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McFrear und die Beta-Agenten

Erzählung zum Thema Andere Welten


von KayGanahl

Was zu tun war, war (immer wieder, überall) noch nicht ganz klar, dennoch wurde einiges in Angriff genommen. Weshalb der Erfolg natürlich in Frage stand.
Das war zwar an sich sehr zweifelhaft, jedoch häufig anzutreffen. Und so mancher im Beamten-Apparat beging ganz überflüssige Fehler angesichts der vielen Ungewissheiten, die in der Gegenwart auf jeden Entscheider warteten. Die Herausforderung der Zeit war groß!
Der alte, sehr erfahrene McFrear frohlockte. Das war für ihn typisch - auch und gerade für die vielen Beamten, die überwiegend waren wie er! Er war, übrigens keine fünfzig Jahre alt, immer wieder bestrebt, schnell und gründlich zu agieren, - im vollen Bewusstsein um das eingegangene Risiko, wenn überhastet vorgegangen wurde. Das kam viel zu oft vor. Die nicht gerade selten auftretenden negativen Folgen seines überhasteten Agierens waren ihm meistens ziemlich egal. Das missfiel den ganz jungen, bestens ausgebildeten Kollegen, die viel gewissenhafter, wohl auch weitaus fähiger waren als er.
Zwei gelbe, spindeldürre Beta-Agenten hatten sich heute früh, als die Sonne den Himmel übersprungen hatte, sehr überraschend bei McFrear angemeldet. Schon standen sie neben ihm. Ihre Augen strahlten hell, und in dieser enormen Helligkeit nahm McFrear sein eigenes Gesicht wahr. Es war eine Erscheinung, die er vor dieser krassen Erfahrung für unwahrscheinlich gehalten, - als ganz unrealistisch verneint hatte. Seine Knie zitterten.
Diese Beta-Agenten legten ihre langen Finger aus reiner Energie auf seine Schulterblätter und zogen ihn - er schwebte jetzt - in die Nähe der Bushaltestelle, wo kein normaler Fahrgast wartete. Sie hielten ihn in der Schwebe. McFrear wurden hier die Informationen eingegeben, mit denen er durch sein weiteres Berufsleben gehen sollte, es waren solche, die insbesondere sein Verhalten veränderten, um seine berufliche Erfolgsquote wesentlich zu erhöhen. Der eine Beta-Agent, einer mit einem individuellen Gesicht und einem langen Schwanz, zeigte McFrear seinen holografischen Dienstausweis, auf welchen McFrear sogleich gebannt starrte. Dieser fühlte jetzt trotz der Behandlung keinen Schmerz. Insgesamt fühlte er sich nicht einmal übel, wenn da nicht offensichtlich diese ihn verunsichernden Agenten wären, deren Existenz als Mitarbeiter der Sondereinheit Beta-Force McFrear sein ganzes Berufsleben über verneint hatte!
Dann ließen sie ihn herunter.
Die durch diese Szene in tiefstes Erstaunen geworfenen Menschen an der linken, weit entfernten Haltestelle fielen nunmehr in eine Art Trancezustand, ihre glücklichen Blicke des Erstaunens verschwanden mit einem Mal in einem Dunkel. Es war gut, dass sie dies höchstwahrscheinlich nicht bewusst wahrnehmen konnten, - - - denn es hätte sie möglicherweise in eine Hölle der inneren Verwirrung gestürzt. Aus dieser gab es so schnell kein Herauskommen mehr! Wahrhaftig!
Und McFrear blickte sich noch einmal um, als er aus der Behandlung war. Mit seinen Gliedmaßen bewegte er sich wieder ganz normal im Raum. Die Erde war noch die Erde. Und er schien sich selbst durchaus noch der Gleiche, doch dies konnte der falsche Eindruck sein. Jedenfalls hatten sich die beiden Beta-Agenten ohne Gruß von ihm hinfort begeben. Allzu gern hätte er ihnen noch so ein paar kritische Fragen gestellt, die für einen Polizeibeamten typisch sind.



by Kay Ganahl
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