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Hilfe!

Kurzprosa


von niemand

Martin hat ein Helfer-Syndrom. Kein mäßiges, keines das jeder irgendwann in sich verspürt, nein, Martin hat ein ausgeprägtes. Sobald das Wort „Helfen“ auf sein Trommelfell schlägt, blüht er auf wie eine Rose, allerdings eine die, Zeit überspringend, aus der Knospe in die volle Reife übergeht. Nichts Normales also.

Martin will helfen, auch wenn die anderen nicht wollen. Wenn Martin anruft, weiß jeder, dass es sinnlos wäre nein zu sagen, denn Martin fragt nicht ob er helfen soll, oder darf, Martin ruft: „Ich komme!“

Und Martin ist schneller da, als man den Hörer auflegen kann. Und wenn Martin erst einmal da ist, bleibt er auch. Alle Versuche in die Richtung: “ Das ist aber nicht nötig, hier ist alles in Ordnung", scheitern an seiner Betriebsamkeit, denn Martin sucht und wer sucht der findet bekanntlich auch.

Inzwischen habe ich mir sagen lassen, dass einige Bekannte die Telefonnummern austauschen ließen. Martin ruft also sinnlos an. Nicht bei mir, denn ich habe es versäumt. Bei mir sitzt Martin nun seit zwei Tagen. Zwei Tage, in denen er mir klar macht, wo und weswegen ich seine Hilfe benötige.

Martin ist da und er blüht. Nicht wie eine Rose, nein, Martin blüht wie ein Strauch Rosen. „Krise“ ist übrigens Martins Lieblingswort. Er wiederholt es mehrmals am Tag. Ich überlege schon seit Stunden, wessen Telefonnummer ich noch habe, um diese an Martin weiter zu geben. Es muss doch noch einen geben, der nicht ausgetauscht hat.

Ich bin in einer Krise.

 
 

Kommentare zu diesem Text


TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (19.03.2020)
Martin ist wie Corona.
Es gibt kein Mittel gegen ihn !
.
.
.
.
.
Ich halte mal Abstand
LG TT
diesen Kommentar melden
niemand meinte dazu am 19.03.2020:
auf den Punkt getroffen!

mit schmunzelnden Grüßen
und Dank! Irene
diese Antwort melden
Sätzer
Kommentar von Sätzer (19.03.2020)
He, du kannst ja auch Prosa. Köstlich. Wie schön, dass ich Martin (noch nicht) an der Backe habe
LG Sä
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niemand antwortete darauf am 20.03.2020:
Na, ja vom "kann" ist ja noch nicht die Rede ich versuche mich allerdings ab und an, um ein wenig von der "Gedichterei" loszukommen. Mit lieben Grüßen und Dank! Irene
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (19.03.2020)
Dem hätte selbst Mahatma Gandhi mit der Axt den Schädel gespalten.
diesen Kommentar melden
niemand schrieb daraufhin am 20.03.2020:


Der ist echt GUT!
Mit lachenden Grüßen, niemand
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (19.03.2020)
Wirklich gut, findisch. -Im Aufbau, dem stillen Witz und dem vortrefllichen, punktgenauen Schluss.

Gut, dass Telefonnummern, die Martinis dieser Welt und Krisen austauschbar sind!

Diesmal isses allerdings nicht einfach. Zugegeben.

Herzlichst
der8.
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niemand äußerte darauf am 20.03.2020:
Ich dank! Dir herzlich, liebe Heidrun. Ich starte mal ab und zu
einen Versuch in diese Richtung, daher freut es mich besonders,
dass Dir dieser zusagt Mit lieben Grüßen zurück, Irene
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Augustus
Kommentar von Augustus (19.03.2020)
und wenn man mal ihn wirklich braucht, dann ist er nicht da...

Ave
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (19.03.2020)
hallo Irene,
manchmal gehen Menschen wie Martin in die Politik, um dort ihr Helfersyndrom auszuleben. Ich überlege mir, ob man denen helfen kann, die dann tolerant bleiben.
Verwirrte Grüße
Ekki
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niemand ergänzte dazu am 20.03.2020:
Das mit dem "Gehen in die Politik" ist echt nicht schlecht, lieber Ekki. Habe ich auch schon öfter gedacht dass es so sein könnte.
Mit liebem Dank und lieben Grüßen zurück, Irene
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Veröffentlicht am 19.03.2020. Textlänge: 243 Wörter; dieser Text wurde bereits 145 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 06.05.2020.
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