Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Doris (22.10.), ARACHNAE (17.10.), Girlsgirlsgirls (16.10.), HirschHeinrich (16.10.), Wilbur (16.10.), Tim2104 (16.10.), Eta (13.10.), finnegans.cake (13.10.), Earlibutz (12.10.), miarose (12.10.), Lexia (08.10.), Christia (07.10.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 797 Autoren und 127 Lesern. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.
Genre des Tages, 24.10.2018:
Grotesk-Zeitkritisches Drama
Drama, das mit den Mitteln der Übertreibung und Verzerrung sowie skurrilen Einfällen und schrillen Effekten... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Wahlvolk von RainerMScholz (04.09.18)
Recht lang:  Exkurs: Being alive vs. not being...being... von theatralisch (1908 Worte)
Wenig kommentiert:  Schmalz (Oder: Vom Ohr aufs Brot) von Untergänger (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Blondinenwitz mit Zeitmaschine von MichaelBerger (nur 60 Aufrufe)
alle Grotesk-Zeitkritischen Dramen
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Bring mir den Dolch
von Anyango
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil siehe oben" (Tomcat22)

Kreuzweg

Gedicht zum Thema Atem/ Atemlosigkeit


von Isaban


Dieser Text gehört zum Projekt Park der Andersdenkenden
Wir hatten einen kurzen Sommer.
Der Winter kam schon im August.
An zitterzarten Spinnwebseilen
sah man Spinnen erdwärts eilen,
an Stein- und Risspilz nagte Frust.

Wiegeweiche Wogehalme
wurden vor der Zeit zu Heu,
Vogelsang verlor die Lust.
Anders sahst du aus und neu:
Frost fraß heimlich deinen Mund.

Du verhülltest Kopf und Beine,
nahmst das Beben aus der Brust,
kautest unsre Lieder wieder,
legtest dich alleine nieder,
riebst dir Ohr und Stirne wund.

Alles, was dich einst betört hat,
blieb von da an unerhört.
Helle Farben wurden fahl,
jeder Augenblick zu schmal,

Licht war Licht und eine Qual.
Satt warst du, unendlich satt,
wurdest taub und blind und matt,

all das, was dich sonst berührte,
schmeckte selbst im Traume schal.

Ruhe lag im dunklen Tal.

 
 

Kommentare zu diesem Text


sandfarben
Kommentar von sandfarben (01.03.2014)
Sehr schön, sagte ich schon, oder?
christa
diesen Kommentar melden
Isaban meinte dazu am 01.03.2014:
Sagtest du. Danke schön! :-)

Liebe Grüße

Sabine
diese Antwort melden
Kommentar von Sardinenfischer (48) (01.03.2014)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
Isaban antwortete darauf am 01.03.2014:
Danke fein!
Von guten alten Angewohnheiten sollte man sich möglichst nur im Notfall trennen. ;-) Du weißt schon: Ein und aus.

Liebe Grüße

Sabine
diese Antwort melden
AZU20
Kommentar von AZU20 (02.03.2014)
Gern gelesen. LG
diesen Kommentar melden
Isaban schrieb daraufhin am 03.03.2014:
Danke, Armin.
Liebe Grüße

Sabine
diese Antwort melden
Irma
Kommentar von Irma (03.03.2014)
Der Trochäus schleicht sich unmerklich ein und der langsame (Strophen-)Zerfall durch Frust- und Frostfraß beginnt. Das unregelmäßige Reimschema macht den stockenden Atem fühlbar, und die vielen Reimwaisen lassen den nahenden Abschied erahnen. Lebensmüdigkeit bis zum letzten Einschlafen. LG Irma
diesen Kommentar melden
irakulani
Kommentar von irakulani (03.03.2014)
Sterben ist ein Prozess, der sich bemerkbar macht, wenn man ihn sehen/wahrnehmen will. Allzu oft wollen wir nicht sehen.

Hier ist der/die Sterbende wahrhaft des Lebens müde und zumindest im Rückblick ist zu erkennen, dass sich damit ein Weg vollendet.

L.G.
Ira
diesen Kommentar melden
Marjanna
Kommentar von Marjanna (14.04.2018)
Ein tolles Gedicht; Sabine. Schmerzhaft, traurig-schön.

Liebe Grüße

Marjo
diesen Kommentar melden

© 2002-2018 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2018 keinVerlag.de