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ScheidewasserInhaltsverzeichnisEin Mann geht den Strand entlang

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Erzählung zum Thema Wünsche


von toltec-head

In einem "schlechten Französisch" schreiben, einen oralen Stil pflegen, also so schreiben wie man spricht, so in einer Ich-kotz-euch-jetzt-mal-meinen-Tag-hin Manier. Dabei oft auch leider gerade zu viel Rotwein getrunken haben, so dass das Geschriebene letztlich grenzwertig bleibt. Menstruationslyrik ist blass, blöde und blütenhaft, die sehr seltene Menstruationsprosa hingegen schon was tolles. Blutig und hart. Medea: Leser, pass gut auf, sonst könnte es sein, dass du im nächsten Moment aufgegessen wirst! Schwanzgesteuerte Prosa wirkt im Vergleich dann auch schnell wie bloß gut kaschierte Menstruationslyrik. Blass und mühsam, irgendwie herausgetröpfelt halt.

Dieses ganz bewusste "schlecht" schreiben im Parlando-Ton erzeugt im Leser das wohlige Gefühl, jedermann könne Schriftsteller sein (was ja auch irgendwie stimmt). Schaut man dann aber auf LitForen wie kV vorbei, stellt man schnell fest, dass der/die schreibende Jedermann_frau genau den entgegengesetzte Schreibstil pflegt, also auf Teufel komm raus bemüht ist, "gut" zu schreiben. Statt zu schreiben, wie einem Schnauze gewachsen ist, werden  irgendwelche "richtigen" Schriftsteller nachgeahmt, oftmals stolz wie Bolle sogar richtige Metrik ("waschechtes Sonett" etc.) präsentiert. Die Foren wären was tolles, wenn sich dort wirklich bloß Dilettanten träfen. Stattdessen treffen sich aber nur Krüppel der funktionalen Differenzierung (Literatur als Funktionssystem!), die ihre Verkrüppelung gerade durch die Abwesenheit jeglichen persönlichen Ausdrucks - und sei dieser eben falsch oder negerhaft, schwul oder sonstwie - zur Schau tragen.

***
Gerade als schwuler Mann weiß man anders als unsere #me too-Schwestern natürlich, dass zu 100 % aktive Männer etwas wie ein Naturwunder sind, also hoch zu achten und (was nicht immer einfach ist) zu hegen und zu pflegen. Vergleichbar eigentlich nur mit wirklich großen Schriftstellern. Nur beinah leider auch genauso selten. Und eben doch auch irgendwie nervig. Und auch böse und dumm wie Hunde, die ständig rumturnen und kläffen müssen. Wobei große Schriftsteller den Vorteil haben, dass man sie im Regal verschwinden lassen kann.

Traum einer rein passiven Literatur. Zumal dieses schwanzgesteuerte "Ich erzähl ich euch jetzt mal eine toll konstruierte Geschichte mit echtem, psychologischem Tiefgang"  ja heutzutage eh viel besser von unseren Literatur-Fräuleins mit ihrem überwältigendem Sitzfleisch besorgt wird. Aber wie könnte eine zu 100% passive Literatur denn überhaupt ansatzweise aussehen? Abschreiben mit kleinen Fehlern halt. Beinah mehr unbewusst die eigene Duftmarke setzten. Sich von den Großen, Richtigen, Harten ficken und ficken und ficken lassen, die, während man auf ihnen reitet, gar nicht merken, wie sie selbst es sind, die fortwährend mit dem Arsch gefickt werden.

Aber aggressiv passiv ist eben doch nicht zu 100 % passiv. Vielleicht sogar nur noch ekliger aktiv. Wie dieses ganze dekonstruktivistische Schriftsteller-Geschmeiß zum Ende des 20. Jahrhunderts hin, das total schwanz- oder eben arschgesteuert die Schwanzsteuerung zu hintergehen versuchte, nur um am Ende  in einer Art Hölle namens Dildosteuerung zu landen.

Cool wäre eine App, die von selbst in einer Art Baby-Deutsch alles aufzeichnet, was man die ganze Zeit so macht, so dass man am Ende nur die Zeilensprünge einfügen muss, während man sich beim Lesen selbst überrascht. Noch cooler natürlich, wenn es dies sogar für nachts gäbe, so dass nicht nur der ganze Abwasch sondern auch die eigenen Träume aufgezeichnet werden.

ScheidewasserInhaltsverzeichnisEin Mann geht den Strand entlang
toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Wie weiter schreiben?.
Veröffentlicht am 05.07.2018, 9 mal überarbeitet (letzte Änderung am 05.07.2018). Textlänge: 515 Wörter; dieser Text wurde bereits 175 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 13.11.2019.
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