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im Bruchland

Gedicht


von juttavon

gehst du auf und ab
mit verschränkten Armen
weht ein Zweig dir
ins Gesicht

ein Schlagen grell
du bist verhört
und sie verstören

die Erinnerung
ist ein Leichentuch blutfleckig
entmenscht Hoffen und Mut

Abstimmung gibt es
eine Stimme wie deine
hat Not ausgerungen

Tränen verdorren
der Sündenbock fällt
wer erhebt sich noch

Anmerkung von juttavon:

u.a. inspiriert durch "syrien" und "syrien II" von W-M


 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (22.10.2019)
Hallo Jutta, das Traurige ist, dass es mehr als ein Bruchland gibt. Wenn sie befriedet werden, bricht der Bruch bald wieder auf.
LG
Ekki
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juttavon meinte dazu am 27.10.2019:
Danke! Ja, das "Bruchland" steht für viele...

HG Jutta
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (23.10.2019)
Schön, liebe Jutta.
Mal schauen, was mir dazu so einfällt.

HG
H.
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albrext
Kommentar von albrext (24.10.2019)
Wieder einmal

Da war ein Krieg und sie gingen hin.
Was sind schon Worte, wenn der Wind schreit
und der Tod über den Gräsern weint.
Danach, im Vielleicht,
ist dann so etwas wie Frieden.
Wieder einmal.

Grüße der Hoffnung Albrecht
diesen Kommentar melden
juttavon antwortete darauf am 27.10.2019:
Vielen Dank, lieber Albrecht.

Schenke Deine Zeilen doch allen hier, sie sind lesenswert!

HG Jutta
diese Antwort melden
Habakuk
Kommentar von Habakuk (25.10.2019)
Dein Gedicht gefällt mir, liebe Jutta.

Ich beziehe es aber nicht nur auf die Syrien-Zustände. Es beschreibt in eindringlichen Bildern den aktuellen Zeitgeist, der von Ignoranz, Teilnahmslosigkeit, Kälte, Entmenschlichung, Selbstsucht etc. geprägt ist. Auf allen Gebieten.
Wir leben ja auch im eisernen Zeitalter, wie es die alten Griechen Ovid und Hesiod bereits vor über zweitausend Jahren beschrieben haben. In diesem Zeitalter hört Treue und Redlichkeit auf; Betrug, Hinterlist, Habsucht, Gewalt etc. pp. treten an ihre Stelle. In diesem Zusammenhang sei auf den noch weitaus älteren Begriff „Kaliyuga“ aus der hinduistischen Kosmologie hingewiesen, der das Gleiche beschreibt.

Ich spreche nur einige Bilder in deinem Gedicht besonders an. Sie sprechen ansonsten für sich.
Mit verschränkten Armen bauen wir sowohl eine physische als auch psychische Barriere zwischen uns und unserem Umfeld auf. Mensch begreift nicht, dass alles eins ist. „Tat twam Asi – das bist du! Du bist das, was durch dich wahrgenommen wird. Du bist all das.“
Arthur Schopenhauer wusste die Upanishaden sehr zu schätzen und es war für ihn der Satz „Tat twam Asi“ von besonderer Bedeutung. Er sagte: „Das Tier, das du jetzt tötest, bist du selbst.“
„Auf und ab gehen“ drückt einen mangelnden Standpunkt aus. Könnte aber auch für Angst und Unsicherheit stehen. Wer erhebt sich noch? Wenige. Außer einer Menge heißer Luft, sei es in Politik oder Gesellschaft, kommt da grundsätzlich wenig. Wir leben ja auch im Zeitalter der heißen Luft, daher die Klimaerwärmung. Zumeist schwappt das Elend in einer Flutwelle aus dem Fernseher und kommt vor unserer Buttercremetorte zum Stillstand.
Ein wenig Sarkasmus sei erlaubt.

Ohne jetzt eschatologisch in die Tiefe zu gehen, mir bleibt bei deinem Gedicht ein in alten Schriften oft ausgerufenes „Wehe“ im Sinn. Interessiert keinen. Noch nicht! Und die Neunmalklugen, die glauben, sie hätten es bis dahin hinter sich, haben es vor sich.

Viele Klangfiguren, insbesondere Assonanzen und Konsonanzen, aber auch vereinzelt Alliterationen in deinem Gedicht, die für den Rhythmus und Sprachklang mitverantwortlich zeichnen. Zeige ich jetzt nicht alle auf. Hier sind ja alle Leser vom Fach. Unterstelle ich einfach mal.

Assoziationsreiche Bildhaftigkeit, Klangreichtum, Rhythmusbetontheit. Für mich ist dieses Gedicht ein ästhetischer Klangkörper. Die lakonischen, knappen Bildsequenzen, der elliptische Satzbau, all das lässt die Bilder auf den Leser stakkatomäßig einprasseln und zu einem rhythmischen, eindringlichen Strom anschwellen.

Schön!

HG
H.
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juttavon schrieb daraufhin am 27.10.2019:
Danke, lieber H., für Deinen Kommentar mit weitem Horizont.

Ja, der Zeitgeist, eisern...

HG Jutta
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juttavon
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Veröffentlicht am 22.10.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 22.10.2019). Textlänge: 38 Wörter; dieser Text wurde bereits 99 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2019.
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