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Nicht mehr als ein Körnchen Wahrheit

Aphorismus zum Thema Meinung/ Meinungsfreiheit


von EkkehartMittelberg

Wer verständlich schreibt, gilt als Schriftsteller, wer dunkel formuliert, als Dichter.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Artname (06.12.2019)
Lieber Ekki, danke für deinen treffenden Aphorismus. Er deutet auf eine Unterscheidung, über die ich seit Jahrzehnten nachdenke. Und sie hat mE recht praktische Ursachen.

Einerseits schränken die strengen Vorschriften vieler Gedichtformen (hinsichtlich der Verse und Strophen) die Lesbarkeit der entsprechenden Gedichte mehr oder weniger stark ein.

Andererseits zwingt ein Gedicht zur extrem knappen Ausführung und Darstellung einer Idee. Der Dichter hat kaum Platz, abstrakte Gedanken und sinnliche Details zu einem Großen und Ganzen zu verbinden.

Ich habe in meinem Leben so viele Sätze geschrieben, dass sie für mehrere Romane gereicht hätte. Aber es wurden eben Lieder und Gedichte. Vermutlich ist mir das Konstruieren grösserer Zusammenhänge wichtiger als deren detaillierte Darstellung oder Ausschmückung. Oder ich bin eben doch einfach nur ein blinder, fauler Hund.

In der Dunkelheit führen mich Konturen, im Hellen Details. Das macht für mich den Unterschied.

ich sehe auch historische Gründe für o.g. Unterscheidung. Die betreffen mich aber als Zeitgenossen nicht.

lg

Kommentar geändert am 06.12.2019 um 07:23 Uhr
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Merci, Artname, mir ist wichtig, dass du die Unterscheidung zwischen Dichter und Schriftsteller überhaupt anerkennst. Deine Definition des Unterschieds ist sehr interessant. Ich versuche den Unterschied historisch zu sehen. In der Aufklärung und Klassik lagen Schriftsteller und Dichter insofern dicht beieinander, als auch die Dichter selten mehrdeutig schrieben. Das änderte sich gravierend seit dem Expressionismus und ist bis heute so geblieben, dass Dichtung durch Mehrdeutigkeit definiert ist. Dem entsprechen unterschiedliche Interpretationen als anregende Herausforderung. Freilich gibt des Dichter, die die Mehrdeutigkeit ins Absurde treiben, ohne dass ein Programm dahinter erkennbar wäre. Dennoch werden solche sinnfreien Aussagen als mehrdeutiges Dunkel interpretiert. Dichtung wird heute in einer breiten Zone der Toleranz wahrgenommen.
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Artname antwortete darauf am 06.12.2019:
Dichtung wird heute in einer breiten Zone der Toleranz wahrgenommen.


ich assoziiere mit deiner Zone gleich mal eine virale Fussgängerzone, in der sich jeder lustwandelnd als Meister des Wortes empfindet. Diese Denkweise beherrscht vielleicht die Natur - und die Gegenwart entlarvt nur wie so oft die Scharlatane vergangener Epochen...
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (06.12.2019)
Meinste, Ekki?
Aber ich denke, das ist eine Frage der Perspektive, des persönlichen Gustos und beeinflussbar durch Bildung.

Wie auch immer: Ich wünsche dir volle Stiefel!

Lotta
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Ralf_Renkking schrieb daraufhin am 06.12.2019:
Dann lieber ordentlich was auf den Dichtteller, alles andere könnte in die Hose gehen.

Ciao, Frank
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EkkehartMittelberg äußerte darauf am 06.12.2019:
@Lotta: Gracias. Das ist richtig, aber die Frage ist: Worauf richtet sich die Perspektive, was bewertet der Gusto und was beeinflusst Bildung?
Mit scheint, dass allgemeinverbindliche Kriterien zur Definition von Dichtung fehlen, dass der Begriff aber gleichwohl weiter genutzt wird. Vielleicht kann man aber Konsens in unserer pluralistischen Gesellschaft nicht mehr erwarten und man sollte sich einfach damit begnügen, dass man mit ein paar Gleichgesinnten überein stimmt und Andersdenkende akzeptiert. Der Preis dieses Verhaltens ist freilich zunehmende Relativierung.
Meine Stiefel sind voller Fragen und Lösungen fehlen.
Liebe Grüße
Ekki
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EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 06.12.2019:
@ Frank: Danke. Manche packen ne Menge auf den Dichtteller und andere sagen, dass sie nicht ganz dicht seien. Claqueure finden sie beide.
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Artname meinte dazu am 06.12.2019:
Ja, Ekki, auch hier stimme ich dir 100% zu. Mehr, als sich nett zu unterhalten, geht wohl leider auf dem Markt der Eitelkeiten nicht. sieht meistens so aus, als hätten wir uns unsere Neugier schon längst wie Hörner abgestossen. Aber es tut mir dennoch gut, deine Einwände zu empfehlen.
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Ralf_Renkking meinte dazu am 06.12.2019:
Soweit ich das beurteilen kann, geht der Trend dahin, die Sachliteratur als vierten Gattungsbegriff neben Epik, Dramatik und Lyrik zu etablieren, sie ist allerdings auch die einzige Sparte, die den Begriff Non-Fiction-Literatur rechtfertigt. Somit liegt es nahe, die Dichtung, also die Fiction, auf die drei anderen Bereiche als Sammelbegriff anzuwenden, und auch das steht meines Wissens schon längst zur Diskussion.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Hallo Ralf, es ist wichtig, dass du die Sachliteratur ins Gespräch bringst. Ihre Autoren gelten meines Wissens als Schriftsteller.
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Ralf_Renkking meinte dazu am 06.12.2019:
Hi Ekki,

ich denke, dass der Begriff "Schriftsteller" auf die Gattungen der Dichtung (fiktionale Literatur), also Epik, Dramatik und Lyrik, bezogen werden sollte, der Begriff "Verfasser" besser auf das non-fiktionale Wesen der Sach,- und Fachliteratur passen würde, während der Begriff "Autor" gut die Gesamtheit der vier Gattungen repräsentieren könnte.
Das lässt sich bestimmt noch etwas besser ausarbeiten, ein Ansatz wäre außerdem die Unterscheidung zwischen "Dichtung" als Überbegriff der gesamten fiktionalen Literatur und der "Dichtkunst", auch als Poesie oder Lyrik bezeichnet, wobei letztere dann vom Dichter, bzw. Poeten oder Lyriker ausgeübt werden würde.
Diese Überlegungen wären natürlich allemal ein Essay wert.

Ciao, Frank
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 07.12.2019:
Danke für die Anregung, Frank. Mal sehen, was sich da noch machen lässt.
Servus
Ekki
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Momo
Kommentar von Momo (06.12.2019)
Hallo Ekki,
ein Körnchen ist drin, zweifellos, aber ein Körnchen ist schließlich in allem.
Durch eine grobkörnige Brille betrachtet kann man es so sehen.

LG Momo
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Grazie, Momo, ich versuche mal, das grobe Körnchen beim Namen zu nennen: Helle Mädchen und Jungen halten sich meistens bedeckt, wenn es um dunkle Formulierungen geht, Nur das naive Kind aus dem Andersen-Märchen zeigt mit dem Finger drauf und sagt: "Ich versteh das nicht." Das wirkt auf manche wie eine Befreiung.
Zwinkernde Grüße
Ekki
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Momo meinte dazu am 06.12.2019:
Da kommt mir jetzt Des Königs neue Kleider in den Sinn.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Genau, des Kaisers neue Kleider habe ich gemeint.
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AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (06.12.2019)
...und wer sich in den Zeilen austobt und zwischen den Zeilen pausiert, ist dann ein Dichtsteller?

gut, dass ich nur ein Schreiberling bin - ich bin frei :-D

körniger Apho

herzliche Grüße - Ava
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Hahaha, spassibo, Ava, der mit dem Dichtsteller ist gut. Witz verpflichtet. Deshalb bist du nicht ganz so frei, wie du glaubst.
Mir geben, die, die sich in den Zeilen austoben, schon so viel Rätsel auf, dass ich auf die Geheimnisse zwischen den Zeilen verzichte.
Herzliche Grüße
Ekki
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Fisch
Kommentar von Fisch (06.12.2019)
Dabei ist es ganz einfach:
Ein falsches Wort und du bist ein
Wedernoch.
F.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Merci, Goldfisch, das lasse ich mir gewagt sein. Ich werde kein Blatt mehr vor den Mund nehmen und der herrschende Schwadron im Niemandsland sein.
Ekki

Antwort geändert am 06.12.2019 um 12:18 Uhr


Antwort geändert am 06.12.2019 um 12:24 Uhr
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (06.12.2019)
Hallo Ekki,
der Apho lässt Schmunzeln.
Ich hoffe, dass es dazwischen noch ein paar Nischen gibt, und ich in eine passe
Herzliche Grüße
TT
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Agneta meinte dazu am 06.12.2019:
ich denke, es sind die Stilmittel, die die Brücke schlagen vom Dunkel ins Helle. Lyrik ist zum größten Teil Handwerk, zum kleinen Teil Talent- auch, wenn manche das nicht verstehen.
Es ist wie beim Tischtennis. Jeder spielt es auf der Terrasse, im Sommer beim Grillen. Mit dem Sport aber hat das wenig zu tun.Beides hat seine Daseins Berechtigung.
Übel wird es nur, wenn der Feierabendspieler meint, ihm gebürten die Medaillen der Olympioniken…
Gerne drüber nachgedacht, Ekki. Mit lG Agneta
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
@ Tasso. Danke. Mit dir schmunzle ich immer. Du bleibst für mich der poeta laureatus des Lachens und des Lächelns. Als Nischenfürsten lassen sich noch andere finden.
Herzliche Grüße
Ekki
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
@Agneta: Liebe Monika, wir könnten uns auf Stilmittel und das Handwerk so verständigen, dass die Dunkelheit weicht. Aber wir leben in einer Zeit, in der Künstler meinen, sich mit einer Lehre im Handwerk auf die Ebene von Banausen zu begeben.
Liebe Grüße vom Wandergesellen
Ekki
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Slivovic meinte dazu am 06.12.2019:
Wer seinen Verständnishorizont als Verständlichkeit des Textes missversteht, hat die Literatur nicht verstanden.

Dem Lehrling mit zwei linken Händen fehlt es am wichtigsten Mittel, dagegen können Werkzeugkatalog und Bauanleitung nichts ausrichten.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
hallo Slivovic, erweitere bitte meinen Verständnishorizont. Wozu soll ein Text da sein, wenn er nicht verständlich ist?
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Slivovic meinte dazu am 06.12.2019:
Es ist nicht der Text, der nicht verständlich ist, sondern der Leser, dem dessen Sprache nichts sagt.
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Cora meinte dazu am 06.12.2019:
das ist wahr! Auch bei einem unverständlich erscheinenden Text, ist es mgl., dass es einen Leser gibt, der diesem Text etwas für sich entnehmen kann. Unverständlich ist ein Text nur dann, wenn der Autor etwas vermitteln möchte, was beim Leser nicht ankommt.
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Slivovic meinte dazu am 06.12.2019:
Ein Autor, der etwas anderes vermitteln will als er schreibt, sollte Werbetexter oder Politiker werden.
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Artname meinte dazu am 06.12.2019:
Ein Autor, der etwas anderes vermitteln will als er schreibt, sollte Werbetexter ..., werden.


q.e.d.
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Cora meinte dazu am 06.12.2019:
an wem liegt es denn nun, wenn ein Text unverständlich ist, am Verständnishorizont des Lesers oder daran, dass der Autor anderes schreibt als er verstanden werden will???
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Slivovic meinte dazu am 06.12.2019:
Ein Text kann nicht per se unverständlich sein. Er kann nur dem Leser unverständlich sein. In der Literatur können Inhalt und Form nicht unabhängig voneinander gedacht werden.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
@Cora: Ich halte beides für möglich @Slivoic: Wem sollte denn ein Text unverständlich sein, wenn nicht dem Leser?
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Slivovic meinte dazu am 06.12.2019:
Wenn du den Unterschied der Aussagen "der Text ist unverständlich" und "der Text ist dem Leser unverständlich" nicht versteht, kann ich auch nicht helfen.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Jo mei, ich stimme dir doch zu, weil ich auch der Meinung bin, dass ein Text nicht per se unverständlich sein kann. Deshalb sage ich doch: Wem sollte ein Text unverständlich sein, wenn nicht dem Leser?
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Artname meinte dazu am 06.12.2019:
Richtig! Wieso also sollte ein Werbetexter etwas anders vermitteln wollen, als er schreibt?
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Slivovic meinte dazu am 06.12.2019:
Der Aphorismus ergibt mit dieser Zustimmung keinen Sinn mehr.

Im Werbetext ist Sprache Mittel zum Zweck, in der Kunst sind die Mittel der Sprache ihr Selbstzweck.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Verstehe ich nicht. Auch dichterische Texte sollen beim Leser bestimmte Reaktionen hervorrufen. Deshalb werden die stilistischen Mittel gezielt eingesetzt und sind nicht Selbstzweck.
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Slivovic meinte dazu am 06.12.2019:
Tja. Nein. Sie sollen etwas ausdrücken. Was sie hervorrufen, liegt beim Leser.
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Agneta meinte dazu am 06.12.2019:
dies ist kein Widerspruch zu dem, was Ekki sagt, denke ich. Der Autor schreibt etwas mit einer bestimmten Intention und der Leser liest "sich selbst". Er kann möglicherweise etwas aus dem Text herauslesen, was der Dichter nicht meinte. Aber: wenn in einem Text nichts zu finden ist als Sinnentleerung, dann kann auch niemand für sich etwas herauslesen oder fühlen. Dies meinen wir mit Verstehen.
Auf einen ganz kleinen Nenner ein kleiner Apho von mir:

Der Dummkopf, der schreibt, findet DAS Publikum, das ihn versteht und applaudiert.
GGG von Agneta
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 07.12.2019:
Hallo Agneta, ich finde deinen Aphorismus sehr gut. Aber wetten, wenn du ihn veröffentlichst, finden sich sofort Dummköpfe,, die sich angesprochen fühlen.
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Slivovic meinte dazu am 09.12.2019:
"Aber: wenn in einem Text nichts zu finden ist als Sinnentleerung, dann kann auch niemand für sich etwas herauslesen oder fühlen."

Dem stimme ich zu. Da hilft auch kein Stilmittel.
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (06.12.2019)
Ekki, die Wahrheit liegt … ganz woanders.
Neulich habe ich mir wegen eines Streitfalls von einem befreundeten Nachbarn Unterlagen von einem Amt zuschicken lassen (er hatte es angeboten), die ich dann ausgiebig durchgelesen habe. Danach hatte ich mich bedankt und beiläufig bemerkt, dass ich auch alles verstanden hätte. Darauf kam seine Bemerkung: „Na, du bist ja auch ein deutscher Ingenieur!“
Beinahe hätte ich danach das Schreiben und das Formulieren aufgegeben.
Verständliche und leicht aufgehellte Grüße sendet dir Gil.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Vielen Dank für die Bereicherung, Gil. Wir diskutieren auf einem viel zu schmalen Grat. Das war es, was in unserer Diskussion noch fehlte, das vaterländische Verständnis.
Begreifende und aufgeklärte Grüße
Ekki
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (06.12.2019)
Das ist ein guter Unterscheidungsvorschlag. Jetzt weiß ich endlich, wo ich Heidegger einzusortieren habe.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 06.12.2019:
Danke, Graeculus. wenn wir ihn unter diesem Begriff einsortieren, kommt er gut weg.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (06.12.2019)
Du altes Schlitzohr!
Du hast diesen Aphorismus so formuliert, dass man ihn unterschiedlich lesen kann. Als bloße Beschreibung und als Kritik - in die eine oder andere Richtung.

Dabei gehören nach kunsthistorischer Theorie ja drei Dinge zur Kunst: der Künstler, das Kunstwerk und das Publikum. Mir persönlich kommen bei den - im Internetzeitalter immer häufiger auftretenden - Listen der "schwierigsten Bücher" etc. immer Gedanken, ob das Verständliche deshalb nicht so geschätzt wird, weil man damit nicht so schön angeben kann. "Seht mal, ich habe das Werk xyz gelesen und verstanden. Ich bin ein Held!"

Wie du siehst: Ich lese deinen Aphorismus als Kritik - in Richtung dessen, was du dunkel formuliert nennst. Aber das ist nur meine Meinung.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 07.12.2019:
Hallo Trekan, du hast den Aphorismus in meinem Sinne gelesen. Der Anteil hermetischer Dichtung wächst. Das ist Beschreibung. Das Dunkle hat auch Vorteile, insofern es unterschiedliche Interpretationen zulässt. Aber es hat einen Nachteil: Dichtung verliert ihre Botschaft. Engagierte Kunst ist mit dunklen Formulierungen nicht möglich.. Das ist Kritik.
Danke und LG
Ekki
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AZU20
Kommentar von AZU20 (07.12.2019)
Und die Dichter formulieren immer dunkler. LG
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 07.12.2019:
Danke, Armin. So sehe ich es auch. Hermetische Werke hat es schon immer gegeben. Dunkle Formulierungen gehören zur Dichtung. Nicht dass sie existieren, ist das Problem, sondern ihre Dominanz
LG
Ekki
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Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (10.12.2019)
Hallo lieber Ekki,

das ist ein interessanter Gedanke, den ich zwiespältig betrachte. Ein Schreiber kann dunkel formulieren und muss deshalb kein Dichter sein, denn manch einer schreibt, als wüsste er selber nicht, was er ausdrücken möchte.

Es gibt Schriftsteller, die dichten klar und verständlich. Sie sind m.E. Dichter und Schriftsteller in einem.

Liebe Grüße
Sigi
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.12.2019:
Merci, Sigi, ich vermute, dass du die leise Ironie in dem Aphorismus erkannt hast, denn auch ich bin der Meinung, dass dunkle Formulierung allein kein Nachweis von Dichtung ist.
Liebe Grüße
Ekki
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Veröffentlicht am 06.12.2019. Textlänge: 11 Wörter; dieser Text wurde bereits 181 mal aufgerufen; der letzte Besucher war plotzn am 02.01.2020.
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