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Jobcenter Ahoi!

Satire zum Thema Alles und Nichts...


von Mondsichel

Da liegt doch vor ein paar Tagen so ein dämlicher Schriebs von einem gewissen Jobcenter in meinem Briefkasten. Ick musste erst mal nachdenken wat dit überhaupt is, bis mir einfiel: „Ach, dat is ja det Arbeitslosenregistrierungsamt.“ Ick konnte mir beim besten Willen nich vorstellen wat die nu von mir wollten. Also hab ick det Dingens erst mal uffjerissen und bleed geguckt, als ick las wat nu Sache is.
Da stand nämlich ick solle vorstellig werden bezüglich eines Beratungsgespräches. Ick habe jegrübelt und jegrübelt, doch mir wollte nich in den Sinn kommen, wen ick nu beraten sollte. Aber dann is der Groschen gefallen. Na klar! Vermutlich sollte ick jungen Piratenanwärtern Tipps geben für die zünftje Berufung. Na da war ick vielleicht jeschmeichelt sag ick Euch.
Nu hab ick jestern also meine olle Piratenuniform rausgekramt und erst mal den Staub aus dem Teil gekloppt, damit sie wieder schick aussieht. Mein alter Säbel allerdings war viel zu gammlig, damit hätte ich keinen guten Eindruck hinterlassen. So entschloss ick mich beim „Piratenzubehör“ umzugucken, einem Laden der eh auf dem Weg lag. Da wurde ick auch gleich fündich und stiefelte rüber zum Amt.
Am Einjang saß ne blasse Schießbudenfijur, die scheinbar sowat wie den Pförtner darstellen sollte. Ick also, charmant wie ick bin, jefracht, wo denn die Beratungsjespräche stattfinden würden. Dabei hielt ick ihm den Schrieb unter die Nase. Der Typ glotzte mich wie ein Auto an und stammelte dann wat von wegen 8.Stock, Zimmer 875.
Da ick als Piratin nix von den neumodischen Erfindungen wie nem Fahrstuhl halte, hab ick mir entschlossen die 8 Stockwerke per Treppe zu laufen. Jeder Gang macht schlank heeßt det doch. Zugegeben, war ne Scheiß Idee, aber na ja, so wusste ick wenigstens dat ick beim nächsten Mal denn doch den Fahrstuhl nehme.
Als ick denn schließlich angekommen war und an der Tür klopfte, rauschte mir erst mal eine Grete entgegen die mir den Schrieb wortlos aus den Fingern riss und mir dann mit einer Handbewegung zu verstehen gab, dat ick mich erst mal noch mal setzen sollte. Nuja, ick mir nix schlimmet dabei jedacht und mich in dem winzigen Wartezimmer auf die beengt besetzte Wartebank gesetzt. Von allen Seiten wurde ick anjestarrt, deshalb starrte ick zurück, wie ick es mit einem Auge noch grad so hinbekam.
Irjendwann wurde denn mein Name aufgerufen und ick stiefelte rüber zu dem Zimmer, wo ick mir schon anjemeldet hatte. Da saß ne olle vertrocknete Spinatwachtel, die zur Begrüßung „GutenMorgensetzenSiesichhin!“ fast in einem Atemzug sagte, mit einer Stimme die ein Weinglass zersplittern lassen konnte. Ick war etwas verwirrt, da die jungen Piratenanwärter scheinbar nicht anwesend waren. Aber ick dachte mir: In dem Zimmer isset eh zu beengt, dit wird bestimmt erst mal ne Einweisung in meine Arbeit sein.
Zunächst glotzte die Olle nur auf ihren Bildschirm und tipperte wie wild uffe Tasten rum, während ick direkt vor ihr Platz nahm. Als sie mich denn endlich ihre Glotzer auf mich richtete, da wurde aus der Spinatwachtel eine kreischende Furie.
„Wat ham sie denn da an ihrem Auge jemacht? Dat sieht ja böse aus! In dem Aufzug kommen sie hier her? Sie hätten sich krank melden sollen! Dat Jobcenter übernimmt keine Haftung für eventuelle Folgeschäden!“
Ick lachte und meente: „Na da isset wohl ein bisschen spät für, meinen se nich ooch?“
Ohne weiter auf meinen Kommentar einzugehen kreischte sie, da ich schon mal da bin, könnte ick auch gleich meine Bewerbungsbemühungen vorzeigen. Ick also natürlich sofort von meinen großen Beutezügen der letzten Tage erzählt.
Während ick immer euphorischer erzählte, wurde die Olle immer blasser und blasser. Schließlich stammelte sie wat von Bewährungshilfe. Da is mir aber der Kragen jeplatzt, det könnt ihr mir glooben.
„Na hör’n se mal! Ick bin ne jestandene Piratin! Ick brauch mir nit mehr zu bewähren!“, keifte ick sie empört an. Da will die alte Wachtel doch tatsächlich uffmucken und zickt rum. Von wegen Leistungsverweigerung und nachkommen von Pflichten als Arbeitslose.
Dann hörte ick nur noch die Worte: „Wir werden ihnen die Gelder kürzen“, da war bei mir echt Kirmes. Ick zog meinen neuen Säbel und kloppte wutentbrannt auf den Tisch. Sowat lass ick mir doch nich bieten! Det jibbet ja wohl nich!
Jut, ick muss sagen, hab mir nen bissi verschätzt wat den neuen Säbel betrifft. Der liecht noch nicht so jut inner Hand, weshalb mir noch ein wenich die Kontrolle fehlte. Allerdings isser erfreulich scharf. Bei meinem Rumjefuchtel hab ick denn die Topppflanze vor mir nen Kopp kürzer jemacht und nen paar Kabel jekappt. Im selben Moment verabschiedete sich der Bildschirm von der Wachtel mit einem kurzen „Bsssssst“.
Da hat die sonst so blasse Olle hinterm Tisch nen knallroten Kopp bekommen und schrie lautstark, fuchtelte wild mit die Arme inner Luft und nestelte schließlich unterm Tisch irjendwat herum. Und je hilfloser sie wirkte, desto lauter brüllte sie.
Da habsch mir jedacht: Bevor die noch nen Herzkasper bekommt, jeh ick lieba. In dem Laden jibbet eh nix vernünftijet zu holen. Und während ick mich im Fahrstuhl noch über die versaute Möglichkeit jungen Piratenanwärtern Unterricht zu geben ärger, denk ick so bei mir: Nie wieder Jobcenter. Der Laden ist total durchgeknallt!

Knuffis, Eure Einaugen-Kriemhilde


(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Lieben Dank an Crys, der mir bei diversen Formulierungen und der Ausarbeitung der Idee im Jobcenter geholfen hat :D


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von nibelheim (52) (04.07.2007)
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Mondsichel meinte dazu am 05.07.2007:
Bei uns hier heeßt det Fahrstuhl ^^
Neue Abenteuer werden auf jeden Fall folgen!

Liebe Grüßle
Deine Arcy
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nibelheim (52) antwortete darauf am 09.07.2007:
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Mein geheimes Leben als Pirat - Live is hard, Kriemhilde is Hertha!.
Veröffentlicht am 04.07.2007, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 05.07.2007). Textlänge: 857 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.056 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.04.2019.
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