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Anekdote zum Thema Allzu Menschliches


von franky

Es war im Jahre Vierzig an einem frischen Frühlingstag, da sagte Mama zu mir, ich solle zur der Schneiderin Frau Wachter ins Dorf hinunter laufen, sie habe schon einen Stoff für mein neues kleid und ein passendes Schnittmuster zu ihr gebracht. 
Man konnte von uns oben am Waldrand das Haus von Frau Wachter gut sehen, aber der Weg dort hin war dann doch sehr mühsam, für meinen Milchbezahnten Kinnderkopf eine rechte Herausforderung.
Luftlinie wäre es gar nicht so weit gewesen, aber tatsächlich führte der Weg um einige Ecken und der letzte Teil über die Driäster Bundesstraße, gar nicht so ungefährlich.
Das Haus von Frau Wachter bestand offensichtlich nur aus einem Raum, der in der Mitte von einer modernen Nähmaschine eingenommen wurde, mit Fusspedal und Keilriemen, der dann die Nähmaschine in Gang setzte. Eingesäumt von Stoffballen, Zwirn  und Schnittmuster, 
Frau Wachter war eine freundliche Frau, die mich herzlich begrüßte, sogleich den zugeschnittenen Leinenstoff zur Hand nahm. Ein weißer Stoff mit winzigen Karos in Blau.  Pfui Teufel! So was Grausliches, wie für ein Baby. Das hat meine Begeisterung gleich Mal nach unten gezogen. Erst wurden die einzelnen Teile mit den schrecklich pieksenden Stecknadeln an meinem Körper zusammenmontiert.
Vorher musste ich aber meine kurze Lederhose freigeben, wo das rechte Hosenbein schon ziemlich nach oben geschrumpft war, da ich bei präsantem Bedürfnis mein kleines Pimperl hervorholte und dann verstohlen zum nächsten Zaun abbog. 
Als die Schneiderin mich bis zum Schwindel mehrmals herumgedreht hatte, um Nadel um Nadel umgesteckt hatte, gab sie mich mit der linken Hand den Hosenbund festzuhalten, sonst hätte sich die ganze Konstruktion wieder in ihre Bestandteile aufgelöst.
Nach eingehender Betrachtung gab Frau Wachter mir dann einen klaps auf den Hintern und meinte, ich solle ein Paar Schritte gehen.
In meinem vierjährigen kindlichen Sprachverständnis hieß das, ich solle nachhause gehen.
Nach noch zögerlichen Schritten im Raum, ging ich durch die Haustüre und rannte dann los! Noch immer krampfhaft den Hosenbund festahltend. 
Über die stark befahrene Driästerstraße, durch Schweizerhof, neben dem Kreisler Solat, dem Kuhstall vorbei, die staubige Straße ein Stück in den Laufnitzgraben, die klapprige Holzbrücke, über den Laufnitzbach, Neben dem Wieserbauern vorbei, dann den elendig mühsamen Anstieg zu unserem Haus oben am Waldrand, bis ich schließlich nach etwa einer Dreiviertelstunde total verschwitzt und ausgepumpt bei Mutter oben zuhause ankam.
Als ich nach einiger Zeit nicht zurück in der Nähstube erschien, guckte Frau Wachter links und rechts vor ihrem Häuschen, doch der kleine Franzi war weit und breit nirgent mehr zu sehen.
Mutter schlug beide Hände über den Kopf zusammen und rief mir von Weitem zu: „
„Franzi, wie kommst denn du daher! Du hättest doch mit diesen zusammengesteckten Stoffteilen nicht nachhause rennen dürfen!“
Oh waia, da ist etwas gründlich in die Hosen gegangen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (09.05.2021)
Ein schönes Beispiel für kindliche Logik.
LG
Ekki
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