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Dämmerkrieger

Sonett zum Thema Arbeit und Beruf


von Isaban

Die Ruhrallee zischt unbehaglich;
die Schwärze haftet wie mit Dornen,
im Goodyear-Rauschen wispern Nornen:
Wer wessen Kreuz trägt, bleibt stets fraglich!

In wechselnd langen Blinkerschlangen,
die vorwärtskrauchend Rücklicht saugen,
verharren müde Cityaugen
zum Farbgebot der Haltestangen,

um grünbefohlen loszustürmen.
Sie fliehen in die Dunkelschächte,
verschlafen dort die Nichtmehrnächte
in Nischen unter Spiegeltürmen,

als scheuten sie das Tageslicht.
Man sieht sie, wenn es hell ist, nicht.

 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (29.09.2010)
Gut beobachtet, gut geschrieben. LG
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Besten Dank, Armin.
Liebe Grüße,

Sabine
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Laurin_Almdudler
Kommentar von Laurin_Almdudler (29.09.2010)
Wann werden die Motoren endlich schweigen?
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Isaban antwortete darauf am 29.09.2010:
Sicher, dass du das willst?
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Laurin_Almdudler schrieb daraufhin am 29.09.2010:
Ganz sicher. Eine Welt ohne Lärm, das wär's.
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Isaban äußerte darauf am 29.09.2010:
Oha. Meine Kinder würd ich schon vermissen. ;)
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star ergänzte dazu am 29.09.2010:
och, da kann man operieren
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Ich bin gar nicht sicher, ob ich wissen will, was du da operieren willst. ;)
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Bergmann
Kommentar von Bergmann (29.09.2010)
Großstadt Ruhrgebiet im Krieg?
Das Gedicht fließt nicht. Bilder zu mystisch, übertrieben. Nornen, Stoßtrupp... Partiell aber auch sehr gelungen (2. Strophe).
Herzlichst: Uli
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Wo fließt was nicht, lieber Uli, was hakelt?

Liebe Grüße,

Sabine
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Bergmann meinte dazu am 29.09.2010:
Fließen - hier nicht handwerklich gemeint. Es wortuliert und sätzelt mir zu sehr. Kein Guss. - Nicht wichtig. Das Ganze liegt mir nicht, schon der Titel liegt mir quer im Hirn, dehnt dort die Lappen.
: - )
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Na, na, lass sie nicht labbrig werden, nur weil ich mal die alte Midgardschlange heraufbeschworen habe. ;)
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Bergmann meinte dazu am 29.09.2010:
Schlangen sind immer willkommen!
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Diese begrenzt die Welt. ;)
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star
Kommentar von star (29.09.2010)
Ich weiß nicht, was Bergmann mit nicht fließen meint. Mir ging es aber ähnlich. Die Wörter/Wortschöpfungen sind für sich gesehen interessant/spannend/gut. Für mich aber in dieser geballten Form dann zu speziell, zu künstlich - ja meinentwegen "mystisch".

Dass die Allee zischt, geht, aber m.E. nur unter bestimmten Umständen (Nässe) - ok. So wie die Nornen da stehen, gibt es derer scheinbar so viele wie zB Dämonen. Das "pflasterschmatzend" kriege ich schlecht mit dem "Verharren" in Einklang.

Stoßtrupp find' ich passend zu so einer kleinen Welle, die sich bei Grün zur nächsten Kreuzung aufmacht. Aber "trikolore Haltestangen" ist sehr abstrakt. Zumal die Stangen nicht die Trikolore halten, sondern den Trupp anhalten - nicht halten - und dabei trikolor sind ... puh.

Bei den "Nichtmehrnächten" muss ich aber wirklich passen.

So ist es vlt. nicht das Metrum, das nicht fließt, sondern mein geistiges Auge, das nicht mitfließen kann. Eben auch nicht, wenn ich die Begriffe geklärt und es öfter gelesen habe. Vlt. verlangt es von mir beim Lesen zu viel Anstrengung, aber eben nicht im positiven Sinne.

Inhaltlich entspricht es nicht meiner (großstädtischen) Erfahrung, sie "wenn es hell ist, nicht zu sehen" (Die in den Dunkelschächten natürlich nicht. Sie sind aber ja eine Masse und von ihren Brüdern, den Sonnenkriegern, nicht zu unterscheiden).

Aber halt, "partiell auch sehr gelungen", na klar!
Dunkelschächte unter Spiegeltürmen z.B.
Und es ist gut, aber für meinen Geschmack eben nicht so gut wie gewohnt

lgstar
edit: RS
(Kommentar korrigiert am 29.09.2010)
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janna (61) meinte dazu am 29.09.2010:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Ich weiß nicht, was Bergmann mit nicht fließen meint. Mir ging es aber ähnlich. Die Wörter/Wortschöpfungen sind für sich gesehen interessant/spannend/gut. Für mich aber in dieser geballten Form dann zu speziell, zu künstlich - ja meinentwegen "mystisch".


Aha, man scheint sich also im Großen und Ganzen einig zu sein. ;)
Mal sehen, was ich da tun kann.
Zu mystisch. Hm. Um Mythologie sollte es gehen. Eine Midgardübertragung ins Heute.

Dass die Allee zischt, geht, aber m.E. nur unter bestimmten Umständen (Nässe) - ok. So wie die Nornen da stehen, gibt es derer scheinbar so viele wie zB Dämonen. Das "pflasterschmatzend" kriege ich schlecht mit dem "Verharren" in Einklang.


Die Ruhrallee zischt jeden Morgen, liegt am ewigen Neben über der Ruhr, der sich wie grauer Pelz auf die Fahrbahn legt, wenn's nicht grad regnet. Und wenn es regnet, zischt es auch. ;)

So, wie die Nornen da stehen, entspringen sie deiner Interpretation, im Text zumindest steht keine Anzahl. Es gibt ihrer nur drei, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wieviele dieser drei da wispern wird nicht erwähnt, nur was gewispert wird.

Zum Pflasterschmatzen: Da könntest du recht haben, beim Verharren ist es eher selten zu hören, ich habe es jetzt mal ausgebaut.

Stoßtrupp find' ich passend zu so einer kleinen Welle, die sich bei Grün zur nächsten Kreuzung aufmacht. Aber "trikolore Haltestangen" ist sehr abstrakt. Zumal die Stangen nicht die Trikolore halten, sondern den Trupp anhalten - nicht halten - und dabei trikolor sind ... puh.


Himmel, ich hätte nie gedacht, dass der Gedankensprung von der "trikoloren Haltestange" zur dreiphasigen Ampel so schwierig sein könnte!
Im Grunde halten die Stangen beides, die drei farbigen Lichtlein und den Trupp an, ehrlich gesagt kann ich das Problem immer noch nicht erkennen, aber wenns mehreren an gleicher Stelle so geht, muss wohl was dran sein.

Also: Da sich anscheinend das Dreifarbige (trikolore) für die Leser nicht wirklich gut bebildert (angedacht waren hier sowohl die schlichte Übersetzung als auch Assoziationen zu einem Banner), hab ich es mal aus - und ein schlichtes Farbenspiel mit anschließender Grün-Nennung eingebaut. Gefällt mir allerdings nicht 100%ig, ich bin nicht sicher, ob ich's so lasse, muss erst mal sacken.

Inhaltlich entspricht es nicht meiner (großstädtischen) Erfahrung, sie "wenn es hell ist, nicht zu sehen" (Die in den Dunkelschächten natürlich nicht. Sie sind aber ja eine Masse und von ihren Brüdern, den Sonnenkriegern, nicht zu unterscheiden).


Hm. Der Titel ist Programm. Es geht nicht darum, ob tagsüber Autos zu sehen sind, es geht um die Dämmerkrieger, um jene, die, um pünktlich im Büro/auf der Arbeit zu sein, schon beim ersten Dämmern aufbrechen müssen und erst bei der nächsten Dämmerung wieder aus den Spiegeltürmen herauskommen. Sie kommen im Dunkeln und gehen wen es dunkelt..

Habt vielen Dank für eure Rückmeldung, ihr beiden. Ist wichtig, auch zu erfahren, wo und warum ein Text nicht beim Leser ankommt. Dieser hier scheints nicht zu bringen, sieht so aus, als würde die Autorin ein bissl zu verkopft schreiben.

Liebe Grüße,

Sabine


Edit: Habs noch mal streckenweise umgeschrieben, die Formulierungen nach der ersten Änderung waren mir zu lahm.
(Antwort korrigiert am 29.09.2010)
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star meinte dazu am 29.09.2010:
Ich hätte jetzt nichts geändert, nur weil ein kleiner star sich an ein paar Begriffen oder Wortstellungen stört. Aber gut, auch andere haben ähnliches empfunden.

Aha, man scheint sich also im Großen und Ganzen einig zu sein
Mir ging es bereits ohne Bergmanns Kommentar so, dass ich bei mir dachte, man das ist und bleibt so sperrig. Ich habe nur vermutet, dass er mit "nicht fließen" vlt. ähnliches meint.

Zu mystisch. Hm. ...

Ich schrieb "..meinetwegen [auch] mystisch" erst nach "speziell" und "künstlich", mir fiel kein richtiges Adjektiv ein.

"Dunloprauschen .. pflasterschmatzend .. trikoloren Haltestangen .. Nichtmehrnächten .." sind mystisch eigentlich nicht, nicht in dem Sinne.

...Um Mythologie sollte es gehen. Eine Midgardübertragung ins Heute.

Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass mir diese Absicht hätte auffallen können? :o (Das meine ich ernst)

So, wie die Nornen da stehen, entspringen sie deiner Interpretation, im Text zumindest steht keine Anzahl. Es gibt ihrer nur drei, ...
Genau. Und weils es nur genau drei sind, würde man normalerweise sagen "wispern die Nornen", meine ich. Aber das passt nicht und ist nun wirklich nur 'ne Kleinigkeit.

Zum Pflasterschmatzen: Da könntest du recht haben, beim Verharren ist es eher selten zu hören
Wenn es beim Verharren nicht gar nicht, sondern immer noch zu hören ist, nur seltener, dann ist es für mich ab jetzt mystisch (mein Pech). Aber es ist ja nun eh weg.

Himmel, ich hätte nie gedacht, dass der Gedankensprung von der "trikoloren Haltestange" zur dreiphasigen Ampel so schwierig sein könnte!
Die geistige Beengtheit des (kommentierenden) Lesers immer möglichst diplomatisch umschreiben! )

Im Grunde halten die Stangen beides, die drei farbigen Lichtlein und den Trupp an
Das ist schon klar.
Du hast selbst in deinem Komm geschrieben "halten den Trupp an". Anhalten, nicht Halten! Das ist vlt. Schwierigkeit Nr. 1.
Schwierigkeit Nr. 2 ist vlt. das Wort "Stange" an sich.
"der Hund pinkelte an die Laternenstange" ??
3. Die Ampelmasten halten natürlich die Lichter. Mit "Zumal die Stangen nicht die Trikolore halten" meinte ich, dass da nichts von Trikolore halten steht, sondern von trikolor sein.
Ist die Stange tricolor? Oder hält sie die Trikolore? Ok, im Grunde ist sie, weil sie dreifarbig leuchtet. Aber in der ganzen Kombination, aus der Trikolore ein Adjektiv zu machen....

Ich kann von trikolorer Haltestange schon auf Ampel schließen (hat 'n Moment gedauert), aber es ist - mehr schrieb ich nicht - sehr abstrakt.
Die Idee mit der Trikolore ist natürlich schön.


Es geht nicht darum, ob tagsüber Autos zu sehen sind, es geht um die Dämmerkrieger...
Um welche Autos es geht, hatte ich durchaus verstanden und den Titel auch. Was ich meinte ist, dass diese Dämmerkrieger-Autos sich in keinster Weise von den Nichtmehrnächten-Autos unterscheiden lassen (und es auch keinen sichtbaren Bruch/Wechsel zwischen den Stoßtrupps auf der Allee gibt). Somit ist die Feststellung
als scheuten sie das Tageslicht
Man sieht sie, wenn es hell ist, nicht
theoretischer, wissender Natur, das "sie" aus den Zeilen nicht greifbar. Die Krieger nicht idenetifizierbar.
Aber ich glaube, es geht hier in Wirklichkeit sowieso um eine Schlange

Seit dem dort steht
verschlafen dort die Nichtmehrnächte

sind die Nichtmehrnächtse natürlich unmittelbar zu verstehen.
Die Stunden nach den Nichtmehrnächten
hab' ich dann m.E. nach zu recht nicht verstanden.


Jetzt ist mir vom langen Tippen ganz schwummrig und ich weiß gar nicht, wie die neue Version ist...erst mal lesen

sorry wegen Überlänge + Änderungsmails
lgstar
edit: diverse Zeilenschaltungen
(Antwort korrigiert am 29.09.2010)
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Sieht doch ganz gut aus und hat mich (der erste zumindest) auch ein ganzes Stück weitergebracht.


Noch'n Edit, fast die Dämmerkrieger/Schlangen-Antwort vergessen:

Die Weltschlange grenzt Midgard, die Menschenwelt, ein. Sie ist ein Kind Lokis und Weltfeind. Im Text sitzen die Dämmerkrieger in den Autos, die Autos bilden die Schlange, jeder Dämmerkrieger ist also Teil und Antrieb der großen Schlange und Motor und Mitursache der eigenen Begrenzung.

Sodela, gute Nacht, ihr Lieben, bis morgen dann.
(Antwort korrigiert am 30.09.2010)
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star meinte dazu am 30.09.2010:
Im zweiten habe ich mir aber immerhin Mühe gegeben, dir die, für dich so unverständlichen, Schwierigkeiten mit den "trikoloren Haltestangen" zu erläutern.

Als einer aus dem eventuell noch spezielleren Publikum möchte ich nochmal etwas klarstellen
Aha, man scheint sich also im Großen und Ganzen einig zu sein. ;)
Ich habe in meinem Kommentar versucht, mein Empfinden darzulegen. Schließe ich mich einem anderen Kommentar an, dann schreibe ich entweder direkt dort, oder es geht aus meinem Komentar klar hervor. Hier habe ich lediglich eine Vermutung geäußert betreffs der Deutung eines Vorkommentars.
Und auch nochmal: Ich finde die verwendeten Begriffe nicht mystisch.

Später mehr zu der Dämmerkrieger/Schlangen-Antwort, da gibt es noch einiges anzumerken!

starsofar
diese Antwort melden
star meinte dazu am 04.10.2010:
moin,
ich wollte ja hier noch was zur Dämmerkrieger/Schlangen-Antwort schreiben, und tus es auch noch

Die Weltschlange grenzt Midgard, die Menschenwelt, ein. Sie ist ein Kind Lokis und Weltfeind. ..
brauchst Du mir jetzt nicht mit vor der Nase rumzuwedeln, als wenn Du meine Einfältigkeit klarstellen wolltest. Unnötig.
Im Text sitzen die Dämmerkrieger in den Autos, die Autos bilden die Schlange
Sag bloß!? In der Geschichte, die Du erzählst, sitzen die Dämmerkrieger in den Dämmerkrieger-Autos, aber nicht im Text.
Würden Sie es im Text tun, dann würden ihre roten Augen losstürmen, dann in dunkle Schächte flüchten und dort - unter den Spiegeltürmen - den Tag verschlafen. Das steht da nämlich, da kann ich noch so speziell sein. Wenn die Dämmer-Menschenkrieger das sollen, dann habe ich alles falsch verstanden. Ich gehe aber davon aus, dass die im Titel genannten Dämmerkrieger aus den Autos aussteigen und in den Spiegeltürmen arbeiten, während ihre Schlangenautos in den Tiefgaragen mit Hitzeflimmern über ihren Motorhauben brüten.

Egal. Ob Du's glaubst oder nicht. Die Dämmerkrieger-Fahrer sind hier bei mir genauso wenig von den Nichtmehrnächten-Fahrern unterscheidbar wie die Dämmerkrieger-Autos von den Nichtmehrnächten-Autos. Es sind die gleichen, den gleichen Befehlen folgenden, Rotaugen.
als scheuten sie das Tageslicht
Man sieht sie, wenn es hell ist, nicht
ist also immer noch wahr, aber immer noch nicht erlebbar.



Wenn Du es als eindeutig bewiesen ansiehst, dass deine Bilder durchaus les- und erfassbar sind, widerspreche ich dir nicht. Habe ich auch nie. Ich habe lediglich erklärt, dass die Darstellung für mich etwas künstlich, abstrakt und schwierig lesbar erscheint und dargelegt, wo und warum.

Du solltest nicht die Bilder mit der Bedeutung der Bilder gleichsetzen!
Wenn Du eine Midgardschlange in eine Autoschlange in der Dämmerung adaptieren möchtest (meinetwegen samt Fahrer), musst Du immer noch eine Autoschlange malen. Und "trikolore Halteschlange" ist da nicht hilfreich und auch nicht den mystischen Hintergrund unterstreichend, im Gegenteil. Meine Meinung.


Das wirst Du jetzt wahrscheinlich alles überfliegen und verärget abwinken, weil ich dir nichts über deine großartig gelungene Transportation des mythologischen Weltenmonsters in unsere Jetztzeit geschrieben hatte. Ich habe trotz des mehr als deutlichen Hinweises mit den Nornen interpratatorisch versagt. Dass dich das ärgert, kann ich verstehen.

Wenn Du dich jedoch über dein Publikum ärgerst und es für zu dumm hälst, dann solltest Du es auch genau so behandeln und ansprechen. Alles andere hielte ich für Doppezüngigkeit. Und das - falls es interessiert - ärgert mich.

lgrustar

edit: "hilete", will sie dir ja nicht von vornherein unterstellen
(Antwort korrigiert am 04.10.2010)
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Isaban meinte dazu am 04.10.2010:
Das wirst Du jetzt wahrscheinlich alles überfliegen und verärget abwinken, weil ich dir nichts über deine großartig gelungene Transportation des mythologischen Weltenmonsters in unsere Jetztzeit geschrieben hatte. Ich habe trotz des mehr als deutlichen Hinweises mit den Nornen interpratatorisch versagt. Dass dich das ärgert, kann ich verstehen.


Du musst mich ja ziemlich gut kennen, hm?

Nein, lieber Steffen, ich ärgere mich nicht. Natürlich darfst du da Halteschlangen aus dem Text lesen und Nornen nicht in deine Textauslegung einbeziehen, die Interpretation eines Textes obliegt den Lesern, jeder darf nach eigenen Assoziationen und Möglichkeiten eine ganz eigene finden und daran kann ich weder etwas Falsches sehen, noch finde ich sowas besonders ärgernisserregend, ab und an wundert mich nur der Interpretationsspielraum, den ein Text offenbart.

Ob und wen ich für dumm halte, gehört allerdings so ganz und gar nicht hier her und du wirst auch kaum eine entsprechende Äußerung meinerseits finden. Hier geht es um Texte und Rückmeldungen zu eben diesen und nicht um Person, Persönlichkeit oder Befindlichkeiten von Autoren und Kommentatoren. Ein Fakt, den man nicht aus den Augen verlieren sollte.

LG, Isaban
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Emotionsbündel
Kommentar von Emotionsbündel (29.09.2010)
Im Großen und Ganzen schließe ich mich meinen Vorkommentatoren star und janna an.
Für mich ist es eine sehr fantastische Wiedergabe von Eindrücken und Beobachtungen des Berufsverkehrs und ich finde, weniger wäre hier mehr gewesen. Das Überladene macht das Lesen anstrengend und nimmt dem Text Spannung.
Aber das ist natürlich nur mein Geschmack


Lieben Gruß,
Judith
(Kommentar korrigiert am 29.09.2010)
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Ich glaube, wenn ich die Bilder des Textes als Wiedergabe von Eindrücken und Beobachtungen betrachten würde, wären sie mir auch ein wenig zu viel des Guten, Judith, da kann ich deine Anstrengung durchaus verstehen.

Liebe Grüße,

Sabine

Edit: RS
(Antwort korrigiert am 29.09.2010)
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Emotionsbündel meinte dazu am 29.09.2010:
Nichtsdestotrotz hat man Eindrücke und Beobachtungen ...
Natürlich meinte ich mit "fantastische Wiedergabe" so viel wie "fantastische Umsetzung".
Ist für mich in diesem Fall gleichbedeutend, schließlich kommt keiner von uns aus Midgard
Möglicherweise verstehe ich deinen Kommentar aber auch nicht.

Lieben Gruß, Judith
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
Der Text ist eine Adaption, Judith. So wie man eventuell (mehr oder minder gelungen) einen Shakespearetext in die Jetztzeit übertragen kann (siehe z.B. die Romeo & Juliette-Verfilmung mit Leonardo di Caprio), habe ich es hier gewagt, Midgards Mythenwelt auf das Hier und Jetzt zu übertragen. Die Nornen, die drei Schicksalsfrauen( = Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) wispern aus Dunlopreifen, anstatt unter den Wurzeln der Weltenesche zu hausen, wird unter den Spiegeltürmen genistet, die Midgardschlange, die große Weltenfeindin, kriecht über Asphalt und wird (temporär natürlich) von "Haltestangen" gebändigt und die Dämmerkrieger sind Gefangene der Zwischenwelt, können nur bei Dämmerung oder im Dunkeln von einem Ort zum anderen, von einer Welt in die andere pendeln.

Natürlich kommt keiner von uns aus Midgard. Oder doch, manche, so ein klitzekleines bisschen? ;)
(Antwort korrigiert am 29.09.2010)
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Emotionsbündel meinte dazu am 29.09.2010:
Inhalt bzw. Bedeutung war mir schon klar, Sabine.
Ich denke lediglich andersherum (nennt man das auch Adaption?):
Ausgangspunkt ist für mich vermutlich stets das Hier und Jetzt, tägliche Beobachtungen und Eindrücke - außer ich würde mir ganz bewusst eine Aufgabe stellen, tja, und dafür bin ich nun mal nicht Schreiberlein mit Leib und Seele
Somit habe ich die Bilder des Textes als Umsetzung von Eindrücken und Beobachtungen des Berufsverkehrs (vom Hier und Jetzt ins Mythische) verstanden und wie man es auch drehen und wenden mag, als solche oder auch als Adaption sind sie für mein Empfinden zu viel des Guten, mit Fantastischem überladen.
Und ich habe offensichtlich immer noch nicht verstanden, was du mit

... wenn ich die Bilder des Textes als Wiedergabe von Eindrücke und Beobachtungen betrachten würde, wären sie mir auch ein wenig zu viel des Guten, ...


meinst.
Bin vielleicht zu vernagelt ,)
LG, Judith
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
;)
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Emotionsbündel meinte dazu am 29.09.2010:
Oh, alles Weitere zwecklos?
Nun dann gehöre ich wohl zu dem „noch spezielleren Publikum“, liebe Sabine ;))
Und dabei habe ich den Text doch verstanden (auch wenn ich andersherum gedacht habe) denn du bist schließlich nicht "am Ziel vorbeigeschossen“.

Ich habe lediglich geäußert, wie der Text auf mich wirkt. Deshalb habe ich ihn nicht gleichzeitig schlecht gemacht, höchstens dein Ego etwas angeknittert.

Nichts für ungut. Ich hätte mich ja auch gar nicht mehr zu Wort gemeldet, wenn mir dein Kommentar schlüssig gewesen wäre
Danke vielmals für die Beantwortung meiner Frage(n).
Liebe Grüße,
Judith
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Isaban meinte dazu am 29.09.2010:
... wenn ich die Bilder des Textes als Wiedergabe von Eindrücken und Beobachtungen betrachten würde, wären sie mir auch ein wenig zu viel des Guten, ...


Du, ich habe dir meine Antwort im nächsten Post erklärt. Bei dem Text handelt es sich um eine Adaption. Das bedeutet: Es geht nicht bloß um Wiedergabe von Eindrücken und Beobachtungen, es geht darum, neben den unterschwelligen Herbsstimmungsbildern ein bestimmtes Szenario auf die Jetztzeit und hiesige Umgebung zu übertragen. Hätte ich lediglich Herbststimmung, schlechtes Wetter und eine düstere Autofahrt beschreiben wollen, dann würde ich auch davon ausgehen, dass weniger mythisches Element mehr sei.
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janna (61) meinte dazu am 29.09.2010:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Kommentar von Dolphilia (48) (30.09.2010)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Isaban meinte dazu am 30.09.2010:
Wenigstens eine hier, die mit Nornen und Weltenesche was anfangen kann, komm, lass dich knautschen!
Ich dank dir schön für deine Rückmeldung, Dolphi.

Liebe Grüße,

Sabine
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