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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Samstag, 16. Oktober 2010, 17:40


...auf dem Dorfe

von m.o.bryé


Zuweilen laufen im (vorzugsweise öffentlich-rechtlichen) Fernsehen diese süßen, kleinen Dorfkrimis. In diesen Filmen wird schnell klar: Ein Dorf ist eine große Familie, in der jeder bestens über den anderen informiert ist und sich alle gegenseitig verachten. Was die Gemeinschaft dennoch zu einer solchen macht, ist ihr gemeinsames Ziel: den Schein zu wahren (denn jedes Dorf hat sein tiefschwarzes Geheimnis) und Fremde, die wie Parasiten in den Dorfkörper eindringen, schnellstmöglich wieder daraus zu entfernen.

Ich habe vor diesen Streifen das ein oder andere Sofakissen angenagt bei dem Gedanken, welches Bild die Welt da draußen eigentlich von Dorfkindern wie mir haben muss. Ich grübelte, ob ich meine Herkunft bei der Begegnung mit dieser Welt vielleicht einfach dezent verleugnen solle. Natürlich könnte ich auch den großen Aufklärer machen à la: Also, eigentlich ist das ja ganz anders…

Als die Situation dann konkret wurde und ich mit der Welt zusammentraf, hatte ich schon lange keine Dorfklüngelfilmchen mehr gesehen und sie eigentlich ganz vergessen.

Aber jetzt bin ich zurück. Und die Leute schauen mich an. Sie schlagen die Augen nieder, wenn ich grüße, gehen schneller, wenn sie meine Schritte hinter sich hören. Beim Bäcker hat man sich nicht entschuldigt, dass ich eine Viertelstunde auf das Erscheinen einer Verkäuferin warten musste, und meine Nachbarn haben neulich geflüstert und mich angesehen, als ich eingeparkt habe. Sie werfen mir Blicke zu. Ihre Stimmen sind voller Missfallen und neulich habe ich jemanden „Antichrist“ wispern hören, als ich über die Straße ging. Niemand war zu sehen. Mir sind diese alten Vorurteile wieder eingefallen. Ich schließe jetzt die Vorhänge und die Türen. Ich hatte meine Perspektive verwechselt.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


AlmaMarieSchneider
Kommentar von AlmaMarieSchneider (17.10.2010)
Ich komme von einem Dorf und bin wieder in ein Dorf gezogen. Deinen Bericht kann ich nicht bestätigen ...und ob jeder über den Anderen Bescheid weiß? Immer nur so vel, wie man selbst von sich preis gibt.
Im Übrigem bin ich im Dörfle als Zuzug gut aufgenommen worden.
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bookishasearlgrey
Kommentar von bookishasearlgrey (17.10.2010)
Ich bin von einer Stadt erst in ein Dorf gezogen, dann in ein anderes. Im ersten Dorf gab es ein Viertel, in dem nur die aus der Stadt zugezogenen lebten. In der Schule gab es getrennte Klassen zwischen den Zugezogenen und den im Dorf geborenen. Im zweiten Dorf gab es ein solches Viertel nicht, weil es außer meiner Familie kaum Zugezogene gab und die Busfahrt mit den Dorfkindern gestaltete sich jeden Morgen zur Hölle.
Nun wohne ich in Berlin und kenne das erste Mal die Leute im Haus und sie grüßen mich.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (17.10.2010)
Beide Vorurteile übereinander stimmen. Nicht. Aber solange sich die Wirrköpfe mit dem Gedanken beschäftigen, ob jemand wohl aus Wuppertal-Oberbarmen oder aus Wuppertal-Unterbarmen stammt, und welche Konsequenzen das für den Umgang miteinander hat, wird es nichts mit dem Weltbürgertum insgesamt. Und mit dem Weltfrieden und kein Hunger mehr nirgendwo. Oder, wie Du es schreibst in Deiner ausgezeichneten Kolumne: Ich hatte die Perspektive verwechselt… Eine Perspektive wird verwechselt wohl eher, und nicht von der Autorin, Andreas
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (18.10.2010)
Nunja, ich glaube nicht, dass man Mobryes Kolumne bierernst kommentieren muss...
Das mit der Perspektive habe ich allerdings auch nicht verstanden.
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m.o.bryé
Kommentar von m.o.bryé (18.10.2010)
Ganz grundsätzlich gilt natürlich: Menschen sind verschieden. Dörfer sind verschieden. Man kann sich als In- ode Outsider verstehen, und "das Dorf" kann da vielleicht auch anderer Meinung sein. Ich kenne Extremfälle in unterschiedliche Richtungen und viel Grauzeug dazwischen. Aber Vorurteile und Intoleranz sind allanwesend, und in einem Dorf kann man ihnen um einiges schwieriger entfliehen als in einer Stadt.

AlmaMarieSchneider:
Es freut mich, dass es bei dir gut gelaufen ist. Aber es kommt immer sehr auf die Rahmenumstände an. Alter, Erscheinungsbild und so. Und dass man selbst bestimmt, was über einen nach außen dringt, ist nicht unbedingt wahr. Wenn eine Familie tatsächlich so ganz klischeehaft bereits seit mehreren Generationen in der Umgebung wohnt, wissen doch automatisch viel mehr Menschen über einen Bescheid, als man das vielleicht gerne hätte. Ich werd von Menschen angesprochen, die ich in meinem Leben noch nicht bewusst gesehen hätte, und sie fragen mich, wie denn mein Urlaub da und da so gewesen sei.

Dieter_Rotmund:
Danke dir.

Coastbar:
Es freut mich, dass du positive Erfahrungen gemacht hast/machst. Das mit dem Zusammenstehen kann ich leider nicht richtig beurteilen, aber das macht ja nichts ;)

bookishasealgrey:
Wow, das klingt krass. In dieser speziellen Form hab ich das auch noch nicht gehört. Aber deine Erfahrung mit Berlin kommt mir bekannt vor. Wenn man als eigentlich anonymes nichts netter aufgenommen wird als in der Dorf"gemeinschaft".

Andreas:
Dankesehr.
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