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Eine Satz für Satz Neuschreibung des 2. Kapitels von Dostojewskis Aufzeichnungen aus einem Kellerloch

Erzählung zum Thema Arbeit und Beruf


von toltec-head

Sehe gerade, dass das zweite Kapitel damit losgeht, warum der Petersburger Wohnklo-Bewohner des 19. Jahrhunderts es nicht fertig bringt, ein Insekt zu werden, denke "Kafka" und habe schon keine Lust mehr. Seit letzter Woche habe ich Ameisen in der Küche. Muss unbedingt googlen, warum und was man dagegen außer mühseligem ein Tierchen nach dem anderen Totquetschen machen kann.

Also, ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich muss sagen, Literatur, die echte Literatur, die mit einem großen, großen L, funktioniert für mich überhaupt nicht mehr. Zitate von Zitaten, mit deren Aufdeckung irgendein Junior-Prof an der Technischen Universität Braunschweig es doch tatsächlich fertigt gebracht hat, sich seine  tägliche Packung Philadelphia Käse kaufen zu können (die Viecher sind teilweise sogar in meinem Kühlschrank); nun, es sei ihm ja gegönnt, es interessiert mich nur eben nicht mehr. Stattdessen besser Yoga. Mach als angehende alte Lesbe jetzt ja immer morgens brav mein Yin-Yoga. Aber, wenn ich ehrlich bin, habe ich auch dazu nicht wirklich Bock. Auf Planetromeo habe ich immer Angst "Bock" zu schreiben. Könnte verräterisch klingen, irgendwie so hilflos Boy George mäßig eighties. So what? Unter all den mega-hässlichen Hartz4-Empfängern und alten Omas hier im Forum ist ja eh alles egal. Also, Yoga finde ich selbst in der Yin-Form für alte Lesben viel zu anstrengend, muss ich sagen.  Außerdem ist Yoga auch nur so eine literarische Idee. Selbst in Indien. Für wen es funktioniert, sollte es ruhig machen,  sich aber dann bitteschön nicht wundern, wenn er Krebs davon kriegt. Möglicherweise kein ganz korrektes Deutsch. Egal. Ich wär eh gern lieber Neger, der seinen Sprachkurs schwänzt oder verdaddelt. 

Was tun? Es funktioniert für mich nicht mehr, mich an meinen Schreibtisch zu setzen und mir irgendetwas Juli Zeh mäßiges auszudenken. Wenn ich mir vorher wie Thomas Mann eine Krawatte umbände, wäre das sicherlich zwar wesentlich cooler, funktionierte aber auch letztlich nicht. Genauso wenig wie Kopfstand machen. Was noch funktioniert ist einzig und allein, das was ich hier gerade mache bzw. ankündige machen zu werden, was ich in Wirklichkeit ja aber schon seit Jahren mache, nämlich in Kobra-Stellung auf meiner Yoga-Matte vor meinem Laptop zu liegen und  mittels Copy & Paste leicht bearbeitete Dinge rauszuhauen, die mir 5 Minuten lang aber manchmal sogar bis zum Abend das angenehme Gefühl vermitteln ein echter Schriftsteller zu sein (um Kommas kann ich mich später noch kümmern). Mir ist schon klar, dass ich damit weder den Aspekte Literaturpreis gewinnen, noch mir durch tiefe Bauchatmung meine Scheiß-Kundalini in die Zirbeldrüse schieben werde. Aber es funktioniert und hält mich davon ab, den ganzen Tag nur rumzuhocken und Dinge zu googlen, wie man Ameisen aus der Küche bekommt und Pornos zu schauen.

"Ich würde euch jetzt gerne, meine Damen und Herren, ob ihr es hören wollt oder nicht, erzählen, warum ich es nie hinbekommen habe, wenigstens ein Insekt zu werden."

Was ein Quatsch. Nach den Mechanismen, die sie letztlich zu echten Schriftstellern gemacht haben, hätten sie bei Zeiten auf ihrer Yoga-Matte in Kobrastellung sich fragen sollen, die Herrschaften. In der englischen Übersetzung, die ich benutze, steht "gentlemen". Zu ersetzen mit: liebe Hartz4-Empfänger und Rentner!

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Regina (15.06.2019)
Gegen die Ameisen kann ich dir helfen. Schimmlige Zitrone. Sie fliehen vor schimmliger Zitrone. Gruß Gina
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Augustus
Kommentar von Augustus (15.06.2019)
Eigentlich ein subtiler Text, insofern der Leser die Ameisen als fleissige Viecher sich denkt, also sie mit Fleiß gleichsetzt, die auch über ihr Gewicht hinaus schwere Dinge tragen können. Der Autor, der sie in seiner Küche rumlaufen hat, zerquetscht oder tretet auf sie drauf. Symbolträchtig ist diese Handlung deshalb, weil der Autor den für die große Literautur zu schreiben benötigten andauernden Fleiß, wie ihn die Ameisen in Kolonien und Reihen darstellen, tötet oder töten lässt. Die Räumlichkeiten sollen sauber und clean sein und Yoga auf glänzenden Böden praktiziert werden. Womit hier der absolute Begriff eines modernen geistlosen und schöpferarmen Menschen geschaffen wird, dieser nämlich ist faul und träge geistig tätig zu sein.
Aus der Perspektive nähern wir uns Kafka, (ich übrigens kann ihn nicht leiden, den Hurenbock) und seinen Ungeziefermotiven.

Ave

Kommentar geändert am 15.06.2019 um 12:47 Uhr
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (15.06.2019)
Auf Planetromeo habe ich immer Angst "Bock" zu schreiben. Könnte verräterisch klingen, irgendwie so hilflos Boy George mäßig eighties.


"So what?" Immerhin rinnen einer uralten Halb-Lesbe die Lachtränen übers Beautyface.
Bei

Mir ist schon klar, dass ich damit weder den Aspekte Literaturpreis gewinnen, noch mir durch tiefe Bauchatmung meine Scheiß-Kundalini in die Zirbeldrüse schieben werde. Aber es funktioniert und hält mich davon ab, den ganzen Tag nur rumzuhocken und Dinge zu googlen, wie man Ameisen aus der Küche bekommt und Pornos zu schauen.


funktioniert das nicht minder gut.

Nur auf George lass' ich nichts kommen. Egal nun, ob Boy oder Prophet. Sein Name genügt.

Ameisentechnisch setze ich auf Spinnen, die ihre Netze in meinen Balkonzwischenräumen weben "dürfen". Als eine Art Türsteher.

Aber davon verstehst du nix. Da muss noch viel Kunda den Lini runterfließen bis du mit deinem Universum im Einklang leben und ein knackiger Käfer werden kannst ... ---

Juli Zeh schenke ich dir sofort. Schmerzfrei.

DerMittelzwerg
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toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Notizen aus dem Wohnklo.
Veröffentlicht am 15.06.2019, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 15.06.2019). Textlänge: 520 Wörter; dieser Text wurde bereits 104 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.11.2019.
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