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Stanze zum Thema Geduld/Ungeduld


von Isaban

Der Tag vergeht, wie all die Wintertage,
im weißen Wehen, hin zum Straßenrand,
verbleicht und hinterlässt ganz vage
sein Silberschimmern auf dem starren Land,
wirkt wie die ferne, leise Amselklage
im Februar: verlor’n im Uhrensand.

Die Wochen ohne dich sind lange, kalte Strecken.
Ich will dich sehen, hören, spüren, schmecken.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (19.02.2010)
Mal sehn, was Herr B. dazu sagt...

Ich finde, die winterliche Stimmung ist in diesem Gedicht gut verarbeitet. Interessant ist der Schlusssatz, in dem die Sinneseindrücke/ Gefühle benannt werden, so als müsste erst einmal das Eis tauen, um sie richtig rauszulassen.

Liebe Grüße, Dirk
(Kommentar korrigiert am 19.02.2010)
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Isaban meinte dazu am 24.02.2010:
Hach sachta.

Hm, kennst du das, wenn tiefgekühlte Erdbeeren auftauen und die dünne äußere Eisschicht im Mund zerknistert, wenn man nicht abwarten kann? Und wenn man zu viele lutscht, kriegt man akute Hirnvereisung. Sag mal, hab ich eigentlich noch Erdbeeren in der Kühltruhe, da müsste doch noch...
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Didi.Costaire antwortete darauf am 02.03.2010:
TK-Erdbeeren in deinem Gefrierschrank? Das würde mich aber schockieren.
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Isaban schrieb daraufhin am 02.03.2010:
Tja, hier bei uns werden eben nicht nur Leichen kühl aufbewahrt. ;-D
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Kommentar von Pusteblume (28) (19.02.2010)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Isaban äußerte darauf am 24.02.2010:
Tirili! :-D
Freut mich, dass die Stimmung rüberkommt, Frau von und zu.
In Kupferdreh büscheln die Schneeglöckchen.

Liebe Vorfrühlingsgrüße,
S.
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Bergmann
Kommentar von Bergmann (24.02.2010)
- hach!
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Isaban ergänzte dazu am 24.02.2010:
Frühling?
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Bergmann meinte dazu am 24.02.2010:
Ja, bei dir! Bei dir doch immer wieder! Aber ein Frühling macht noch kein Gedicht...
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Isaban meinte dazu am 24.02.2010:
Ach Uli, erinnerst du dich noch an das Sätzchen über das Differenzieren zwischen Autor und Text?

Lieb grüßt: Sabine
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Bergmann meinte dazu am 25.02.2010:
Das Lyrische Ich ist sehr oft mit dem Autor (ziemlich) identisch, und bei dir ganz bestimmt so. Denn wenn ein Autor sein Lyrisches Ich oft nach Liebe und Leidenschaft schmachten lässt, wird wohl ein gemeinsames Gefühl anzunehmen sein.
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Isaban meinte dazu am 25.02.2010:
Ja, und jeder Krimiautor ist ein Killer, jeder Thriller-Autor ein Bombenleger, Mary Shelley bastelte aus Leichenteilen Mondster, Bram Stoker war ein Vampir und Karl May ein Sioux. Ach Uli, komm mal wieder runter von der Schiene und fang an, Text und Autor gründlich voneinander zu trennen. Hier geht es um Texte, nicht um das, was Leser den Autoren unterstellen.
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Bergmann meinte dazu am 25.02.2010:
Du hast recht und du hast nicht recht.
Hier noch eine kleine Geschichte, die ich extra für dich kopierte:

Das letzte Wort

Zwei Eheleute in einem Dorf an der Donau, herwärts Ulm, lebten miteinander, die waren nicht füreinander gemacht, und ihre Ehe ward nicht im Himmel geschlossen. Sie war verschwenderisch, und hatte eine Zunge wie ein Schwert; er war karg, was nicht etwa in den eigenen Mund und Magen ging. Nannte er sie eine Vergeuderin, so schimpfte sie ihn einen Knicker, und es kam nur auf ihn an, wie oft er seinen Ehrentitel des Tags hören wollte. Denn wenn er hundertmal in einer Stunde Vergeuderin sagte, sagte sie hundertundeinmal: »Du Knicker«, und das letzte Wort gehörte allemal ihr. Einmal fingen sie es wieder miteinander an, als sie ins Bett gingen, und sollen's getrieben haben bis früh um fünf Uhr, und als ihnen zuletzt vor Müdigkeit die Augen zufielen, und ihr das Wort auf der Zunge einschlafen wollte, kneipte sie sich mit den Nägeln in den Arm, und sagte noch einmal: »Du Knicker!« Darüber verlor er alle Liebe zur Arbeit und zur Häuslichkeit, und lief fort, sobald er konnte, und wohin? Ins Wirtshaus. Und was im Wirtshaus? Zuerst trinken, darnach[204] spielen, endlich saufen, anfänglich um bares Geld, zuletzt auf die Kreide. Denn wenn die Frau nichts zu Rat hält, und der Mann nichts erwirbt, in einer solchen Tasche darf schon ein Loch sein, es fällt nichts heraus. Als er aber im roten Rößlein den letzten Rausch gekauft hatte, und konnt ihn nicht bezahlen, und der Wirt schrieb seinen Namen und seine Schuld, sieben Gulden einundfünfzig Kreuzer, an die Stubentür, und als er nach Haus kam, und die Frau erblickte: »Nichts als Schimpf und Schande hat man von dir, du Vergeuderin«, sagte er zu ihr. »Und nichts als Unehre und Verdruß hat man von dir, du Säufer, du der und jener, du Knicker«, sagte sie. Da stieg es schwarz und grimmig in seinem Herzen auf, und die zwei bösen Geister, die in ihm wohnten, nämlich der Zorn und der Rausch, sagten zu ihm: »Wirf die Bestie in die Donau.« Das ließ er sich nicht zweimal sagen. »Wart, ich will dir zeigen, du Vergeuderin, (›du Knicker‹, sagte sie ihm drauf) ich will dir schon zeigen, wo du hingehörst«, und trug sie in die Donau. Und als sie schon mit dem Mund im Wasser war, aber die Ohren waren noch oben, rief der Unmensch noch einmal: »Du Vergeuderin.« Da hob die Frau noch einmal die Arme aus dem Wasser empor, und drückte den Nagel des rechten Daumes auf den Nagel des linken, wie man zu tun pflegt, wenn man einem gewissen Tierlein den Tod antut, und das war ihr Letztes. – Dem geneigten Leser, der auf Recht und Gerechtigkeit hält, wird man nicht sagen dürfen, daß der unbarmherzige Mörder auch nimmer lebt, sondern er ging heim, und henkte sich noch in der nämlichen Nacht an den Pfosten.

[Johann Peter Hebel, 1810]
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Isaban meinte dazu am 25.02.2010:
Lass mich mal raten, Hebel konnte es (wie du ) nicht ertragen, mal nicht das letzte Wort zu haben?
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Veröffentlicht am 19.02.2010. Textlänge: 51 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.558 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.03.2019..
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