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Ein Kerzenlicht flackert

Erzählung zum Thema Begegnung


von Erdenreiter

Ein Kerzenlicht flackert in finsterer Nacht, es soll mich zu Dir führen.
Kein Mond, der mir scheint, die Schönheit der Dunkelheit umgibt mich.
Kühl weht leicht  mir ein Luftmeer entgegen, das ich durchschreite.
Umströmend teilt, umfließt mich streichelnd die Kälte, ich bleibe stehen,
schließe meine Augen, atme tief durch, dieser herrliche Geruch der Nacht,
genieße die Vorfreude für einen Moment, bis sie zum Verlangen wird.
Davon angetrieben laufe ich weiter, das Licht der Kerze wird heller.
Immer schneller bewege ich mich zu Dir, Steine lassen mich stolpern.
Endlich sehe ich Deine Silhouette, noch wenige Schritte, Du stehst vor mir.
Die Kerze hältst Du in Deiner Hand, Dein Mantel liegt schon neben Dir.
Dein einziges Kleid ist nun die Nacht, in dessen Gewand ich schlüpfe.
Dein blick sagt mehr als tausend Worte, die wir nicht gebrauchen.
Du bläst die Flamme aus, unsere Körper wärmen sich gegenseitig.
Wir zeigen uns, wer wir wirklich sind, umschlungen erkennen wir uns selber.
Schwer atmend, liegend auf dem Rücken, blicken wir zu den Sternen.
Deinen Arm legst du um mich, den Kopf auf meine Brust, wir schwärmen.
Es wird kalt, wir stehen auf, streifen die Nacht ab und unsere Kleider über.
Aus meiner Tasche nehme ich eine neue Kerze, gebe sie Dir mit einem Kuss.
Wir verabschieden uns ohne Worte, durch einen Blick, wir sehen uns morgen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Lala
Kommentar von Lala (19.03.2011)
Hallo Erdenreiter,

sind das Motten, Insekten, Glühwürmchen, die sich paaren und häuten? Verstehe ich das? Vermutlich nicht, aber grinsen musste ich, als die Szene in vollkommene Dunkelheit getaucht wars, selbst die Kerze war ja aus, als ich las:

Wir zeigen uns wer wir wirklich sind, stoßend erkennen wir uns selber.

Das stoßende Erkennen - "Autsch!, pass doch auf Du Idiot" "Das ist ein Ast und nicht das was Du denkst" - ist echt putzig. Empfehlung: Wenigstens die Kerze anlassen.

Gruß

Lala
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Erdenreiter meinte dazu am 20.03.2011:
Hallo Lala,
die Erzählung ist fragmentarisch.
Die Nacht symbolisiert die Verschmelzung von Sinneseindrücken.

Liebe Grüße
Marco
(Antwort korrigiert am 21.03.2011)
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Kommentar von SigrunAl-Badri (52) (19.03.2011)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Erdenreiter antwortete darauf am 20.03.2011:
Danke für den Tipp.

Liebe Grüße
Marco
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Erdenreiter
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Veröffentlicht am 19.03.2011, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.03.2011). Textlänge: 221 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.548 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 29.07.2020.
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Begegnung Erzählung Mensch Menschsein Nacht
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