Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
blackdove (25.07.), Mercia (18.07.), Misanthrop (16.07.), Thomas-Wiefelhaus (12.07.), FliegendeWorte (04.07.), Buchstabensalat (04.07.), Lir (04.07.), Mondscheinsonate (02.07.), hanswerner (30.06.), Gehirnmaschine (29.06.), Jedermann (29.06.), Entscheidungsrausch (26.06.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 607 Autoren* und 68 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.017 Mitglieder und 437.315 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 04.08.2020:
Clerihew
Das Clerihew ist ein scherzhafter, pseudobiografischer Vierzeiler, bestehend aus zwei Reimpaaren mit... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Running Geck von Didi.Costaire (22.01.20)
Recht lang:  'clerihew' ist doch ein name! von harzgebirgler (28 Worte)
Wenig kommentiert:  Götz von Berlichingen. von franky (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  'aida' von harzgebirgler (nur 92 Aufrufe)
alle Clerihews
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Der Spiegelfechter
von PeterSchönau
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil meine Liebe dem Wort gehört" (aurelie)
Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 7InhaltsverzeichnisVom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 9

Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 8

Erzählung zum Thema Mensch (-sein, -heit)


von NormanM.

Bis zum Treffen war es noch etwas Zeit, nachdem Tim gegangen war und ihm noch die Nutzung sanitären Anlagen erklärt hatte. Mark beschloss, sich noch ein wenig im Internet zu informieren. Ihn interessierte vor allem, was die Menschen denn so essen, was auch wichtig war, um für den Restaurantbesuch vorbereitet zu sein. Er fand sogar eine Homepage von dem Restaurant, in das Kerstin mit ihm gehen wollte. Er lächelte, da ihm der Umgang mit dem Internet so problemlos gelang. Doch das Lächeln verstummte, als er die Speisekarte des Lokals las. Die Menschen aßen Hühner und Enten? Nein, das konnte er unmöglich essen, das wäre ja so, als wenn Menschen andere Menschen äßen. Glücklicherweise gab es auch andere Gerichte, die nur aus Reis oder Nudeln und Gemüse bestanden.

Etwas aufgeregt machte er sich abends auf zum Treffpunkt, wo er mit Kerstin verabredet war. Wie Tim ihm vorgeschlagen hatte, trug er eine blaue Jeans, ein schwarzes Jackett, darunter ein schwarzes T-Shirt und dazu schwarze Lederschuhe. Kerstin war schon da. Auch sie hatte sich umgezogen und sah ein wenig eleganter aus.
„Hallo, komme ich zu spät?“, fragte er.
„Nein, du kommst genau pünktlich. Ich bin auch erst seit einer Minute hier“, sagte sie.
„Du siehst gut aus“, sagte er.
„Danke, aber sah ich das nicht vorher auch schon?“, reagierte sie scherzhaft.
„Doch, doch, natürlich. Aber so wie du nun gekleidet bist, wird es noch mehr betont.“
„Na, das ist doch noch gar nichts. Wenn du wüsstest, was ich noch so zum Anziehen habe…“
„Oh ja, gerne. Du kannst mir ja mal deine Kleidungssammlung zeigen und ich stelle dir meine vor.“
„Du willst es aber genau wissen“, stellte sie fest.
„Ja, mich interessiert einfach alles. Wie alt bist du eigentlich?“
„Ich bin 28 und du bist wie alt?“
„Ungefähr 32.“
„Ungefähr? Weißt du auch, wie alt du genau bist?“ Sie hielt es wohl wieder für einen Scherz von ihm.
„Eh…ich habe mich versprochen, ich meinte natürlich, dass ich genau 32 bin“, erklärte er und lachte verlegen.

Sie erreichten das Restaurant.
„Ich bin echt gespannt, wie dieses Essen schmeckt“, sagte Mark.
„Aber du magst asiatisch?“, fragte Kerstin.
„Wenn es nichts mit Ente oder Huhn zu tun hat.“
„Du bist Vegetarier?“
Er nickte, obwohl es gelogen war. Während seiner Zeit als Vogel hatte er sehr wohl z. B. Würmer, Käfer und Insekten gefressen. Aber jetzt, als er wusste, dass die Menschen Vögel aßen, fühlte er sich bei dem Gedanken unwohl.
„Wie ist es dazu gekommen?“, erkundigte sie sich.
„Ich möchte einfach nichts mehr essen, was mal gelebt hat.“
„Ja, aber ganz auf Fleisch zu verzichten, ist nicht gesund. Und außerdem werden die Tiere ja sowieso geschlachtet.“
Ihre Einstellung überzeugte ihn nicht wirklich. Wenn kein Mensch Fleisch äße, müsste man doch keine Tiere schlachten. Aber vielleicht verstand er auch zu wenig, daher beschloss er, seine Meinung erst einmal für sich zu behalten. Außerdem wollte er keinen Streit provozieren.
Sie fanden einen Platz, ein Kellner begrüßte sie freundlich und reichte ihnen die Karten. 
„Also, ich nehme auf jeden Fall etwas mit Ente“, sagte Kerstin, während sie die Speisekarte studierte. „Ich kann einfach nicht ohne Fleisch.“
Mark entschied sich für Reis mit verschiedenen Gemüsesorten. Kerstin winkte den Kellner heran, um die Bestellungen aufzugeben. Als Getränk wählte sie eine Coca Cola. Mark bestellte ebenfalls eine Cola, er hatte schon viel davon gehört und war gespannt, wie so etwas schmeckte.
„HMMM, ist das lecker“, sprach er begeistert nach seinem ersten Schluck Cola aus.
„Sag mal, trinkst du heute zum ersten Mal Cola?“, fragte sie.
Er wollte gerade bejahen, aber entschied sich dagegen. Er wollte nicht auffallen.
„Nein, aber sie schmeckt mir einfach so gut, dass ich es immer wieder bemerken muss.“
„Ja, Cola ist schon was Feines. Ich könnte auch den ganzen Tag davon trinken.
Mark gefiel das Menschsein immer besser, wie gut die Menschen es doch hatten. Leckere Getränke, leckeres Essen. Auch das Gericht, das er bestellt hatte, schmeckte ausgezeichnet.
„Na, habe ich dir zu viel versprochen?“, fragte Kerstin.
„Nein, ganz und gar nicht, hier muss ich öfter hin.“
Weil ihm die Cola so lecker geschmeckt hatte, trank er gleich noch zwei davon. Kerstin bestellte ebenfalls noch eine, eine dritte lehnte sie ab. Stattdessen fragte sie ihn, ob sie sich noch einen Espresso bestellen dürfe nach dem Essen.
„Aber natürlich. Eine gute Idee, den könnte ich auch noch vertragen“, antwortete er, auch wenn er noch gar nicht wusste, was das überhaupt war, und orderte direkt zwei.
Schlecht schmeckte ihm dieser Espresso nicht, aber es war schon etwas ganz anderes als Cola.
Nachdem sie ausgetrunken hatten und auch Kerstin keinen Wunsch mehr hatte, forderte er die Rechnung an. 34, 60 EUR lautete der Rechnungsbetrag, also ungefähr so wie Tim es vorher gesagt hatte. Mark gab 40 EUR und überließ dem Kellner den Rest als Trinkgeld, der sich erfreut bedankte.
„Du bist aber großzügig“, merkte Kerstin an.
„Das bin ich gern“, erwiderte Mark. Dass man Trinkgeld gab, hatte er ebenfalls aus dem Internet erfahren.


Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Hasenvogel (43) (24.10.2013)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
Omnahmashivaya meinte dazu am 24.10.2013:
Ein interessanter Name. Ich hieß in einem Forum mal Luftvogel. Und ach ja, lass doch die armen Hasen in Ruhe
diese Antwort melden
Kommentar von chichi† (80) (24.10.2013)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
AZU20 antwortete darauf am 24.10.2013:
Ich auch. LG
diese Antwort melden
Omnahmashivaya schrieb daraufhin am 24.10.2013:
Me too
diese Antwort melden
NormanM. äußerte darauf am 26.10.2013:
Ich fand auch, dass ich mal langsam wieder weiter machen musste, nachdem ich nun wieder eine lange Zeit hier bei KV recht inaktiv war. Aber in den nächsten Tagen werde ich wieder öfter hier sein. Auch von euch habe ich viele neue schöne Texte gefunden, wenn ich auch noch nicht dazu gekommen bin, alles zu lesen und zu kommentieren.
diese Antwort melden
Kommentar von Omnahmashivaya (24.10.2013)
Hallo, spannend ging es weiter und ich bin erfreut, dass du wieder einen Teil eingestellt hast. Wie mag es wohl weitergehen?
diesen Kommentar melden
NormanM. ergänzte dazu am 26.10.2013:
Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen
diese Antwort melden
Arvin
Kommentar von Arvin (26.10.2013)
Ich habe zugegebenermaßen nur den letzten Teil, also diesen gelesen, er erklärt sich aber doch recht gut von selbst ohne das ich die anderen Teile lesen müsste. Das Ganze hat nich nachdenklich gemacht und gibt mir einiges zum überlegen mit. Oberflächlich wirkt das Geschrieben Profan und hat nach mehrmaligen Wahrnehmen doch unter der Oberfläche eine charmante Substanz. Das habe ich aber schon öfters in deinen Texten fest gestellt.
diesen Kommentar melden

Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 7InhaltsverzeichnisVom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 9
NormanM.
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte.
Veröffentlicht am 24.10.2013. Textlänge: 824 Wörter; dieser Text wurde bereits 827 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.07.2020.
Leserwertung
· anregend (1)
· gesellschaftskritisch (1)
· kafkaesk (1)
· unterhaltsam (1)
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über NormanM.
Mehr von NormanM.
Mail an NormanM.
Blättern:
voriger Text
nächster Text
Weitere 10 neue Erzählungen von NormanM.:
Eine nicht vergessene Liebe Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte Der Marsch Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 2 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 10 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 11 Der Traum Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 6 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 12 (Schluss) Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 5
Mehr zum Thema "Mensch (-sein, -heit)" von NormanM.:
Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 12 (Schluss) Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 11 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 10 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 9 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 6 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 7 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 5 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 4 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 3 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 2 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte - Teil 1 Vom Vogel, der ein Mensch sein wollte Was man nicht im Kopf hat
Was schreiben andere zum Thema "Mensch (-sein, -heit)"?
Aufruf III (IngeWrobel) Gewinner (Teichhüpfer) Das Quartett der Zwänge (Terminator) Heuer Ungeheuer (Shagreen) Auf dem Grenzstreifen (fritz) Wolf und Mensch (BerndtB) Menschen noch (fritz) Der Mensch auf der Welt (BerndtB) Ikarus, Nell, stürzender Börsenkurs und was sagt (DanceWith1Life) Opa Stuckner und Enkelin Sofia (Annabell) und 323 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de