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Baruch de Spinoza: Ist alles Gott?

Essay zum Thema Wahrheit


von Bluebird


(von Bluebird)
Baruch de Spinoza (1632 – 1677), ein in Amsterdam geborener Jude, war sicherlich einer der meistgehassten und angefeindensten Philosophen aller Zeiten. Und dies, obwohl er eigentlich ein sehr feinsinniger und bescheidener Mensch war.
  Der Grund für diesen Hass und die damit verbundenen Anfeindungen war sicherlich seine ketzerische These, dass „Gott in allen Dingen und alle Dinge in Gott seien“:
„Über Gott und die Natur hege ich eine Meinung, die von der weit verschieden ist, die die neuerlichen Christen zu verteidigen pflegen. Denn ich halte Gott für die inwendige Ursache aller Dinge …, nicht aber für die diese überschreitende Ursache. Ich sage, alles sei in Gott und werde in Gott bewegt. Dies behaupte ich, …, im Einverständnis mit Paulus.“

Worauf sich Spinoza hier wohl bezieht, ist folgendes Pauluszitat :
und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir (Apostelgeschichte  17)
Da muss man allerdings sagen, dass er sich das schon etwas zurechtgebogen hat. Dies wird im Kontext deutlich:
Und Er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.“
Gott ist der Schöpfer, aber nicht unbedingt die Schöpfung.
 
Diese pantheistische Überzeugung Spinozas könnte heute vermutlich keine Kritiker mehr groß hinter dem Ofen hervorlocken, aber zu seiner Zeit war das ein herber Affront gegen den vorherrschenden christlichen und auch jüdischen Glauben.
    Persönlich ist mir dieser Mensch nicht unsympathisch, aber ich denke doch, dass er geirrt hat. Ich glaube, dass Gott doch die überschreitende Ursache aller Dinge ist  und als in der Welt Wirkender persönlich erfahrbar ist.


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Kommentare zu diesem Text


loslosch
Kommentar von loslosch (05.04.2020)
war gott persönlich erfahrbar, als sich gläubige ältere herrschaften in einer kath. kirche in berlin unter die jüngeren besucher mischten, inbrünstig beteten und wenige tage später am corona-virus verstarben?
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Bluebird meinte dazu am 05.04.2020:
Tja, des Menschen freier Wille ist ein offensichtlich gewährtes ( göttliches) Grundrecht!? So jedenfalls würde ich das biblisch begründen ... ob ich damit richtig liege, lass ich mal dahingestellt.
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Graeculus antwortete darauf am 05.04.2020:
Was hat denn der Konnex "zu Gott beten und dennoch infiziert werden" mit dem freien Willen zu tun? Der kann sich doch allenfalls in der Entscheidung, gemeinsam zu beten, manifestieren. Und Gott antwortet mit seinem freien Willen darauf wie?

In seiner neuerschienenen Autobiographie schreibt Woody Allen über seine Schulzeit:
Erst kam der Fahneneid, mit der Hand auf dem Herzen, um sicherzugehen, dass wir uns nicht auf die Seite der Achsenmächte schlugen. Dann ein bescheuertes Gebet, das niemals erhört wurde. Nicht mal ein „Ich denke darüber nach“ gab es zur Antwort. Gott schweigt, sagte ich immer, jetzt müssten nur noch unsere Lehrer die Klappe halten.


Antwort geändert am 05.04.2020 um 14:43 Uhr
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Ralf_Renkking schrieb daraufhin am 05.04.2020:
So wirklich ist loschis Frage damit aber nicht beantwortet, meiner Meinung nach sind jedoch auch bspw. Superman und Batman als in der Welt Wirkende persönlich erfahrbar, real sind sie deshalb allerdings noch keineswegs, na ja, zumindest nicht für mich.
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Bluebird äußerte darauf am 05.04.2020:
Ich kenne den Berliner Fall jetzt nicht, aber manche Christen meinen in diesen Tag besonderen Glaubensmut/Gottvertrauen demonstrieren zu müssen .. ... ich halte eine solche Handlungsweise - angesichts der behördlichen Warnungen - für ziemlich leichtsinnig und bedenklich ...

Antwort geändert am 05.04.2020 um 19:10 Uhr
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (05.04.2020)
Das Traurige: Spinoza hat sich in beispielfhafter Weise bemüht, für seinen Standpunkt zu argumentieren: "Ethica Ordine Geometrico Demonstrata / Die Ethik mit geometrischer Methode begründet". Davon bleibt bei Dir nichts mehr übrig. Du gehst auf seine Argumente mit keinem Wort ein. Das muß jemandem, der sich gerade mit seiner Argumentation große Mühe gegeben hat, wehtun.
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Bluebird ergänzte dazu am 05.04.2020:
Es steht dir frei, uns hier keinen kleinen Einblick zu gewähren in seine Argumentation
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Graeculus meinte dazu am 05.04.2020:
Das ist nicht meine Aufgabe, da nicht ich hier Spinoza vorgestellt und kritisert habe. affirmanti incumbit probatio.
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Kommentar von Cora (29) (05.04.2020)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Bluebird meinte dazu am 05.04.2020:
Baruch de Spinosa ...ja, kann ich ändern ... kein Problem!

Antwort geändert am 05.04.2020 um 19:02 Uhr
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Dies ist ein Abschnitt des mehrteiligen Textes Berühmte Philosophen und die Sinn- oder Gottesfrage.
Veröffentlicht am 05.04.2020, 9 mal überarbeitet (letzte Änderung am 05.04.2020). Textlänge: 316 Wörter; dieser Text wurde bereits 54 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.05.2020.
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