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Winter-Blues

Gedicht zum Thema Abendstimmung


von Irma

Am Fenstersims klebt Taubenschiss.
Das Glas durchzieht ein langer Riss.
Die Krähe knackt sich eine Nuss.

Schon wieder hält ein leerer Bus.
Der Zeitungskiosk macht gleich Schluss.
Ob du noch kommst, ist ungewiss.

 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (06.01.2019)
Und? LG
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Irma meinte dazu am 07.01.2019:
Und, was meinst du? Lieben Dank und Gruß, Irma
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AZU20 antwortete darauf am 07.01.2019:
Er kam wohl nicht. LG
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Stimulus
Kommentar von Stimulus (06.01.2019)
Mit wenigen Worten und sparsamen Bildern ein komplettes Bild, eine nachvollziehbare Stimmung zu erzeugen, das wirkt so einfach. Wenn man es liest. Aber das muss man erst einmal nachmachen. Gefällt mir gut.
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Habakuk schrieb daraufhin am 06.01.2019:
Ist zwar nicht meine Art, aber ich hänge mich mal an meinen Vorredner dran. Besser hätte ich es auch nicht sagen können.
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Irma äußerte darauf am 07.01.2019:
Dankeschön, ihr zwei! Freue mich riesig, wenn meine Bilder stimmungsvoll und stimmig rüberkommen. Und natürlich noch mehr über eure Rückmeldung und die Empfehlung meines kleinen Werkes. Herzlichen Dank und liebe Grüße, Irma
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princess
Kommentar von princess (06.01.2019)
Hallo Irma,

spartanische Bilder mit emotionaler Wirkung: Er erwischt mich augenblicklich, dieser Winter-Blues. Toll gemacht!

Liebe Grüße
Ira
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Irma ergänzte dazu am 07.01.2019:
Oh, ich wollte niemanden mit diesem miesen Virus anstecken. Sorry! Ganz lieben Dank für Lob und Gefallensbekundung, Irma
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Lala
Kommentar von Lala (06.01.2019)
Ich neide die Langmut des lyrischen Ichs. Da bliebe ich nicht so ruhig, dass ich meine Vorfreude auf den nahenden Besuch, die vor Kurzem noch nahende, freudig erwartete Begegnung so ritualisiert beschriebe. Warum bleibt man so ausdauernd am Fenster oder in der Situation des Wartens hängen, beschreibt so lakonisch die Leere des Busses, den Taubenschiss oder den Knack einer Nuss? Tiernamen gäbe ich der Person auf die ich wartete, verwünschte sie und würde meinen Stinkefinger künstlich verlängern lassen, um ihm dieser Person sonstwohin hineinzujagen.

So aber frage ich mich: Wo ist der Zorn, die Wut? Ja, ok, anscheinend schon längst verraucht und verbraucht.
Fieserweise würde ich sogar denken: jetzt darf die oder der auch gar nicht mehr kommen. Niemals, nie, nicht erfüllte die Ankunft des Erwarteten, dieses stoische, bis zur Abgestumpfheit ritualisierte Warten. Welches dem Lyri aber anscheinend ein Oben und Unten schenkt. Im Sinne des Wiederkehrens des leeren Busses gefolgt von einem Taubenschiss oder eines Nussknackens.

Wer dieses Warten mit Erfüllung stört, zerstört das Leben dieses oder dieser Langmütigen.

Aber leider weiss ich nicht: worauf. Diese Leerstelle kann natürlich nicht gefüllt werden, aber sie fehlt mir erzählerisch dennoch.
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Irma meinte dazu am 07.01.2019:
"Warum bleibt man so ausdauernd am Fenster oder in der Situation des Wartens hängen, beschreibt so lakonisch die Leere des Busses, den Taubenschiss oder den Knack einer Nuss? Tiernamen gäbe ich der Person auf die ich wartete, verwünschte sie und würde meinen Stinkefinger künstlich verlängern lassen, um ihm dieser Person sonstwohin hineinzujagen."
Ja, das wäre sicher die adäquate Reaktion von jemandem mit "Vorfreude auf den nahenden Besuch", der dann übelst 'sitzengelassen' wird. LyrIch bleibt aber "so ausdauernd am Fenster oder in der Situation des Wartens hängen", weil es zu solchen Reaktionen gar nicht fähig ist. Ein Depressiver handelt nicht mehr, er wartet nur noch teilnahmslos und ergeben ab. Es taucht noch nicht einmal als "LyrIch" auf, bleibt versteckt hinter den Beschreibungen.

"Fieserweise würde ich sogar denken: jetzt darf die oder der auch gar nicht mehr kommen."
Ich denke, das wird er oder sie auch nicht mehr. Und LyrIch weiß das auch, ist aber nicht in der Lage, sich die Sinnlosigkeit seines Tuns einzugestehen. Das 'Fenster mit Aussicht' kann nicht über die Aussichtslosigkeit hinwegtäuschen. LyrIch sieht den langen Riss, der durch die Beziehung läuft, es müsste einen klaren Schlussstrich ziehen wie der Kioskbesitzer. Aber nein, es bleibt unschlüssig in einem Blues-Schlues hängen.

"Aber leider weiss ich nicht: worauf. Diese Leerstelle kann natürlich nicht gefüllt werden, aber sie fehlt mir erzählerisch dennoch."
Das stimmt. Dieses "worauf" bleibt offen, wird ganz bewusst nicht geklärt. Weil es keine schlüssige Erklärung dafür gibt. Es geht um das Warten an sich. Wie bei Samuel Becketts 'Warten auf Godot".

Ich danke dir ganz herzlich für deine intensive Beschäftigung mit meinem kurzen Textchen, über die ich mich sehr gefreut habe. Ganz liebe Grüße, Irma

Antwort geändert am 07.01.2019 um 10:42 Uhr
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Isaban
Kommentar von Isaban (06.01.2019)
Hallo Irmchen,

die Stimmung wird perfekt übertragen, wobei die Häufchenreime nicht ganz unbeteiligt sind ;)

Rat mal, was ich in V3 gelesen habe,

Den Titel deute ich mal so, dass das LI sowieso so mies drauf ist, dass es fest damit gerechnet hat, dass seine Stimmung nicht steigt, es ist vom Schlimmsten ausgegangen, wartet zwar immer noch, hat aber eigentlich resigniert, alles ist kaputt und was nicht kaputt ist, ist Kacke oder gleich vorbei.

In V1 würde ich das "ist" eventuell gegen ein "klebt" austauschen, das würde die Angelegenheit noch etwas bildlicher machen und nicht so umgangssprachlich wirken.

Lieben Gruß

Sabine
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Irma meinte dazu am 07.01.2019:
Ha, ich freue mich, dass dir die ekligen Häufchen ins Auge gestochen sind, liebe Sabine, und dass du bezüglich V.3 genauso schmutzige Gedanken hattest wie ich!

"...hat aber eigentlich resigniert, alles ist kaputt und was nicht kaputt ist, ist Kacke oder gleich vorbei."
Damit trittst du voll in die Kacke, ähm, triffst voll ins Schwarze!

Ganz lieben Dank für die Tube Uhu, die nehme ich doch sofort. Dein Vorschlag passt perfekt zu jemandem, der an der Scheibe klebt und alles fixiert.

Herzlichen Dank für deine wie immer vortreffliche Interpretation! LG Irma

Antwort geändert am 07.01.2019 um 10:10 Uhr
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (07.01.2019)
Der Vorteil des Gedichtes, es ist überzeugend.
Der Nachteil, jetzt hab ich ihn auch!
Liebe Grüße
TT
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Irma meinte dazu am 07.01.2019:
Na dann winke ich mal lieb zu deinem Fenster hoch!
Lieben Dank für Kommentar, Lob und Empfehlung. LG Irma
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Oreste
Kommentar von Oreste (09.01.2019)
Schon mit dem ersten Vers hattest du mich, liebe Irma. "klebt" finde ich btw. auch besser als "ist". Auch den Abschlussvers mag ich sehr. Er greift die stimmungsvollen wie stimmigen Bilder hervorragend auf, lässst schließlich die ganze traurige Geschichte erahnen. Ausgang ungewiss.

Lieb grüßt
O.
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Irma meinte dazu am 10.01.2019:
Dankeschön, das freut mich sehr! Lieben Dank und Gruß zurück, Irma
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