Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
FliegendeWorte (04.07.), Buchstabensalat (04.07.), Lir (04.07.), Schneewittchen (02.07.), Mondscheinsonate (02.07.), hanswerner (30.06.), Gehirnmaschine (29.06.), Jedermann (29.06.), Entscheidungsrausch (26.06.), Unhaltbar87 (14.06.), HerrNadler (10.06.), Franko (06.06.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 613 Autoren* und 69 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.004 Mitglieder und 436.790 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 12.07.2020:
Ansprache
Fest- oder Gedenkrede zu unterschiedlichen Anlässen mit relativ großem Gestaltungsspielraum.
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Ihr Helden von Stuttgart von eiskimo (21.06.20)
Recht lang:  Der Trabi - Vehikel der Freiheit, des Friedens und der Bescheidenheit. von stromo40 (1217 Worte)
Wenig kommentiert:  Een Berlina plappert...Wat hat euch heute jeärgert? von Fuchsiberlin (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Mein Trollbeitrag von Teichhüpfer (nur 39 Aufrufe)
alle Ansprachen
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Zeichen des Krieges in Literatur, Film und den Medien (Bd. 3: Terror)
von JoBo72
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich die Spielregeln beachte" (Abuelo)
FiktionalInhaltsverzeichnisDie nervigsten Antragsteller waren natürlich Lehrer

Vierzig jetzt

Erzählung zum Thema Menschenrechte


von toltec-head

Ich habe auf diese Weise schon eine lange Zeit gelebt, etwa zwanzig Jahre.  Bin jetzt vierzig. Nach meinem Studium des Verwaltungsrechts an der Fachhochschule Hildesheim war ich Angestellter bei der Familienkasse Hannover. Ich war also für die Verwaltung der sogenannten Bocksprämie zuständig; bitte aber keine Anfragen diesbezüglich, bin das jetzt nicht mehr. Ich war das, was man vielleicht einen kleinen, bösartigen Beamten bezeichnen kann, ein kleiner, bösartiger Bocksprämien-Verteiler also. Anders als in Negerstaaten oder anderen Scheißloch-Ländern ist es bei uns in Hannover bekanntlich nicht üblich Bestechungsgelder anzunehmen, also musste ich mich zumindest mit dem Ausleben meiner Boshaftigkeit belohnen (manche mögen das jetzt politisch nicht sehr korrekt finden, naja, ich finde es politisch bei weitem nicht politisch inkorrekt genug. Beim Schreiben dachte ich, wie herrlich inkorrekt das sei, aber jetzt beim Wiederlesen merke ich, dass dabei mal wieder nur mein ziemlich impotenter Wille inkorrekt zu sein zum Vorschein kommt - werde das aber absichtlich nicht wieder streichen, basta!) Wenn ich Anträge auf Erhalt von Bocksprämie las, kam es schon mal vor, dass ich auf diese oft in einem recht weinerlichen Ton und dabei wohl mangels Gelds für einen PC-Drucker in Schönschrift abgefassten Schreiben von Bocksprämien-Antragstellern bzw. Bocksprämien-Antragstellerinnen rotzen musste, bevor ich sie zusammenknüllte und in den Papierkorb warf, aus dem ich sie zur weiteren Bearbeitung dann irgendwann nach Wochen oder Monaten wieder herausfischte. Es bereitete mir eine unaussprechliche Freude, irgend eine antragstellende Mami, welche die Frechheit hatte, ihr Aldi-Supermarktkassen-Gehalt mit Kindergeld aufstocken zu wollen, mit einem Antwortschreiben einmal so richtig schön verdattern zu können. "Wenn ihre Tochter sich nicht auf einen Ausbildungsplatz bewerben kann, weil sie unter Bulimie leidet, möge sie doch bitte zunächst einmal Fotos einreichen, ob sie sich vielleicht nicht doch auf eine Ausbildung als Model oder zumindest als Pornodarstellerin bewerben kann." Was mich im Laufe der Zeit an meinem Job wirklich fasziniert hat, war, wie wenige Leute sich über mich bei einem meiner Vorgesetzten beschwerten.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (15.03.2019)
Das soll es tatsächlich geben, dass "Beamte" sich auf der Arbeit abreagieren.

Ich mag Deinen sauber formulierten Zorn.

Liebe Grüße
Llu ♥
diesen Kommentar melden
Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (15.03.2019)
Das ist doch mal ein interessanter Einblick in den niedersächsischen Behördenalltag. Es brachte Bock, ihn zu lesen.
Beste Grüße, D.
diesen Kommentar melden

FiktionalInhaltsverzeichnisDie nervigsten Antragsteller waren natürlich Lehrer
toltec-head
Zur Autorenseite
Zum Aktivitäts-Index
Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Notizen aus dem Wohnklo.
Veröffentlicht am 15.03.2019, 11 mal überarbeitet (letzte Änderung am 15.03.2019). Textlänge: 323 Wörter; dieser Text wurde bereits 225 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 05.07.2020.
Lieblingstext von:
Isensee.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über toltec-head
Mehr von toltec-head
Mail an toltec-head
Blättern:
voriger Text
nächster Text
Weitere 10 neue Erzählungen von toltec-head:
Frisörsalon Zentrum für politische Schönheit aus der rechten oberen Ecke befiehlt: Es heißt Rothaut und nicht Indianer! Das Dasein der Welt ist nur als Mein-Blog gerechtfertigt Marshmellow-Salat mit lauwarmer Diät-Cola - Nein, ihr Lieben, in diesem Text geht es nicht um euere Menstruationslyrik, Hahaha Das Wichtigste im Leben Tagebucheintrag; Szene aus der Ilias Virus und Kristallpalast Vom Lebensraum im Osten über die Totalgrenzöffnung zur Ausgangssperre - Memoiren einer Borderlinepersönlichkeit Was von einem zerknüllten und ins Klo geschmissenen Portrait Houellebecqs von Giacometti bleibt Kafkas Ausstellungsneger
Mehr zum Thema "Menschenrechte" von toltec-head:
3 Loch Mohammed Kurzreferat zu Friedrich G. Nagelmann, Arschlecken ohne Kondom als Ordnungswidrigkeit nach dem Prostituiertenschutzgesetz, Neue Juristische Wochenzeitschrift 2017, S. 1453 ff. Achtung Frühling! Naturlyrik satter Tanten und Onkel als tierische Greuel des Abfalls vom Worte der Schöpfung Wege aus der auktorialen Monogamie auszubrechen Forget Jake, it´s Chinatown
Was schreiben andere zum Thema "Menschenrechte"?
Altruismus ist Egoismus (Terminator) Schwiiz (Serafina) Der Pfarrer und die Nonne (BerndtB) russlands flug aus dem menschenrechtsrat (harzgebirgler) BRD (HarryStraight) Alles was man über Terroristen wissen muß (AlmÖhi) Verwundete Wörter (Georg Maria Wilke) Utgards Fashion Shop. (Dieter Wal) Das Menschheitsband (loslosch) Demonstration in Köln (Rudolf) und 24 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de