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weimar

Prosagedicht zum Thema Orte


von W-M

weimar drängten kalkstein und mergel in die stadt öffneten sich klüfte und schlossen sich wieder um sich erneut zu öffnen und zu schließen wie der atem der rohre unter den straßen der puls der kabel und leitungen darüber bist du auf dem weg in ein neues leben und ein stück weiter siehst du erdfälle dolinen tagbrüche unter deinen füßen ein wellengebirge zur tiefe am abend war der asphalt weich flüssig wie der boden wie moor schwammen die autos zähltest du die bäume zwischen den häusern im park in schwimmbewegungen die vögel die krähen und zeisige die falter und schwärmer bauten fische nester zwischen korallenbäumen dolomitischen mergeln und tonsteinen bliebst du stehen und drehtest dich noch einmal um zu den schatten die dir von straßenlaterne zu straßenlaterne folgten den stimmen die dich riefen von der anderen straßenseite klang metallisch die nacht unter dem hundsstern tropften die perseiden auf dein kleid

du standst barfuß auf dem kopfsteinpflaster lagen deine nicht ausgesprochenen wünsche

an der kirchturmuhr war ein zeiger gebrochen eine falsche zeit hing über der stadt

im geträumten leben war ich wach

wortschaften wohnen mit buchbaumhecken um die häuser

Anmerkung von W-M:

.

veröffentlicht in der Zeitschrift   erostepost Nr. 55, März 2018, Salzburg

Darüber freue ich mich besonders, ist Weimar doch meine Stadt!


 
 

Kommentare zu diesem Text


unangepasste
Kommentar von unangepasste (26.07.2017)
Gefällt mir. Stimmungsvoll. Der Text hat einen guten "Atem". Man erkennt Versatzstücke aus anderen Gedichten von dir, was aber nicht weiter stört, denke ich.
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W-M meinte dazu am 31.01.2018:
ja, seit einiger zeit arbeite ich mit eigenen versatzstücken, kleine kurze gedichtlein, verse, die ich neu kombiniere und die irgendwie zusammengehören, da wird das Gedichteschreiben manchmal ein bisschen wie ein Werkzeugkasten, eine Bastelbox, ein Bausatz ... Danke für die freundliche Aufnahme, dieser Text liegt mir verständlicherweise besonders am Herzen.
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sandfarben
Kommentar von sandfarben (26.07.2017)
Vor dem Lesen muss man ganz tief Luft holen, so ohne Satzzeichen ist für mich der Text schwer zu lesen. Und ich habe nach der zweiten Zeile aufgegeben.

Die einzelnen Sätze danach finde ich großartig, besonders den von der Kirchturmuhr.
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W-M antwortete darauf am 31.01.2018:
man / frau macht beim lesen automatisch pausen, meist sogar an den richtigen wichtigen stellen ... da wird gedichtelesen bisschen wie streckentauchen ohne tauchgerät, wer hält am längsten die luft an?! Danke sehr!
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Bergmann
Kommentar von Bergmann (26.07.2017)
Sehr schön! Hier gefallen mir die Tiere. Und vor allem die geologischen Halbmetaphern! :-)
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 26.07.2017:
"... geologischen Halbmetaphern! :-)" - hier spricht Amy, die lyrische Wäsche-Expertin.
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W-M äußerte darauf am 31.01.2018:
Danke sehr! Halbmetaphern ist gut, noch dazu geologische ... und ja, texte, bei denen man innerlich ganz nah dran ist, gelingen manchmal am besten.

Antwort geändert am 31.01.2018 um 11:42 Uhr
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (26.07.2017)
Man rechnet mit Reminiscenzen an die Klassik. Doch diese halten Weimar offen.
LG
Ekki
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W-M ergänzte dazu am 31.01.2018:
Ja, immer Goethe und Schiller, oder Nietzsche und Liszt, ist ja langweilig. Für mich ist Weimar kein großes Grab sondern eine lebendige und junge Stadt, allein schon wegen der vielen jungen Musikschüler im Stadtbild. Danke für Deinen lieben Besuch Ekki!
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RedBalloon
Kommentar von RedBalloon (26.07.2017)
Ich war zwar schon oft in Thüringen, aber nie in Weimar. Nach dem Lesen deines Gedichts muss ich sagen: leider...
LG Ralf
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W-M meinte dazu am 31.01.2018:
Ja, Weimar ist unbedingt mehrere Besuche Wert, ist es doch die schönste Stadt der Welt, mal ganz objektiv gesprochen. Danke.
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Kommentar von toltten_plag (42) (26.07.2017)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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W-M meinte dazu am 31.01.2018:
Ich steh jetzt eher auf dem schlauch als dass ich neben mir liege?
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wa Bash
Kommentar von wa Bash (26.07.2017)
gut geschrieben, gefällt mir...
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W-M meinte dazu am 31.01.2018:
Danke sehr!
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Kommentar von Ingrid. (38) (10.03.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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W-M meinte dazu am 17.03.2018:
Danke sehr ... ja, mit der interpunktion habe ich auch überlegt, anfangs gab es kommas, ich verzichtete dann ganz, auch wegen der mehrdeutigkeiten an einigen stellen und, um den fluss zu beschleunigen, ich denke, der leser 7 die leserin macht von sich aus pausen, sei es wegen atemlosigkeit oder sinngemäß an den richtigen stellen, oder, wie es ihm / ihr beliebt, das muss kein fehler sein, aber, du hast recht, es gehört gut bedacht. es ist eine lyrische prosa, ein fließtext ... ? danke nochmals. lg, werner
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tueichler
Kommentar von tueichler (11.05.2018)
Was mich an Deinem Text Reiz ist, dass man einen, von mir so bezeichneten, Leserahmen setzen kann. Den schiebt man bei gleicher Länge über den Text und damit verändert die Ansammlung der Worte ohne Satzzeichen die Bedeutung.

Gern gelesen!

Tom
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W-M meinte dazu am 12.05.2018:
Danke sehr! Die Leserahmenidee ist gut, muss ich auch mal probieren ... allerdings beim schreiben setze ich wohl unwillkürlich unbewusst schon so etwas wie einen ... die teile verschwimmen dann bzw. fließen bedeutungsverschieden schon ineinander ... danke.
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