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Monolog zum Thema Abgrenzung


von RainerMScholz

Es sollten Sätze wie Kerben sein, Einstanzungen, Worte, Graphen wie urgewaltige und weltenschaffende Wesen, Zeichen wie Donnerkeile, eingraviert in die Schädel, Runen der Stirn, wie die ersten Wundermale kurz nach Verschwinden des Cromagnon, Marken, die alles erklären, oder das Nichts, unabwendbar, notwendig und authentisch, autochthon , autark, aus sich selbst und dem Universum heraus, über das All hinaus, die Himmel und die Sterne, unerklärbar alles erklärend.
Ich stehe von der Couch auf, gehe zum Kühlschrank in der Küche. Er macht brummende Geräusche. Irgendwelche Gläser und offene Konserven klappern durch die Vibration des Motors aneinander. Ich nehme eine Dose Bier heraus, ziehe den Verschluss zurück und drücke ihn wieder nach vorne. Das Aluminiumblech drückt sich nach innen und verseucht den Hopfen, wenn welcher drin ist. Das Kühlschranklicht blendet mich. Früher riss man die Lasche ab und warf sie in den Rinnstein oder auf den Rasen, wenn welcher da war, oder zwischen den Gullideckel.
Ich gehe zurück zur Couch und setze mich. Die Jogginghose – ich weiß gar nicht genau, ob es das Wort überhaupt noch gibt -, sie kneift. Ich rücke mit der linken Hand mein Skrotum zurecht und trinke Bier aus der Dose. Der Fernseher flimmert blau. Nachrichten. Eine einzige Berieselung, die ich längst nicht mehr durchblicke. Blau.
So weit entfernt vom Cromagnonmenschen sind wir nicht. Womöglich war mit dem Typ ja auch alles in Ordnung, und deswegen ist er aus der Geschichte verschwunden. Vielleicht haben wir dieses Stadium, auf dem der sich befand, bevor er weg war, noch gar nicht erreicht und leben eigentlich immer noch in den Bäumen auf unserer Couch und kreischen uns gegenseitig an.
Es explodiert und kracht und splittert, jemand spricht aufgeregt mit einem Mikrophon vor dem Mund, dann sprechen viele noch aufgeregter, noch einfältiger, ein Dschungelgeschrei setzt ein; irgendwo, in einem fernen Äther, auf flachen Bildschirmen, sterben viele, aber nicht hier bei mir. Viele Menschen. Sapiens. Ich weiß nicht. Es flimmert blau. Wahrscheinlich geht draußen eine Sonne unter. Die Wolken. Die geschlossenen Rollläden mit ihren partikularen Schlitzen. Wer weiß das schon. Die Sprache ist diskreditiert und schal, das Reden auch. Taub, blind und stumm und Dosenbier.


©  Rainer M. Scholz


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Kommentare zu diesem Text


mannemvorne
Kommentar von mannemvorne (15.10.2019)
.

______„L'Espèce humaine“
_____________need
_________________water


_______ _nietwota_

grußdazumv
.
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RainerMScholz meinte dazu am 16.10.2019:
...et la condition bleudmaine... de Andreas Krank aus dem Jahre uralt.
G+D,
R.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (15.10.2019)
Den ersten Absatz würde ich stark eindampfen, der ist zu lange, man verliert dort eigentlich schon die Lust, weiterzulesen.
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AchterZwerg antwortete darauf am 16.10.2019:
Kann man so sehen. Muss man aber nicht.
Für mich sind die sorgfältig ausgeführten einleitenden Sätze (nur ein verrutschtes Komma in Zeile 5), unabdingbarer Bestandteil des Textes und schlagen die Brücke zu seinem Ende.
Einer will Großartiges schaffen. Bahnbrechendes. Nie vorher Gedachtes.
Fläzt aber in seiner (ausgeleierten?) Jogginghose auf der Couch und ist zu einfältig, eine Bierdose artgerecht zu öffnen.

Mir gefällts.

Der8.
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Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 16.10.2019:
Stimme Dir 100%ig zu, aber es dennoch zu lang. Dichter, Dichter!
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Ralf_Renkking äußerte darauf am 16.10.2019:
@ A-Z und Dieter
Ich stimme Euch beiden zu, doch die Länge des ersten Absatzes erklärt sich mir als Gegenpol zum einleitenden Vergleich.
Als grandios empfinde ich den Titel, das ist voll mein Bier, auch wenn es mir nach dem Griff ans Skrotum nicht mehr wirklich schmecken soll.

@Rainer
Was mir etwas aufstößt, ist der Schluss, dazu folgende Alternative:

[...] Taub, blind und stumm wie Bier aus Dosen, die wir zu einfältig sind, (sie) richtig zu öffnen.

Ciao, Frank
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RainerMScholz ergänzte dazu am 16.10.2019:
Ich würde den letzten Satz gerne als Metapher verstanden wissen, Interpretation offen; entweder das, oder ganz weg.
Gruß + Dank,
R.
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Ralf_Renkking meinte dazu am 16.10.2019:
Über das "ganz weg" hatte ich auch schon nachgedacht, aber dann fände ich den Vergleich "Taub, blind und stumm wie Dosenbier." o. s. ä., unentbehrlich.
Ciao, Frank
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RainerMScholz meinte dazu am 17.10.2019:
Bis hierhin danke ich.
Grüße,
R.
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RainerMScholz
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Veröffentlicht am 15.10.2019, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.10.2019). Textlänge: 350 Wörter; dieser Text wurde bereits 65 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 06.12.2019.
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