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Gedanke zum Thema Sein


von LotharAtzert

Eine ätherisch-feine Gesellschaft könnte ich mir vorstellen. Aber eine feine Gesellschaft, die ein wenig Bestand haben soll, derzeit nicht. Denn dazu gehört eine bereits erlangte spirituelle Reife und nicht bloß die duale Geisteshaltung der Vernunft. Denn wo es Vernunft gibt, da wächst IMMER auch das Unvernünftige zum Ausgleich mit. Dem Himmel sei Dank.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von INS (55) (22.10.2020)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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LotharAtzert meinte dazu am 22.10.2020:
Macht nichts, INS, ich verstehe auch nicht viel davon, aber so scheint es nun mal zu sein.
Ich danke dir.

LG Lothar

Antwort geändert am 22.10.2020 um 15:30 Uhr
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (22.10.2020)
Denn dazu gehört eine bereits erlangte spirituelle Reife und nicht bloß die duale Geisteshaltung der Vernunft.

Na, wenn das keine dualistische Geisteshaltung ist - (1) spirituelle Reife und nicht bloß (2) duale Geisteshaltung -, dann habe ich wohl nicht verstanden, was Dualismus ist.
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LotharAtzert antwortete darauf am 22.10.2020:
Bei "Die karmische Vision"
""Es ist nicht so schwierig, durch Erfahrung zur Nicht-Dualität zu gelangen. Aber es ist schwierig, den Zustand der Nicht-Dualität in unsere karmische Vision zu integrieren." "
wäre dein Einwand passend gewesen. Hier hab ich keine Lust, erneut zur Basis zurückzukehren, zumal unser beider Gedanken zu dem und dem daraus folgenden hinlänglich bekannt sind.

In der Tat - du hast, aus dualistischer Sicht, nicht verstanden, was das jeweilig ist.
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Graeculus schrieb daraufhin am 22.10.2020:
Ja, wenn jemand hartnäckig dualistisch über Dualismus vs. Non-Dualismus redet, hat es wohl keinen Sinn, weiterzureden.
Ich halte mich da lieber an Hegel, der wenigstens begriffen hat, worin hier das Problem besteht. Auch scheint dieses jenem Zen-Meister, der von einem "großen Ja jenseits von Bejahung und Verneinung" sprach, vor Augen gestanden zu haben, da er die Paradoxie bewußt betont.
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LotharAtzert äußerte darauf am 22.10.2020:
Wenigstens, soso.
Ja wenn es um Hartnäckigkeit geht, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Du hättest auch mal auf den Text eingehen können: ist Vernunft dualistisch, oder nicht?
Aber du sprichst lieber über den sonderbaren Autor, das bringt dir keine Lorbeeren ...
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Graeculus ergänzte dazu am 22.10.2020:
Natürlich ist Vernunft dualistisch. Jedes Denken ist dualistisch, jedes Sprechen. Die kleinste mögliche Informationseinheit ist 0 und 1. Weniger ist nicht mehr informativ, so wenig wie wenn man sämtliche Fragen mit "ja" beantwortet.
Und deshalb kannst du auch nicht anders als dualistisch denken und sprechen und tust es dauernd, selbst dann, wenn du über Non-Dualismus schreibst und ihn vom Dualismus unterscheidest.

Hegel, der Hölderlin-Freund, konzipiert das Absolute als die Gegensätze in sich enthaltend und bewahrend. So bewahrt es die Information.
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LotharAtzert meinte dazu am 22.10.2020:
All die Diskursivität ist zwar lustig, ersetzt aber nicht die Spiritualität, worunter ich zunächst Meditation verstehe: sobald die Ego-Plapperei aufhört, steigt das aus dem Unbewußten hoch, welches ewige Zeiten verdrängt wurde. Ob der Hegel oder der Zen-Meister das bestätigen, oder nicht, das ist hier kein Thema.
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Graeculus meinte dazu am 22.10.2020:
Was für eine Ego-Plapperei? Daß du hier ständig dualistisch den Dualismus kritisierst? (1) Meditation statt (2) Vernunft?
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LotharAtzert meinte dazu am 22.10.2020:
Schon wieder ich-du! Was für eine Ego-Plapperei? Na diese!

Meditation konkurriert nicht, weder mit der Vernunft, noch mit sonstwas. Und wer nicht meditiert, sollte vielleicht auch nicht (so offensiv) darüber reden.

.
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Graeculus meinte dazu am 22.10.2020:
Wo gleich habe ich mich über Meditation geäußert?

Es geht doch eigentlich hier nur darum, daß man nicht nicht-dualistisch denken und sprechen kann; du magst dir - ab jetzt, denn vorher habe ich dazu kein Wort gesagt - den Zusatz dazudenken: auch nicht über Meditation. Etwas anderes ist es zu meditieren, etwas anderes, über Meditation zu sprechen.
Leute, die meditieren, lasse ich in Ruhe; erst wenn sie anfangen, davon zu sprechen, werden sie als Geprächspartner interessant.
Das Kürzeste ist solches Räsonniren [übers Non-Duale] gewähren zu lassen und zuzusehen, wie denn die Resultate beschaffen sind, auf welche es pocht.

(Hegel: Wissenschaft der Logik, 1. Kap., Anm. 3)

Antwort geändert am 22.10.2020 um 18:25 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 22.10.2020:
Du hast dich (im Kästchen sogar eingerahmt) über die spirituelle Reife mokiert und da ist die Meditation natürlich mit inbegriffen.
Über den von mir eingerahmte Satz, daß nämlich die Nicht-Dualität in Eigenleistung " in unsere karmische Vision zu integrieren" sei, (usprünglich ein Zitat des Dzogchenmeisters Namkhai Norbu) hast du kein Wort verloren. Weißt du, was das bedeutet, daß sie noch integriert werden muß in die karmische Vision? - es scheint dich nicht im mindesten zu interessieren, wie das gemeint ist.
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Graeculus meinte dazu am 23.10.2020:
Mich interessiert daran nur eines: Du kannst meditieren, bis Dir der Hintern taub wird, sobald Du darüber - oder über Astrologie - redest, bist Du Dualist wie jeder von uns Unerleuchteten.

Mein Tip: Versuche es doch mal mit mehr als zwei Wahrheitswerten statt mit weniger. Werde Trialist und steigere Dich dann allmählich. So kann man sich, anders als bei der Meditation, wenigstens unterhalten.

Falls Dich - wie ich annehme - dieses Konzept nicht interessiert, haben wir etwas gemeinsam.
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LotharAtzert meinte dazu am 23.10.2020:
"... sobald Du darüber - oder über Astrologie - redest, bist Du Dualist wie jeder von uns Unerleuchteten."
In dieser Aussage scheint mir der berühmte Hase im Pfeffer zu liegen: ich streite doch niemals ab, daß alles "darüber" dual ist. Das ist doch gar nicht das Thema, sondern wie das Nicht-Duale integriert werden kann.

Wenn wir "über" etwas reden, darauf können wir uns einigen, ist es dualistisch. Wenn wir "über" etwas zeugen, entsteht kein neues Leben (-man muß schon mitten rein in die Leere) - alles "über" geht übers Eigentliche hinweg, so daß der Begriff "Integration" in den Vordergrund rückt: wie kann ich ent-rücken. Und das bringt uns zu den so genannten geeigneten Methoden der Introspektion, von denen zu wissen zunächst noch keine Hilfe ist - ich muß die geeigneten Mittel auch anwenden. Was dann geschieht, bleibt offen.
Dazu das Gleichnis mit der Seife: solange ich ein Stück Seife nur in der Tasche habe, nutzt es nichts bezüglich der Verschmutzung - erst wenn ich sie mit Wasser benutze, werden die Hände etc. sauber.
Odrr?

Ach wir haben viel gemeinsam ...
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Kommentar von harzgebirgler (22.10.2020)
"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch"
(Hölderlin, Patmos) --
es möge in corona-zeiten alsbald bloß so sein
sonst stellt der staat erneut das öffentliche leben ein!

lg
henning
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LotharAtzert meinte dazu am 22.10.2020:
Ja wegen Graeculus wollt ich's nicht wieder bringen:
von Hölderlin kann mancher Vogel singen.

Danke Henning
lg Lothar
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