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Die BurgruineInhaltsverzeichnisDie Veränderung

Für mich hängt der Pirat am Mast

Ballade zum Thema Rache


von Prinky

Die Sonne schwand nun meiner Sehkraft,
sie sank vor mir ins blaue Meer.
Und ich stand da, minutenlang,
und warf mit Blicken um mich her.
In meinem Kopf spukten Gedanken,
der Tod war lebend im Gehirn.
Ich war dir nahe, war ich immer,
und so ließ ich mich auch entführn.

Ich schweigte still auf einer Matte,
mit deinem Kuß war ich verklebt.
Ich wußte niemals so wie heute,
daß man, verliebt, erst richtig lebt.
Die heißen Strahlen fetter Sonne
warn Streicheleinheiten genug.
Dein Fühlen, tasten, dein erkunden
war wie ein anziehender Zug.

Nun schaute ich auf diese Weite,
und dacht` an dich wie immer mal.
Dein Tod, der hatte mich getroffen,
ein Schuss, der ließ mir keine Wahl.
Piraten waren uns begegnet,
sie stahlen, schossen, aber dann...
ließen sie mir dieses Leben,
dessen Wut nach Opfern sann.

Doch wollt` mir dieses nicht gelingen,
und ich schwieg still seit jener Zeit.
Doch stehe ich mit Meeresblicken,
dann schweigt mein Hass, der lauthals schreit.
Nun aber sah ich dich dort sterben,
und wie du sankst in deinem Blut.
Doch Phantasie erfüllt sich schrecklich
in beinah grenzenloser Wut.

Ich sah ein Liebespaar am Strande,
und die bekamen plötzlich Streit.
Er eskalierte, er wurd lauter,
und da verriss mich eine Zeit.
Ich sah dann jenen der geschossen,
und in mir reifte Rache, schon
hatt` ich dann wie er geballert,
ich nahm der Mutter ihren Sohn.

Das Mädel schrie, und lief verschrocken,
ich sank im Sand auf meine Knie.
Die Knarre fiel mir aus den Händen,
ich sah das Blut so sehr wie sie.
Ich spürte endlich, endlich Eisen,
das Gesetz hat mich gefasst.
Und endlos glücklich rief ich heiter:
FÜR MICH HÄNGT DER PIRAT AM MAST!

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