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Die Mutter des Forenautors, Tochter eines böhmischen Kapellmeisters - von ihr stammten die Merkmale fremder Rasse in seinem ÄußerenInhaltsverzeichnisBegriff der Sünde - unerlebt. Ursache: ausgelebt.

Kleine Tagewerke aus aberhundert Einzelinspirationen zur Größe emporgeschichtet

Erzählung zum Thema Leistungsdruck


von toltec-head

Es war verzeihlich, ja, es bedeutete recht eigentlich den Sieg seiner Moralität, wenn Unkundige die Maja-Welt oder die epischen Massen, in denen sich Friedrichs Heldenleben entrollte, für das Erzeugnis gedrungener Kraft und eines langen Atems hielten, während sie vielmehr in kleinen Tagewerken aus aberhundert Einzelinspirationen zur Größe emporgeschichtet und nur darum so durchaus und an jedem Punkte vortrefflich waren, weil ihr Schöpfer mit einer Willensdauer und Zähigkeit jahrelang unter der Spannung eines und desselben Werkes ausgehalten und an die eigentliche Herstellung ausschließlich seine stärksten und würdigsten Stunden gewandt hatte.


Hätte Thomas Mann seine Einzelinspirationen, statt sie zur Größe emporzuschichten, in real time, so wie man seine Zähne putzt, mit Kommentarmöglichkeit auf einem Litforum gepostet, es wäre niemals daraus ein Werk entstanden. Nur durch das ständige Verdecken der eigenen Maja-Qualität gelingt es dem Werk, den Anschein bloßer Spiegelung einer Maja-Welt zu erzeugen. Postete man es so wie den Tod in Venedig stückweise im Akt seiner Entstehung auf einem Forum, müsste die Erzeugung des Anscheins schon im Ansatz misslingen, es bliebe bei der Zerstückelung, bei der Maja-Welt tout pur ganz ohne Spiegel. Weshalb Manns Tagebucheintragungen über sein Zähneputzen letztlich beständiger sein werden als sein sogenanntes Werk. Durch das Posten auf einem Litforum wird einem mal zu mal der Mitteilungscharakter alles Geschriebenen klar. Warum erzähle ich anderen von meinen Eltern? Schlimmer: Warum erzählt ein anderer mir von seinen Eltern? Sieht er denn nicht, riecht er denn nicht, dass dies ein Kothaufen ist, der nur für seine Nase nicht stinkt? Der Werkcharakter ist nichts als das Parfüm, das diesen Gestank überdecken soll. Schreibt ein Litforen-Autor über seine Eltern, landet er nicht in der Literatur sondern bei Facebook. Doch liegt hierin vielleicht eine größere Wahrheit als in der Literatur selbst. Litforen-Literatur ist alles, was von der Literatur bleibt, wenn man von ihr all das wegnimmt, was bloße Literatur ist. Erst durch die Schaffung eines Werks kristallisiert sich, was wir "Leser", was wir "Autor" nennen, ohne dieses Werk-Maja gibt es keine Leser, gibt es keine Autoren. Thus finishing his Grand Survey,

Disgusted toltec stole away
Repeating in his amorous Fits,
Oh! Tadzio, Tadzio, Tadzio shits!


Ob eine fair Celia oder ein rot-blonder Turnschuh-Tadzio, jede Person ist ausfickbar. Aschenbach stirbt nur, weil er den Fick nicht einmal ins Auge fasst, sondern stattdessen eben, so richtig darin schwelgend, seine verpesteten Erdbeeren frisst. So wie ein richtig guter Fick uns vor der Tadzio-Überhöhung oder der Überhöhung irgendeiner anderen Person bewahrt, bewahrt uns das Posten auf einem Litforum vor der Überhöhung durch ein Werk.

***

In der Online-Ausgabe der WELT gestern ein wirklich erschreckendes  Merkel-Foto. Die ganze hässliche Fratze purer Macht, das, was von ihr übrig bleibt, wenn die Maske der Menschlichkeit, die sie, die Macht, heute mehr denn je zu tragen gezwungen ist, um überhaupt auch nur zur Macht zur gerinnen, in einem Augenblick der Unbedachtheit einmal wegfällt. Die in neurechten Kreisen beliebte Gleichsetzung Merkels mit Hitler ist natürlich Blödsinn, schon allein weil der Einhodige sich ja erlauben durfte, die Maske der Übermenschlichkeit zu tragen. Musste trotzdem an die letzten Aufnahmen vom Führerhauptquartier denken, wo man seine zitternden Hände sieht, die er hinter seinem Rücken zu verstecken sucht (Frau Käßmann soll ja angeblich an derselben Krankheit leiden). Es ist mit der Politik wie mit der Literatur, schaut man dem Werkcharakter oder der Macht ungeschminkt in die Augen, bleibt nichts übrig als ein Haufen nicht richtig ausgedrückter Scheiße. Es wäre schön, wenn das Internet der Politik so wie der Literatur durch Litforen das gleiche Schicksal durch eine Art Machtforen bescherte, wo jeder den Politiker spielen darf. Der Populismus ist nur dann eine Gefahr, wenn er von Mittelsleuten propagiert wird, also der Sorte Mensch, aus der sich auch das Verlagswesen speist. 100prozentiger Populismus wäre wie ein Literaturforum, die Macht würde harmlos, langweilig, aber eben auch (Menscheitstraum!): ungefährlich. Die technischen Möglichkeiten sind bereits da, nur haben die Mittelsleute verständlicherweise keine Interesse daran.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von heilerfeld (33) (28.05.2017)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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toltec-head meinte dazu am 28.05.2017:
Das ist Teil einer Erzählung und kein Essay!
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Die Mutter des Forenautors, Tochter eines böhmischen Kapellmeisters - von ihr stammten die Merkmale fremder Rasse in seinem ÄußerenInhaltsverzeichnisBegriff der Sünde - unerlebt. Ursache: ausgelebt.
toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Der Tod in Seelze.
Veröffentlicht am 28.05.2017, 20 mal überarbeitet (letzte Änderung am 28.05.2017). Textlänge: 651 Wörter; dieser Text wurde bereits 534 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.10.2021.
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