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Kill. Babe. Now

Erzählung zum Thema Außenseiter


von KayGanahl

Gestern. Oder war es etwa doch vorgestern? Babe wusste es nicht mehr genau, was bedenklich war. Ja. Keine Frage, ihr Gedächtnis streikte. Wieder mal bereitete ihr dieses vermaledeite Gedächtnis Probleme, die zu lösen sie sich komplett überfordert meinte. Und das war mittlerweile etwas Unerträgliches, denn es kam viel zu oft vor. Gedächtnislücken durften nicht sein. Sie waren es, unter denen sie zunehmend zu leiden hatte;  ihr Selbstwertgefühl litt mit.
Gestern war es wohl - - -
Bald würde es ihr zu viel sein! Alles, wirklich alles! Gestern? Oder war es - heute!? Sie grübelte.

Bald würde sie ausklinken und alles zerschlagen, was sie umgab! Oder würde sie wider Erwarten die Nerven behalten? Sie stand vom Bett auf, setzte sich vor das kleine Fenster; lächelte bemüht in die fröhliche Ferne, die sie in Gestalt von Hausdächern und weißen Berggipfeln wahrnahm.
Sie war in ihrem kleinen Haus ganz allein. Die Vorhänge der meisten Fenster waren zugezogen. Der gut gefüllte Kühlschrank stand weit offen. Und das TV mit den neuesten Trash-News tyrannisierte sie wieder mal - heute Schule? Bestimmt nicht; dazu war sie fest entschlossen. Gerade dachte sie daran, sich anzukleiden, aber für die ständig fordernde Schule würde sie das bestimmt nicht tun.
Es gruselte ihr beim Gedanken an die Welt, die sie zu beherrschen trachten sollte, wozu sie sich gar nicht geeignet ansah. Das blieb sicher bis auf Weiteres so. Sie wollte das auch unbedingt.
Sie lebte in der Überzeugung, ein wahrer kleiner unwichtiger Mensch sein zu dürfen, den man übersieht.  Die sie umgebende Welt war ihr viel zu kalt zum "mitmachen". Der Hass auf alle Menschen, der sie beherrschte, war in ihren Augen sehr wichtig, da besonders konstruktiv.

Für sie war die Schule auf alle Fälle perdu. Aber nicht für ihren Freund. Ja, Freund Schreck, ihr herzallerliebster Freund, lallte irgendeinen Bllödsinn, als ihn sein Lehrer aus der Klasse warf, wie sie sich jetzt doch ganz gut erinnern konnte! Die ganze Klasse johlte, als er das Gebäude verließ, die Straße überquerte, für heute alles hinter sich ließ!
Babe lächelte vorm Fenster sitzend weiter in die Ferne. Die "liebe Babe" schluckte gerade eine dieser aufmunternden Kapseln, als sie an Schreck dachte. Und schon stand er in der Wohnungstür. Die Schreie, mit denen er Einlass forderte, ... halfen Babe momentan ein bisschen ...

Ende 1. Teil

 
 

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Kommentar von ichbinelvis1951 (64) (13.10.2011)
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KayGanahl
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Veröffentlicht am 12.07.2011, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 12.12.2011). Textlänge: 376 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.038 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.08.2020.
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