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November

Sonett zum Thema Leben/Tod


von Didi.Costaire

In diesen herbstlich kargen Tagen,
wenn grässlich-graue Wolken weinen,
verweilen Menschen zwischen Steinen.
Sie werden heimgesucht von Fragen,

die manchem auf den Magen schlagen.
Läuft vieles nur dank schönen Scheinen
und ist man mit sich selbst im Reinen?
Liegt einiges vielleicht im Argen?

Nicht alles fließt aus einem Guss:
Man tut zu oft, was man tun muss,
kann schneller gehen, doch nicht schweben.

So sucht man süchtig nach Genuss,
greift dabei manchmal voll daneben,
spürt aber auch: man ist am Leben.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (16.11.2008)
Vier mal das verallgemeinernde "man", einmal davon betont, das wirkt irgendwie knüppeldicke allgemein, zumal es sich nicht stilistisch gehäuft sondern in den Strophen verteilt findet.
Was mich sofort stolpern ließ war die Stelle mit den schönen Scheinen. Man erwartet den schönen Schein und landet erst beim 2. Hingucken bei der Knete, was aber ganz gewiss beabsichtigt und sehr geschickt angelegt ist - auch wenn diese Betrachtung wohl nicht nur den November kennzeichnet.
Hübsch: die vielen melodiebildenden "As", "Is" und "Eis".
V3 erscheint mir ein wenig zu morbide, passt nach meinem Empfinden nicht so ganz zum Rest des Inhalts - zumindest ich habe da immer einen Friedhof mit Grabsteinen vor Augen. Wie passen die Steine da zu den Scheinen?
Insgesamt ein interessantes Sonett, vierhebig, also kurz wie die Novembertage gehalten, durchgehend im Jambus, d.h. mit unbetontem Versauftakt geschrieben, bis auf die Guss/muss/Genuss-Terzettreime in weiblicher Kadenz gehalten, ausschleichend also, was den Inhalt, auch das Alltägliche dieser Grübeleien unterstreicht.
Kluge, wenn auch etwas grapefruchtig erscheinende Conclusio.
Und ja, das Leben spürt man nicht nur, wenn es einem gut geht.

Liebe Grüße,
Sabine
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janna (60) meinte dazu am 16.11.2008:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Didi.Costaire antwortete darauf am 16.11.2008:
@ Sabine: Danke für die intensive Auseinandersetzung mit meinem Text. Ja, das Wort "man" kommt relativ oft vor. Eines konnte ich im Vorwege eliminieren, weitere mit "manchem" bzw. "manchmal" (jeweils auf der ersten Silbe betont) kombinieren. Die anderen stehen in einem (Kern-)Satz, so auch das von dir erwähnte betonte. Für mich ist es noch die beste Lösung, die mir momentan einfällt, zugleich drückt das Wort in seiner Unpersönlichkeit die Zerissenheit zwischen persönlichem Empfinden und Suche nach Distanz aus.
Gegensätze habe ich beabsichtigt: (Grab-)Steine und (Geld-)Scheine als Synonym für Denken und Handeln, Pflichterfüllung und Leichtlebigkeit als Teile des Lebens in seiner bitteren Süße oder süßen Bitterkeit.
@janna: Ja, das ist der Aufhänger dieser kleinen Lebensbetrachtung.
lg, didi
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thomas
Kommentar von thomas (16.11.2008)
ach herrje! es ist november und alle fangen an, novembergedichte zu schreiben. vierhebig sogar!
ich halte mit blondinenwitzen dagegen:
warum stellt eine blondine eine leere bierflasche in den kühlschrank? weil sie ja mal einen gast haben könnte, der nichts trinken will.
...noch 14 tage, dann ist november endlich vorbei...
vg an euch beide
thomas
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Didi.Costaire schrieb daraufhin am 16.11.2008:
Danke für die Rückmeldung, Thomas. Ich kann dir versichern, es geht nicht den ganzen November so. Schau doch mal wieder rein bei meinem (wahrscheinlich) nächsten Text, der in einer Frittenbude spielt... lg, didi
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Vaga äußerte darauf am 16.11.2008:
Die Antwort find' ich nett
Schau doch mal wieder rein bei meinem (wahrscheinlich) nächsten Text, der in einer Frittenbude spielt
obwohl du durch die Androhung eines Frittentextes möglicherweise leicht an Leserschaft einbüßen könntest.
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thomas ergänzte dazu am 16.11.2008:
@ vaga: didi IST auch ein ganz netter! er wollte eigentlich sowas schreiben wie "kannst du deinen senf nicht woanders ablassen, das internet ist doch groß genug, warum ausgerechnet auf meiner seite".
@ didi: wenn schon frittenbudentexte, dann bitte mit dittsche´schen winkelzügen.
ich ruf derweil mal s an und laß mir vierhebigkeit erklären*lach
schönen sontag
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Didi.Costaire meinte dazu am 16.11.2008:
@ Vaga: Doch lieber fünf weitere Novembertexte. Grübel...
@ Thomas: Dittsche schafft es ja leider immer nur bis zur Dreihebigkeit...
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Kommentar von Lebenslust (63) (16.11.2008)
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Didi.Costaire meinte dazu am 17.11.2008:
Freut mich zu lesen. Danke und lg, didi
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Kommentar von schneerosenkind (38) (16.11.2008)
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Didi.Costaire meinte dazu am 17.11.2008:
Sonettstift - das ist gut! Danke dir! lg, didi
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styraxx
Kommentar von styraxx (16.11.2008)
Ein schönes Sonett, kann ich da nur noch sagen, mit allem drum und dran, - die obigen Kommentare belegen es. Liebe Grüsse c.
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Didi.Costaire meinte dazu am 17.11.2008:
Danke, freut mich. lg, didi
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Kommentar von Caterina (46) (16.11.2008)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Didi.Costaire meinte dazu am 17.11.2008:
Danke für die gefühlvollen Worte, Caterina. lg, didi
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Kommentar von harzgebirgler (01.12.2017)
der herbst schlägt ganz schön aufs gemüt
wenn in wem nicht ein feuer glüht...

beste abendgrüße aus goslar
henning
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Didi.Costaire meinte dazu am 01.12.2017:
Stimmt, es hilft, wenn zum Advent
mehr als bloß ein Lichtlein brennt.

Danke dir und schöne Grüße, Dirk
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