Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Oreste (13.12.), ElviraS (12.12.), aMaZe (12.12.), BluesmanBGM (11.12.), Manfredmax (10.12.), Landregen (01.12.), HaraldWerdowski (01.12.), MartinaKroess (27.11.), Calypso (27.11.), ultexo (25.11.), aliceandthebutterfly (25.11.), Broom87 (24.11.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 755 Autoren und 126 Lesern. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.
NEUE KEINSERATE

BIETE Einen Stapel alter Marbacher Magazine
BIETE Breton-Sammlung
BIETE grillparzer+storm bücher
zum KeinAnzeigen-Markt

Genre des Tages, 14.12.2018:
Ghasal
Das Ghasel ist eine romantische Liedform, die im 8. Jh. zwischen Indien, Persien und Afghanistan entstanden ist und seit dem... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Überfordert von Agneta (12.12.18)
Recht lang:  Der Islam als Manifestation dessen, was Nietzsche die große Gesundheit nannte - Variationen über einen Satz von Michel Onfray von toltec-head (269 Worte)
Wenig kommentiert:  Der Vergangnen von Hecatus (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Der Verlorene von Agneta (nur 270 Aufrufe)
alle Ghasale
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Aus meiner Feder: Glück
von IngeWrobel
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich kreativ und innovativ bin" (eiskimo)

Nudelstern

Gedicht zum Thema Alltag


von Isaban

Da schwimmt so ein Schweigen
    im Salz in der Suppe
    Belanglosigkeiten
    erweichen im Blick
    hüpft Sagnichts von Zunge
    zu Zunge und springt un-
    gewortet dann wieder zurück.

    Da wächst ein Vermissen
    im Trockengemüse,
    da zwitschert die Meise
    vorm Fenster davon,
    singt leise, ganz leise:
    Na, war es das schon?

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Agneta (07.12.2018)
ja, das war es schon, liebe Isaban. Das ist eben der Alltag. Klasse beschrieben.
lG von Agneta
diesen Kommentar melden
Piroschka
Kommentar von Piroschka (07.12.2018)
Ich mag Dein Gedicht, Sabine, es hat einen feinen Rhythmus, dadurch merke ich während des Lesens fast nicht, dass es sich nicht reimt. Was es ja auch nicht muss. Es erzählt mir von Partnern, die nicht mehr miteinander reden. Irgendwie scheint der Wunsch noch da, aber sie ziehen sich doch zurück. Aus welchen Gründen auch immer ist Resignation eingezogen. Oder auch Verletztheit, etwas einmal Gesagtes lässt sich nicht mehr zurücknehmen, es ließe sich nur daran arbeiten.
Besonders gefällt mir die Doppeldeutigkeit der letzten Frage. Die kann auf das Ende der Beziehung deuten oder auf die Resignation Lyrichs, bezogen auf sein eigenes Leben. Gefällt mir sehr gut!
LG von P.
diesen Kommentar melden
fdöobsah meinte dazu am 07.12.2018:
Ich würde zu erneuter Lektüre raten, denn das reimt sich. Und wie!
diese Antwort melden
Piroschka antwortete darauf am 08.12.2018:
Da hast Du recht, Fdöobsah- ich muss geistig umnachtet gewesen sein, als ich das schrieb. Danke fürs Aufmerksammachen!
diese Antwort melden
Piroschka schrieb daraufhin am 08.12.2018:
Entschuldige, Sabine, natürlich reimt es sich. Ich war mehrfach hier und habe mir wahrscheinlich den Kopf zu sehr zerbrochen - schmunzel. Liebe Grüße!
diese Antwort melden
fdöobsah
Kommentar von fdöobsah (08.12.2018)
Das ist sackstark, liebe Isaban und ich wünschte, ich hätte gerade jetzt etwas mehr Zeit, das auch in bessere Worte zu fassen. Diese kalt und schal gewordene Suppe ist mittlerweile so versalzen, nachdem zuviel Wasser daraus verdampfte, wer will die noch auslöffeln? Ich finde das grandios, wie du hier mit Bildern und Reimen spielst, wie sich in dieser Beziehung eigentlich nichts mehr zusammenreimt. Manche Verse bleiben ohne Reimpartner, bisweilen gibt es Assonanzen (Schweigen-Belanglosigkeiten, Vermissen-Gemüse), dann reimt es und besonders großartig ist diese Schaltung in V6: Ich habe Trennstriche schon gesehen, um den Reim zu halten, aber um ihn zu brechen? Zunächst das tolle Enjambement zuvor, wenn von Zunge zu Zunge gesprunge (haha) wird und dann trennst du den sich anbietenden Reim und mit ihm das sich anbietende Enjambement "unge" ab und schiebst ein verzichtbares "und" ein. Das tust du und schiebst gleichzeitig dem "Sagnichts" ein "Un-wort" (ungewortet) hinterher. Das ist groß!

Und dann kommt der Anfang der nächsten Strophe mit diesem grandiosen "Vermissen im Trockengemüse". Um dann geradezu zärtlich, mitfühlend, mitleidend ein Abgesang auf die Beziehung, der mit einfachen Worten und Reimen ein dennoch offenes Ende darstellt: Na, war es das schon? Ein kleiner Spott schwingt da aber doch auch mit? Das war's schon mit der Romanze? Als wäre die kleine Meise eine Spottdrossel, oder so. Auf jeden Fall bieten sich weitere Sichtweisen an und wie gesagt; Ich wünschte, ich hätte meiner Bewunderung besseren und geordneteren Ausdruck geben können. Aber das war es leider auch schon damit.

Ich grüße dich herzlich von Meise zu Meise!
fdöobsah
diesen Kommentar melden

© 2002-2018 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2018 keinVerlag.de