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Der morbide Charme der K.u.k.-Monarchie

Sonett zum Thema Untergang


von EkkehartMittelberg

Du bist der Dichter dieser Monarchie,
unvergessen wie der Held von Solferino,
du schufst als Literat ein großes Kino,
„Radetzkymarsch“, die bittersüße Melodie.

Die Leiden deines „Hiob“ scheinen nie zu enden,
Mendels Glauben hängt am letzten Faden,
Verdammnis oder wird der Herr ihm gnaden?
Jehova kann sein schlimmes Schicksal wenden.

Du warst begehrt bei attraktiven Frauen,
sie liebten deine tiefe Traurigkeit,
doch deine Eifersucht zerstörte das Vertrauen.

Viele gaben sich bei deinem Tod die Ehre,
Monarchie und Kommunisten zeigten Leid,
am Grab entbrannte Literaten-Streit.

 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (21.09.2019)
Ja, Charme, und wirklich morbid. Treffer. LG
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 21.09.2019:
danke, Armin. Noch bliebt der Autor unbenannt. Aber das wird sich bald ändern.
LG
Ekki
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (21.09.2019)
Charme, lieber Ekki, hat heutzutage nicht mehr den Stellenwert von einst, und der Lebensweg deines Probanden ist interessant aber keineswegs erstrebenswert.
Dein Sonett war Anlass mich mit dem nicht ganz einfachen Herrn zu beschäftigen!
Herzliche Grüße
TT
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EkkehartMittelberg antwortete darauf am 21.09.2019:
Meric, Tasso, ich stimme dir zu, dass sein Lebensweg nicht erstrebenswert ist. Freilich ist kaum einem seiner Herkunft ein erstrebenswertes Leben gelungen. Als Literat war er jedoch überragend und er hat mit "Radetzkymarsch" wohl den besten Roman über die Donaumonarchie geschrieben, die sich zahlreicher guter Dichter rühmen konnte.
Herzliche Grüße
Ekki
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Sin
Kommentar von Sin (21.09.2019)
Der Name dieses Dichters ist mir schon des öfteren über den Weg gelaufen. Ich werde wohl eine weitere Investition in seinen "Radetzkymarsch" tätigen müssen. Gut, dass Du mit deinen Zeilen an ihn erinnert hast, Ekki. Herzlich, Sin
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EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 21.09.2019:
Merci, ich bin ganz sicher, dass du es nicht bereuen wirst, Sin. Einige Kenner des Films meinen übrigens, dass die Verfilmung die Qualität des Romans erreiche.
Herzliche Grüße
Ekki
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AchterZwerg äußerte darauf am 21.09.2019:
Herr R. zeigt große Schwankungen in der Qualität seiner Werke.
Na ja, die ständige Geldnot und selbst Stefan Zweig wollte am Ende nicht mehr so recht ran ... das kann schon melancholisch stimmen.
Mir gefallen seine genialen, boshaften Sprüche am besten. Beispielsweise:

Es hat wirklich keinen Sinn, ein deutscher Schriftsteller zu sein. Man sieht von hier (Paris) wie von einem großen Turm des Europäertums und der Zivilisation hinunter, tief hinunter, Deutschland liegt in irgendeiner Schlucht.


Dem ist nichts hinzuzufügen.

Pico (freundlich grüßend)

Antwort geändert am 21.09.2019 um 16:20 Uhr
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EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 21.09.2019:
Grazie,lLiebe r Pico, man sieht an Goethe, dass Wohlhabenheit es einem Dichter erleichtert, auf hohem Niveau zu schreiben. Freilich sind auch große Werke in materieller Not entstanden. Aber wenn der arme Poet (Spitzweg) ständig seinen Regenschirm justieren muss und der HmHmHm durch Mutters Stübele pfeift, ist es schawierig, das Niveau zu halten
Liebe Grüße
Ekki
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Kommentar von Ralf_Renkking (21.09.2019)
Hi Ekki,

ohne Internet wäre ich aufgeschmissen gewesen. Von Irmgard Keun, bzw. "Das kunstseidene Mädchen", jedoch hatte ich vorher schon gehört,allerdings im Zuge der "Neuen Sachlichkeit".

Ciao, Frank
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 21.09.2019:
Merci, Frank, die Liebe zwischen Irmgard Keun und Joseph Roth war äußerst leidenschaftlich. Am Schluss har er sie, wie andere Frauen auch, durch seine krankhafte Eifersucht verloren.
Servus
Ekki
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Kommentar von Regina (21.09.2019)
Den hat doch Johann Strauß sen. komponiert. Gibt es da wohl einen Roman oder Text dazu?
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 21.09.2019:
Danke, Regina, Wikipedia hat dem bedeutendsten Roman von Joseph Roth "Radetzymarsch" einen eigenen Artikel gewidmet. "Radetzkymarsch ist ein Roman des österreichischen Autors Joseph Roth. Er erschien 1932 in Berlin im Verlag Kiepenheuer, nachdem er zuvor in der Frankfurter Zeitung als Fortsetzungsroman veröffentlicht worden war.
In Form einer drei Generationen umspannenden Familiengeschichte beschreibt Roth den Zerfall der Doppelmonarchie. Der Titel des Romans bezieht sich auf den gleichnamigen Marsch von Johann Strauss (Vater) aus dem Jahr 1848, der sich symbolhaft durch die Handlung zieht. Auf die Handlung von Radetzkymarsch verweist auch Roths 1938 erschienener Roman Die Kapuzinergruft. "
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (23.09.2019)
Hallo Ekki, einen so schwierigen Charakter in vierzehn Zeilen zu packen, ist schon eine Glanzleistung. Dass dabei einige Widersprüchlichkeiten seines Daseins unberührt bleiben mussten, versteht sich von selbst. Aber schon der Versuch ehrt dich. R-R. hätte eine wunderbar schnarrende Rede gehalten. Hat er wohl auch. Das Wesentliche fehlte weder bei ihm noch bei dir.
LG von Gil.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.10.2019:
Welch charmantes Kompliment, Gil. Ich danke dir sehr.
Beste Grüße
Ekki
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