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Kurzgedicht zum Thema Wandel


von Ralf_Renkking

Verblichene Rose,
Dein Blut, das der Sommer in Großmut vergoss,
tränkt nunmehr den Boden für die Herbstzeitlose.

Anmerkung von Ralf_Renkking:

Ritornell.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (17.09.2019)
Hallo Frank,

ein interessantes Kurzgedicht. Ritornell musste ich nachschlagen und fand als Erklärung "Wiederkehr".

Bei deinem Text denke ich an eine dunkelrote Rose. Ihr Rot scheint symbolisch für Blut zu stehen. Nun, nachdem sie verblichen ist, tränkt sie den Boden für die Herbstzeitlose.

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LG Jaika
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Ralf_Renkking meinte dazu am 17.09.2019:
Hallo Jaika,

danke, auch für die Empfehlung. Ich hatte vorher schon ein Ritornell eingestellt, war mir da aber noch nicht klar darüber, dass dieser Refrain einer alten italienischen Volksliedweise als Gedichtform und Pendant zum Haiku als "Blumenruf" seinen Weg in die deutsche Dichtung genommen hatte. Einer der ersten, die sich damit beschäftigten, war der Dichter Friedrich Rückert (1788? -1866?).
Die Auslegung meines Gedichtes kann sowohl positiv geschehen, so wie Du es getan hat, sich aber auch ins Gegensätzliche verkehren, bei Berücksichtigung der Dornen von Rosen und dem Gift der Herbstzeitlose.
Es freut mich, dass Du Dich für die positive Variante entschieden hast.

Ciao, Frank

P.S.: Wiederkehr, jetzt wo Du es erwähnt hast, könnte das auf den Refrain hindeuten.
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Kommentar von Agneta (18.09.2019)
Pathos, Pathos, Ralf. Ritornell, schön.
Warum aber Blut? Das Rot der Rose?
Und warum tränkt es die Hebrtszeitlose? Blätter können niemanden tränken.
Aber anhören tut es sich gut...
Hust von Agneta
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Ralf_Renkking antwortete darauf am 19.09.2019:
Hi Agneta,

Pathos? Nun ja, das ist offentsichtlich dem Image des Ritornells im 18. Jahrhundert geschuldet, das allerdings auch im 19. noch seinen "Blumenruf" zu verteidigen hatte, und da es sich um einen Anruf handelt, zielt das selbstverständlich auf das Blut der Rose ab, natürlich im übertragenen, metaphorischen Sinn, also die Farbe, die wiederum, in einer allegorischen sinnlichen Metapher den Boden vorbereitet. Die Farbe der Rosenblüte tränkt also im übertragenen, lyrischen Konsens die Erde für die Herbstzeitlose,
In diesem Zusammenhang verweise ich auf eines der schönsten expressionistischen Gedichte der Neuzeit von Max Dauthendey, das ich auch schon auf einer Seite hier gepostet habe, ich suche es gleich einmal heraus, und gebe das unter P.S. an.
Der Titel dieses Gedichtes kommt nicht von ungefähr, denn das Geschenk der Rose, i. e. sein Blut, wiederum in übertragenem Sinn, in dem genetische Informationen stecken (Achtung, Wortspiel! ), wird also in übertragenem, lyrischen Sinn, von der Herbstzeitlose aufgenommen, die statt der Dornen der Rose allerdings Gift entwickelt. Das Böse ist somit generationenübergreifend, es äußert sich nur anders.
Tja, Pathos und tatsächliche Aussage können durchaus als Stilmittel zusammenarbeiten. Offensichtlich ist es mir aber daneben gelungen, Dich als Leserin auf die Spur des Assoziierens zu leiten. Da muss ich wohl noch viel üben. Allerdings ist dies auch erst mein zweites Ritornell. Das erste ist richtig missglückt.
Und schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Dir das Gedicht von jemandem vorlesen zu lassen, bzw. es laut zu rezitieren.

Ciao, Frank

P.S:: Dauthendeys Gedicht zitiere ich in einem Kommentar unter Buchstabenphysiks Text "DaDa".
Ich hoffe, dass es mir nun gelungen ist, Dich sowohl mit dem "Blatt" der Buchstabenphysikschen Seite als auch mit dem meinen hier zu tränken, aber bitte nicht im Sinn von vergiften verstehen

Antwort geändert am 19.09.2019 um 09:44 Uhr
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Agneta schrieb daraufhin am 19.09.2019:
dein ausführlicher Kommentar ist interessant, Ralf. Er ändert
jedoch nichts an meiner Einstellung, da Metaphern auch in sich logisch sein müssen. Es sei denn, man nähme ein Oxymoron.
Dass die Herbstzeitlose Gift entwickelt, weiß kaum jemand, allerdings bleibt mir die Verbindung weiterhin unlogisch. Sie entwickelt es ja nicht durch das "Rosenwasser", sondern offenbar genetisch. Also liegt das Böse nicht in allem. Und schon ar nicht in der Verbindung zwischen Rose und Herbstzeitloser. Die Rose hat Dornen, das ist aber nicht böse, sondern dient ihrer Verteidigung und sie trägt sie ganz offen. Wohl dem, der heute in dieser Welt Dornen hat.
Der Leesr kann all das jedoch nicht aus dem Bild erschließen und da liegt die Krux.
LG von Agneta
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Ralf_Renkking äußerte darauf am 19.09.2019:
Die Metapher ist in sich logisch, das heißt aber nicht zwangsläufig, dass Du sie auch verstehst. Mir geht das mit der Einsteinschen Relativitätstheorie ähnlich. Auch ein Oxymoron kann auf den zweiten Blick eine ungeahnte Logik entwickeln, oder was sagt Dir der Begriff "Schwarzer Schimmel"?
Meine Gedichte sollen zum Denken anregen, wenn ich die Herbstzeitlose erwähne, erwarte ich auch, dass mein Leser sich darüber informiert, es ist ja kein Latein, und Du versuchst gerade Dichtung eins zu eins auf das "richtige Leben" zu übertragen. Klar liegt das Böse in allem, das Gute aber auch, und ein Verteidigungsmechanismus, der Dich tötet (Hyperbel), ist der gut für Dich, auch wenn Du schlecht bist?
Die Spuren, um bei diesem Gedicht auf das Positive und Negative zu schließen, sind gleichmäßig verteilt, s. den Titel, das Thema und die beiden Blumen. Jaika bspw. entnimmt dem Bild das Positive, begebe ich mich in die Position des Lesers, kann ich mir auch das Negative erschließen, also bitte keine Verallgemeinerungen, denn die Krux liegt letztendlich bei Dir.

Ciao, Frank

P.S.: Bsp. für eine Metapher aus dem Begleitheft für den Deutschunterricht "Schwerpunkte" von Benkert/Disse, 1973, S. 14: "Fieber der schlaflosen Berge". Voll logisch, oder?

Noch ein nett gemeinter Rat zum Schluss. Du darfst Dich nicht wundern, wenn ich auf Deine Kommentare leicht aggressiv reagiere, denn m. E. nach unterlegst Du Deine Thesen nicht argumentativ oder Du argumentierst mit Allgemeinplätzen, als Beispiel führe ich da Deinen letzten Satz an.Wenn ich mit Dir kommuniziere, dann spreche ich von "Du zu Du", oder ich gebe zumindest noch eine andere Meinung an, wenn ich schon verallgemeinere.
Was mich zusätzlich noch ärgert, ist, das Du meine Argumentationen (wie z. B. Dauthendeys Gedicht) total ignorierst.

Antwort geändert am 19.09.2019 um 12:26 Uhr
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Agneta ergänzte dazu am 19.09.2019:
wenn ich ein Gedicht kommentiere, Ralf, dann kommentiere ich es und nicht ein anderes Gedicht, was meine Argumentation widerlegen soll. Das zum "Ignorieren".Ich sage meine Meinung, die nicht deine sein muss.
Wenn du nur Lobkommentare möchtest, dann bin ich nicht dabei. Ich lobe gerne, wenn etwas ok ist.
Besonders aber mag ich Gedichte nicht, die möglichst kryptisch und hochgestochen wirken sollen, damit die handwerklichen Fehler nicht auffallen.
Diese Art von Gedichten findet man in Foren heutzutage häufig.
Grundsätzlich muss ein Gedicht in seinen Metaphern schlüssig sein und der Leser muss sie folgerichtig interpretieren können.
Man sollte nicht drei andere lesen müssen, um das eine zu verstehen!!
Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
LG von Agnet
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Ralf_Renkking meinte dazu am 19.09.2019:
Wer sagt denn, dass du ein anderes Gedicht kommentieren sollst? Ja, ich verstehe, was Du meinst, aber Du begründest es nicht, auch diesmal nicht. Bis jetzt habe ich nur irgendwelche Vorwürfe gehört.
Klar kannst Du Deine Meinung äußern, darfst Dich aber nicht wundern, wenn ich dieser widerspreche. und ebenso, wie Du mir handwerkliche ( ) Fehler vorwirfst, beziehe ich mich auf die Unbegründetheit Deiner Kommentare, allerdings mit Argumenten. Auch Dein letzter Satz jetzt wieder: Man sollte ...
Hallo, wer bestimmt das, was man sollte, Du, und wenn ja, wo hast Du das her?
Ich hoffe, Du verstehst, was ich Dir gerade zu erklären versuche.
Ciao, Frank
P.S: Auch hier wieder ein Allgemeinplatz: "Diese Art von Gedichten findet man in Foren heutzutage häufig" Echt, ist das so? Und wer um alles in der Welt ist dieser "man", der das so selbstgefällig zu behaupten vermag?
Wenn Du das alleine bist, Agneta, dann äußere Dich gefälligst auch so, denn daran erkenne ich, dass es sich um Deine Meinung handelt, und nicht um einen Allgemeinplatz, mit dem Du ein Argument vortäuschst.
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Kommentar von Agneta (19.09.2019)
wir sollten dieses unerfreuliche Gezeter beenden, Ralf. Das ist irzu dumm. Du hast recht und ich meine Ruhe. Tschöi
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Ralf_Renkking meinte dazu am 19.09.2019:
Okay, dann ruhe sanft. Ciao
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Veröffentlicht am 17.09.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 19.09.2019). Textlänge: 17 Wörter; dieser Text wurde bereits 58 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.12.2019.
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