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Auspuffotter in zwölf kleinen Häppchen

Lehrstück zum Thema Verarbeitung/ Verdrängung


von LotharAtzert

Häppchen 1. 1. Belag
"Hey, Onkel Lollo, schreib doch mal wieder was, dass alle dich verfolgen."
T.B.

In "The big big Samsara" und "Leck im Rumpf" sprach Ätznatron vom Prinzip, resp. davon, wie Anhaftung und Abneigung sich immer in der Waage halten: wo auch nur eines von den beiden auftaucht, erscheint sein polarer Gegenspieler. Der Himmel duldet längerfristig keine Unausgewogenheit.
Heute, um das Gesagte zu vertiefen, möchte ich dazu noch ein paar aktuelle Bezüge herstellen:

Die Userin B. verachtet die Werke von M. und begründet es mit dem Hass, der darin zum Ausdruck gebracht wird. Haß sei vergiftend.
Was ungenannt bleibt, ist, daß die Userin B. die Werke von E, liebt, weil, da viel Zartgefühl in dessen Werken ist, was also denen von M. diametral entgegengesetzt scheint.
Das Zartgefühl, welcher Grobe liebt es nicht, die Pranke drauf zu legen.

Hass sei vergiftend? - Das stimmt nicht ganz, der Gedanke ist noch unfertig. Haß ist die Erscheinung einer verdrängten Enttäuschung. Und Enttäuschte rotten sich gern zusammen, um sich GEMEINSAM zu holen, was ihnen von irgendwem verweigert wurde.
ENDE Häppchen 1

Anmerkung von LotharAtzert:

 Forndom- Återkomst



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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Bette (70) (25.11.2018)
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LotharAtzert meinte dazu am 25.11.2018:
Bestes Beispiel: da hat die Leserin **** "anklagend" gewertet. Dabei versuche ich doch nur, das allesausgleichende Waageprinzip durch Beispiele herauszuschälen aus der Unbegriffenheit, es zu artikulieren, wie der Bürger sagt.
Doch der Bürger wills nicht nur nicht wissen, er will verhindern, daß sein Nichtwissenwollen der eigenen Abgründigkeit jemals zur Sprache gebracht wird.
An die Klickerin: ich klage niemanden an, aber werde auch niemals aufhören, die Dinge, soweit ich sie erkenne, beim Namen zu nennen.
Anklagend - pah!

Von mir auch einen Gruß.
(Geh sparsam damit um!)
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Kommentar von Easy (32) (25.11.2018)
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LotharAtzert antwortete darauf am 25.11.2018:
Wie in anderen Werken schon gesagt: Hass bzw. Abneigung ist von wässeriger Natur und Anhaftung/Gier ist feurig. Feuer verlischt, wenn alles aufgezehrt ist, mit dem Verzehrten.

Verachtung würde ich auch zum Wasser zählen, da es keine aktive Haltung ist, sondern eher zögerlich. Der Feurige nimmt sich ungefragt, was er begehrt, das erregt bei weniger Feurigen Verachtung und Haß. Einverstanden? (mit mir kann man ja reden )

Astrologisch (Perlen vor die Säue hier) ist Acht, die 8, das achte Zeichen Skorpion. Ver- und Mißachtung demnach der verdrängte Skorpion.
Achtung im Sinne der Qualitätskontrolle. Wir nennen den Skorpion auch "Bindung an die Begegnung" (B. = Waage)
Acht-Samkeit ist auch ein schönes Wort. Besser als bloß ein Same. Wer unachtsam ist, fliegt halt öfter auf die Fresse.

Das waren jetzt so ein paar unvollständige Impressionen für die Futterverwerter.
Danke dir und Gruß
Lothar

Antwort geändert am 25.11.2018 um 14:28 Uhr
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Easy (32) schrieb daraufhin am 25.11.2018:
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LotharAtzert äußerte darauf am 25.11.2018:
Das Wörtchen "normal" gibt es erst seit Auftreten der Industriellen Revolution (ca. 1820) Ab da wurde genormt, da begann die Serien-Vergewaltigung der Natur des Geistes

Ja, ich weiß, was du meinst, alles gut ;).
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Kommentar von Piroschka (55) (25.11.2018)
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LotharAtzert ergänzte dazu am 26.11.2018:
Liebe Piroschka,
gut, daß du es ansprichst. Haß gegen die eigene Trägheit kann beispielsweise dazu führen, diese zu überwinden, dann war er nützlich.
Aber hier geht es ja ums Prinzip. Da ist Haß immer vergiftend und ebenso die Gier. Und so geht es auch weniger darum, Zugänge zu verwehren, was sowieso nicht immer gelingt, sondern, wie meine tibetischen Lehrer sagen, die zwei Geistesgifte (- es handelt sich ja um Energie) umzuwandeln - Gier in Mitgefühl und Haß in Weisheit. Mitgefühl und Weisheit sind die beiden zusammengehörenden Flügen und du weißt ja: mit nur einem Flügel kommt man nicht weit.
Daß diese Verwandlung nicht in drei Wochen geschieht, ist klar, es ist eher eine Lebensaufgabe. Wer es aber eilig hat, für den gibt es schon ein paar effektive Mittel. Laut Buddha gibt's 84 000 Mittel gegen ebensoviele Krankheiten.
Vielen Dank und Gruß
Lothar
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Augustus
Kommentar von Augustus (25.11.2018)
Und Enttäuschte rotten sich gern zusammen, um sich GEMEINSAM zu holen, was ihnen von irgendwem verweigert wurde.

An dieser Stelle würde ich entgegnen, dass es sich nicht grundsätzlich um Verweigerung geht, sondern gleichermaßen um Ungerechtigkeit oder Betrug oder Verbrechen, das am denjenigen vom anderen - subjektiv empfunden - ausgeübt wurde, den Hass dominiert.

Der Verweigerung geht z.B. ein Betrug vor. Jemand weigert sich die Wahrheit zu sagen und lügt weiter z.B.

Durch ein Verbrechen wurde eine Kette gestohlen, der Dieb weigert sich die Kette dem Eigentümer auszuhändigen.

Ein Gesetz bevorzugt die Reichen bei der Abgabe von Steuern, die Reichen (im Parlament) verweigern eine Gesetzänderung. Die Ungerechtigkeit bleibt weiter bestehen.

Dementsprechend ist die blosse Verweigerung nur die Hälfte der Miete, die den ganzen Hass finanziert.

Ave

Kommentar geändert am 25.11.2018 um 18:57 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 26.11.2018:
Am besten gebe ich dir geradewegs recht, denn ich glaube, es handelt sich hier um einen vom Hauptsächlichen ablenkenden Nebenschauplatz, auf den ich nicht eingehe, will heißen: eigentlich geht es hier ums Prinzip, das besagt, wo Anhaftung ist, ist auch Abneigung - bei jedem Einzelnen. Und deshalb ist es in der Gemeinschaft ebenso, nur leichter zu verdrängen, denn "Schuld sind immer die anderen".

Weiß man das aber, führt kein Weg dran vorbei, bei mir selbst zu beginnen, Anhaftung in Mitgefühl und Abneigung in Weisheit zurück zu verwandeln. Mit Ungerechtigkeit und Steuerabgaben hat das nur über 10 000 Ecken zu tun.

Solange das nicht begriffen wird, beharre ich darauf.
Danke dir
Tashi deleg
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Kommentar von harzgebirgler (27.11.2018)
die hasskappe steht manchem gut
dem sonst eh kaum was stehen tut.

grüße
henning
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LotharAtzert meinte dazu am 28.11.2018:
Daß häßlich mach dies' schlaffe Hassen,
kann nur dem Schönheitsschnippler passen.

Dankesgruß
Lothar
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Vom Wind in den Bäumen.
Veröffentlicht am 25.11.2018, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 25.11.2018). Textlänge: 178 Wörter; dieser Text wurde bereits 212 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 17.09.2019.
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