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Letzte Woche fand ich im Garten einen Korb Wäsche wieder

Text zum Thema Abrechnung


von larala

Ich hatte die Klamotten von der Leine genommen,
abgestellt
und unter der Gartentischdecke verborgen
stand der Korb wohl so
ziemlich lang
ziemlich ungestört
so vor sich hin.

Als ich die Tischdecke hob
erwartete mich nun
ein recht idyllisches Bild
ein rührend- lebendiges Stillleben
sozusagen
die friedliche Koexistenz
ein perfektes kleines
Universum:

In der Höhlung einer grauen
Männersocke
schliefen wohlig ausgestreckt drei Ohrenkneifer
(über deren Familienverhältnisse ich  mir noch lange Gedanken machte)
während eine Kreuzspinne, zärtlich ihre Beine
um sich selbst geschlungen,
in ein schwarzes Spitzenwäscheunterteil
verträumt war.

Goldig, wirklich.

Eine Schnecke klebte
kopfüber
im Brustbereich eines zerknitterten Ringelshirts
und das einzige Geräusch in diesem Insektenwohnheim
wurde verursacht
durch das Rasseln einer Handvoll verspielter Asseln-
rein in den Ärmel- raus aus dem Ärmel-
voll Karacho über die Ohrenkneifer.

Die ganze Nacht grübelte ich, was nun zu tun wäre.

Dann nahm ich eine stabile Pappkiste
in die linke hintere Ecke zum Beispiel spannte ich eine kleine
selbstgeflochtene Hängematte und legte
einen frischen Fliegenkadaver (den ich auf dem Fensterbrett fand)
als Kopfkissen hinein
sogar an ein Stück schwarze weiche Ersatzspitze
hatte ich gedacht- Kreuzspinnenträume,
bitte schön.

Dann mittig ein Abenteuerspielplatz
für die Asselplagen
(möglichst weit weg von den Ohrenkneifern)
die bekamen eine Höhle-
außen Moos, innen nichts, schallgedämpft
und die Schnecke- dafür rief ich extra einen Biologen an
also, lange Rede, kurzer Sinn, immer so weiter,
mit allen Raffinessen, modern, tiergerecht, luxuriös,
unmöglich, alle Extras aufzuzählen.

Nichts scheute ich, nichts.
Weder Kosten noch Zeit noch Mühe!

Zum Schluss die goldene Brücke-
ein paar Klorollen ineinandergeschoben,
naturnah beklebt, mit Pheromonen besprüht
in genau der richtigen Neigung,
Luft- und Gucklöcher
Grillenzirpen vom Band
das große Finale
tata
der Umzug konnte beginnen.

Leider passierte
genau nichts.
Tagelang. Nächtelang.
Hirnloses undankbares Gesindel, wirklich!
Weder Kosten noch Zeit noch Mühe!
Kein Wunder, dass niemand Insekten mag!
Wirklich. Niemand!
Hört ihr? NIEMAND!

Und das Schlimmste:
Es ist euch scheißegal.
Ihr Glücklichen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Songline
Kommentar von Songline (09.07.2013)
Mir ist es nicht scheißegal, ich bin in diese wunderbare Welt eingetaucht und habe zum Schluss hin immer mehr gelächelt.
Tolle Textidee und ebensolche Umsetzung
Liebe Grüße
Song
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larala meinte dazu am 09.07.2013:
Vielen Dank!
Was für ein tolles Willkommen hier,
da weiß ich gar nicht, ob ich lächeln oder weinen soll!
Ich freu mich schon auf deine Welt!
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Lluviagata antwortete darauf am 09.07.2013:
Beids gleichzeitig tun tut noch mehr gut. ;)
diese Antwort melden
Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (09.07.2013)
Plastisch, sehr plastisch!

Ich glaube, jeder hat so sein Eckchen. Obs Wäsche ist, Gedanken oder einfach nur jemand. *bröggel

Liebe Grüße
Llu ♥
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larala schrieb daraufhin am 09.07.2013:
So siehts aus. Du verstehst mich.
Liebe Grüße zurück!
diese Antwort melden
Kommentar von Graeculus (69) (09.07.2013)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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larala äußerte darauf am 09.07.2013:
Freut mich, dass du die Texte magst. Oder die Pointen. Oder im Idealfall beides!
diese Antwort melden
Cassandra
Kommentar von Cassandra (09.07.2013)
wirklich sehr, sehr gut...

LG
Cassandra
diesen Kommentar melden
Cassandra ergänzte dazu am 09.07.2013:
und natürlich, herzlich willkommen...
diese Antwort melden
larala meinte dazu am 09.07.2013:
DANKE!
(2x)
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (18.11.2018)
Wieso diese Versform? Was ist an einer normaler Fließtext-Prosa so schlimm?
Anderenfalls hätte ich den Text empfohlen, aber in dieser Versform: Nein.

Guten Abend.
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drmdswrt meinte dazu am 19.11.2018:
Die Form zwingt beim Lesen einen bestimmten Rhythmus auf.
Nur, weil Dein Horizont so eng ist, muss man dies nicht verdammen. Kunst und Kunstformen sind in der Literatur erlaubt. Einen Artikel über D-Jugend-Kreisligafußball verfasst man freilich nicht als Prosagedicht.
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drmdswrt
Kommentar von drmdswrt (19.11.2018)
Der Inhalt flasht mich nicht sooo sehr, die Form dafür umso mehr.
Allein dafür: Empfehlung!
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larala meinte dazu am 19.11.2018:
Ich danke euch, für's Lesen, Kommentieren, Gefallen oder Nichtgefallen!
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larala
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Veröffentlicht am 09.07.2013, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 09.07.2013). Textlänge: 312 Wörter; dieser Text wurde bereits 781 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.06.2019.
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