemand spricht nicht, auch wenn mir jemand widersprechen sollte.
Der Niemand, ich muß nochmal drauf zurück kommen, der oder die Niemand ist niemand. Der Jemand hingegen ... aber gut ...
Jetzt hätt’ ich fast den Faden  verloren - den vollreligiösen Piefkefaden:
Der gemeine Vollreligiöse ... ist voller Religion, hält am Ursprung fest und läßt nichts Ursprungsloses gelten - ja, das trifft es in der Tat. Warum sollte einer auch Ursprungsloses, also die ganze Baldniemandbagage, festhalten wollen?
 
Der Ursprung aus Unbestimmtem - indem ich an ihm festhalte, zerreißt es mich mit ihm. In Männlich und Weiblich, in Ewig-Endlich, in Leben und Sterben, Freud und Leid, in Dualität und Nondual.
Vollreligio - trunken an heiligem Geiste.

Früher einmal, da wollte mein Vollgeist unbedingt bis auf den Grund, also auf das, was nicht weiter reduziert werden kann, ich las darum das Zen-Epos "Die Bücher von der smaragdenen Felswand", wie auch "Das tibetanische Totenbuch" und machte zugleich Bekanntschaft mit Hofmanns LSD. Opa Konrad sagte damals in den Sechzigern: "Immer mit der Ruhe und den Hofmanns-Tropfen". Andere hatten nicht so viel Glück. Sie machten Karriere und wurden jemande.
 
Das LSD ist eine mächtige Droge. Heute wundere ich mich darüber, wie mutig ich damals war, oder war es eher jugendlicher Leichtsinn? Die Wirkung war jedenfalls so gewaltig, daß ich schon nach dem ersten Trip aus Vernunftgründen ein Limit setzte: 10 Trips maximal - danach ist Schluß! Denn ich fühlte mich völlig ausgelaugt, begriff, daß man nicht alt wird mit dieser Chemikalie und brauchte mehrere Tage, um wieder zu Kräften zu kommen.

Trip Nr 1:
Schon nach kurzer Zeit, vielleicht zwanzig Minuten nach Einnahme des Globulus, intensivierte sich alles um mich herum - die Dinge begannen aus sich zu leuchten und zu tönen. Ich sah einen Jagdhund, wie er den im Rinnstein abgelegten geheimen Botschaften entlang schnüffelte, ganz wie unsereiner Bücher liest und eine zehn Meter entfernte Katze blickte nach meinem aktiven Verdauungssaft, als gäbe es zwischen diesem, dem Hund und ihr eine geheime Übereinstimmung. Dann aber, als ich auf meinen rechten Zeigefinger blickte, verlor ich jedes Körpergefühl und betrat durch eine Porenöffnung schwebend das, was wir heute als Mandala bezeichnen: ein geordnetes Kraftfeld, geordnet in Farben und Tönen, wobei Farbe, Tonschwung und Ort in Entsprechungen herrschten und der sogenannte Zufall ausgeschlossen war.
Die linke Seite war gelb, die rechte grün, oben rot, unten weiss und aus der Mitte leuchtete es tiefblau, wie die Mitternacht mit ihrem Sternenhimmel. Drehte man sich, so veränderte sich nichts, dh . links oder südlich blieb immer gelb und oben oder westlich immer rot, wie die untergehende Sonne usw.
Doch es war nicht ein einzelnes Mandala, sondern jede Pore, ja das ganze Universum bestand aus wohlgeordneten Kreisen und Felder, Klangstrukturen, Regenbogenlichter, Bedeutungen.
 
Dann, als die Aufmerksamkeit rechts auf den grünen Norden fiel, drang plötzlich das Geräusch eines Mähdreschers an mein Ohr. Das war nichts ungewöhnliches, hatten wir doch Spätsommer und ich lebte nahe Friedberg in einer WG auf dem Lande.
Nur war ich mir nicht sicher, ob es sich um den jahreszeitlichen Erntevorgang handelte, oder ob das Surren der Motoren mit dem grünen Kraftfeld im Zusammenhang stand und diese, wie ich später erfuhr, mit der Weisheit der Tatvollendung. Solche Korrelationen sollte mir noch oft begegnen
Später würde ich davon auf einer Party berichten, ein junges bezauberndes, doch ansonsten leicht üerhebliches Ding würde lächelnd fragen: "Glaubst Du an sowas?", ich würde antworten "Nein", worauf sie sichtlich erleichtert entspannte, um dann am Ende des Satzes jegliches Interesse an mir zu verlieren. Ich fuhr nämlich fort mit: "Denn was man erfahren hat, ist kein Glaube mehr, sondern Wissen."
Daß es sich bei dem  Mädchen um Irene gehandelt haben könne, ist allerdings Unfug.

  .


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Kommentare zu diesem Text


Oskar
Kommentar von Oskar (09.12.2016)
Danke. Bei mir, allerdings mit einem organischen Vehikel, verschwanden plötzlich Körper, Sprache, Gefühle und Bilder, übrig blieb irgendwas Dunkles, vielleicht analog zum Einschlafen. Es kam mir vor wie nichts, aber irgendetwas pulsierte also war es nicht nichts. Habe auch keine Ahnung wie oder von wo ich beobachtete. Kurze Zeit später wurde ich, wie durch einen Sog, zurückgezogen und ich konnte meine Körper von rechts oben sehen und mir dabei zugucken, wie ich einen Kühlschrank öffnete. Fühlte sich nicht gut an, irgendwann in einem Wald ging es besser, allerdings kam es mir so vor, als sei mein Körper nicht richtig aufgehängt. Worin? Keine Ahnung.

Ein anderes Mal blieb nur ein Satz zurück; ah Schnürsenkel, damit kann man Schuhe zubinden. Schien mir, als hätte ich den Stein der Weisen gefunden.

Diesen nicht reduzierbaren Grund suchten wohl viele und keiner fand ihn.
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LotharAtzert meinte dazu am 09.12.2016:
So danken wir uns gegenseitig - so sollte es sein.
Organisch - Pilz oder Kaktus?
"irgendwann in einem Wald ging es besser" - das entspricht auch meiner Erfahrung: je natürlicher, umso lebendiger.
Den Schlußsatz halte ich für fragwürdig, weil Du ihn dualistisch beantwortest. Man kann ihn durchaus offen lassen: wir wissen nicht, ob und wie ihn jemand fand, da dieser jemand keiner Meldepflicht unterliegt.
.
Zwangsläufig wird es noch einen zweiten Teil geben, da die Erlebnisse der 10 Trips doch insgesamt sehr unterschiedlich waren (- Stein der Weisen - jaja!). Ich will’s hier noch nicht sagen, denn ich habe die Erfahrung gemacht, daß wenn ich was vorwegnehme, ich keine Lust mehr am Hinterherschreiben habe.
(Antwort korrigiert am 09.12.2016)
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Oskar antwortete darauf am 09.12.2016:
Na gut, lassen wir es offen.

Pilze, der Kaktus ließ mich noch nicht an sich ran.
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 09.12.2016:
Vielleicht gelingt es mir noch, Dir dieses Offenlassen als "grundlegend" näher zu bringen.
Kaktus - weißt Du, daß die Züchtung von Peyote nach wie vor erlaubt ist? Es dauert nur halt 15 - 20 Jahre, bis sie erntereif sind - was dann wieder verboten ist. Meine kleine Zuchtstation wurde leider diesen Sommer von einer Amsel heimgesucht- Totalverlust(
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Oskar äußerte darauf am 09.12.2016:
Vielleicht war die Amsel klüger als du oder sie war der Kaktus und nahm sich das ihrige. Dennoch tragisch.

Pilze waren in Form von Duftkissen auch mal erlaubt. Muss sich so um die 2000er Jahre geändert haben. Bei organsichen Vehikeln werde ich immer sentimental. Sie müssen mich irgendwie rufen.

Eine Ahnung von dem Offenlassen und dem grundlegend habe ich, nur, wenn niemand da ist, der mir in den Arsch tritt, werde ich daraus nie was machen. Schlecht formuliert, ich weiß.
Schon das Klären, wie du es immer nennst, fällt mir schwer oder, anders ausgedrückt, mein Tonal ist ein unaufgeräumter Leierkasten.
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LotharAtzert ergänzte dazu am 09.12.2016:
Ja Mann, da verbindet uns doch ... you know, ich belle gern, dabei wackelt inzwischen der letzte Zahn.
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Manjushris Schwert - Vom unzweideutigen Artikulieren.
Veröffentlicht am 09.12.2016, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 09.12.2016). Textlänge: 618 Wörter; dieser Text wurde bereits 517 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.10.2019.
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